Das Gymnasium in Bayern

Video: Gymnasium konkret

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Persönlichkeitsentwicklung und Leistungsanspruch

Das bayerische Gymnasium führt zur Allgemeinen Hochschulreife und vermittelt eine breite, vertiefte Allgemeinbildung. Es bereitet damit sowohl auf ein Hochschulstudium als auch auf eine anspruchsvolle Berufsausbildung vor.

Die Jahrgangsstufen 7 bis 12 im Schuljahr 2018/19 durchlaufen das achtjährige Gymnasium.

Die Jahrgangsstufen 5 und 6 im Schuljahr 2018/19 besuchen bereits das neu eingeführte neunjährige Gymnasium, das in den nächsten Jahren schrittweise aufwachsen und bis zum Schuljahr 2025/26 die Jahrgangsstufen 5 bis 13 umfassen wird.

Informationen zu Oberstufe und Abitur im achtjährigen Gymnasium sind hier zu finden. Für das neue neunjährige Gymnasium wird die Qualifikationsphase der Oberstufe (Jahrgangsstufe 12/13) derzeit weiterentwickelt.

Informationen zu den Gymnasien des zweiten Bildungswegs (Abendgymnasien und Kollegs) finden sich hier.

E-Paper zum Gymnasium

E-Paper zum bayerischen Gymnasium: Zum Lesen einfach auf das Titelblatt klicken
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Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Gymnasium

Wie sieht die Stundentafel für das bayerische Gymnasium aus?

Die Stundentafel für das neue neunjährige Gymnasium (Jahrgangsstufen 5 und 6 im Schuljahr 2018/19)  ist hier zu finden.

Die Stundentafel für das achtjährige Gymnasium (Jahrgangsstufen 7 mit 10 im Schuljahr 2018/19)  findet sich hier als pdf-Datei:

Welche Bildungsschwerpunkte werden am Gymnasium gesetzt?

Das bayerische Gymnasium vermittelt seinen Schülern eine vertiefte Allgemeinbildung, bereitet sie bestmöglich auf ein Hochschulstudium vor und befähigt sie, "eine berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule" erfolgreich zu absolvieren (Art. 9 Abs. 1 BayEUG). Es legt die Grundlage für die Bereitschaft, lebenslang zu lernen und sich fortzubilden. Die obersten Bildungsziele des Art. 131 Bayerische Verfassung werden umgesetzt. Dies umfasst Wertebildung, Werteerziehung sowie musische Bildung.
Deshalb stellt es den Schüler in seiner Persönlichkeitsentwicklung in den Mittelpunkt und verbindet Leistungsanspruch mit kind- und jugendgerechten Angeboten zur individuellen Förderung. Diese Angebote tragen zur Entlastung der Eltern bei und eröffnen zudem mehr gymnasial geeigneten Kindern die Möglichkeit, ein Gymnasium erfolgreich zu besuchen, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund.

  • Ein abgestimmtes, auf den Hochschulzugang ausgerichtetes Fächerspektrum sichert eine breite Allgemeinbildung und die mit dem Abitur verbundene allgemeine Hochschulreife.
  • Die Vielfalt der Fächer ermöglicht den Kindern, das Spektrum ihrer Begabungen zu erkennen und zu entfalten.
  • Werteerziehung, kulturelle Bildung sowie die Vermittlung von Teamfähigkeit, kommunikativen Grundfertigkeiten und angemessenen Umgangsformen schaffen die Voraussetzungen für die richtige Anwendung des erworbenen Wissens.
  • Ein solides Fundament an Wissen, Werten und Kompetenzen ist in Verbindung mit Anstrengungsbereitschaft und Urteilsfähigkeit die Grundlage für den Studienerfolg sowie die Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben in Beruf und Gesellschaft.

Was sind die Schwerpunkte am Sprachlichen Gymnasium bzw. Humanistischen Gymnasium?

Am Sprachlichen Gymnasium erlernen die Schüler drei oder mehr Fremdsprachen, darunter mindestens zwei moderne. Am Humanistischen Gymnasium, der klassischen Form des Sprachlichen Gymnasiums, werden ebenfalls (mindestens) drei Fremdsprachen erlernt, dabei stehen die Alten Sprachen Latein und Griechisch (neben Englisch) im Mittelpunkt.

Sprachenfolgen:
Sprachliches Gymnasium:
Latein  ab Jahrgangsstufe 5
Englisch ab Jahrgangsstufe 6
Französisch / Italienisch / Russisch / Spanisch / Chinesisch  ab Jahrgangsstufe 8

oder

Englisch ab Jahrgangsstufe 5
Latein ab Jahrgangsstufe 6
Französisch / Italienisch / Russisch / Spanisch / Chinesisch ab Jahrgangsstufe 8

Humanistisches Gymnasium:

Latein / Englisch ab Jahrgangsstufe 5
Englisch / Latein ab Jahrgangsstufe 6
Griechisch ab Jahrgangsstufe 8

An einigen Sprachlichen Gymnasien werden auch drei moderne Fremdsprachen angeboten: F-E-It/Sp oder E-F-It/Sp.

Was sind die Schwerpunkte am Naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasium?

Vertiefte Einführung in Physik, Chemie und  Informatik

Sprachenfolge:

Englisch/Latein ab Jahrgangsstufe 5
Latein/Französisch/Englisch ab Jahrgangsstufe 6 (Englisch muss verpflichtend 1. oder 2. Fremdsprache sein)

Was sind die Schwerpunkte am Musischen Gymnasium?

Neben Deutsch stehen die Fächer Musik und Kunst im Vordergrund.
Musik ist in allen Jahrgangsstufen Vorrückungsfach.

Sprachenfolge:

Latein ab Jahrgangsstufe 5
Englisch ab Jahrgangsstufe 6

oder

Englisch ab Jahrgangsstufe 5
Latein ab Jahrgangsstufe 6

Was sind die Schwerpunkte am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Gymnasium mit wirtschaftswissenschaftlichem Profil (G8) bzw. am Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium (G9)?

Am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Gymnasium mit wirtschaftswissenschaftlichem Profil bzw. am Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium (neue Bezeichnung im G9) werden die Fächer Wirtschaft und Recht sowie Wirtschaftsinformatik als Schwerpunkte gesetzt.

Sprachenfolge:

Englisch/Latein ab Jahrgangsstufe 5
Latein/Französisch/Englisch ab Jahrgangsstufe 6 (Englisch verpflichtend 1. oder 2. Fremdsprache)

Was sind die Schwerpunkte am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Gymnasium mit sozialwissenschaftlichem Profil (G8) bzw. am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium (G9)?

Am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Gymnasium mit sozialwissenschaftlichem Profil bzw. am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium (neue Bezeichnung im G9) stehen die Fächer Sozialkunde bzw. Politik und Gesellschaft (neue Bezeichnung im G9) sowie die Sozialpraktische Grundbildung im Vordergrund.

Sprachenfolge:

Englisch/Latein ab Jahrgangsstufe 5
Latein/Französisch/Englisch ab Jahrgangsstufe 6 (Englisch verpflichtend 1. oder 2. Fremdsprache)

Wer ist für das Gymnasium geeignet?

Das Gymnasium ist der direkte Weg zum Abitur. Dem Ziel der Allgemeinen Hochschulreife entsprechend, ist das Gymnasium eine anspruchsvolle Schulart. Es setzt bei seinen Schülerinnen und Schülern daher Leistungsvermögen und Anstrengungsbereitschaft voraus.

Das zentrale Kriterium bei der Entscheidung für das Gymnasium ist die Eignung für diese Schulart. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass das Kind das Gymnasium erfolgreich durchlaufen kann und sich an der neuen Schule auch wohlfühlt.
Gymnasiastinnen und Gymnasiasten

  • sind neugierig auf ihre Umwelt;
  • haben Freude am Entdecken;
  • verfügen über vielfältige Interessen;
  • können sich gut konzentrieren und ausdauernd mit einer Sache beschäftigen;
  • sind leistungsbereit und leistungsfähig;
  • lernen schnell und zielstrebig.

Was versteht man unter „Individueller Lernzeitverkürzung“ („Überholspur“) im neunjährigen Gymnasium?

Leistungsbereite und motivierte Schülerinnen und Schüler können im neuen neunjährigen Gymnasium die Lernzeit bis zum Abitur individuell und pädagogisch begleitet um ein Jahr verkürzen. Dazu lassen sie die Jahrgangsstufe 11 aus und treten nach der Jahrgangsstufe 10 direkt in die Qualifikationsphase der Oberstufe ein.

  • In der Jahrgangsstufe 8 werden die Schülerinnen und Schüler informiert und beraten, ob aus pädagogischer Sicht eine Lernzeitverkürzung für sie sinnvoll erscheint.
  • Wer sich daraufhin für die „Überholspur“ anmeldet, besucht in den Jahrgangsstufen 9 und 10 zusätzlich zum regulären Pflichtunterricht spezielle Förder- und Begleitmodule.
  • Während dieser Zeit werden die Schülerinnen und Schüler eng begleitet (z. B. durch einen Mentor). Gegen Ende der Jahrgangsstufe 10 erfolgt noch einmal eine intensive Beratung, ob das Auslassen der Jahrgangsstufe 11 nach Leistungs- und Entwicklungsstand weiterhin empfehlenswert und nach wie vor gewünscht ist.
  • Anschließend rückt die Schülerin bzw. der Schüler auf Probe in die Jahrgangsstufe Q12 vor.

Die Module

  • Die Module finden in der Regel in Kernfächern (d. h. in Deutsch, Mathematik, einer Fremdsprache; in Jahrgangsstufe 10 in einem weiteren Fach) am Nachmittag zusätzlich zum Pflichtunterricht statt, der weiterhin im regulären Klassenverband besucht wird.
  • Die Module bestehen aus „Seminaren“ in der Schule und „Studierzeiten“ zu Hause. Pro Woche ergeben sich so i. d. R. zwei zusätzliche Unterrichtsstunden, die in der Schule absolviert werden.

In den Modulen werden anhand geeigneter Inhalte die Kompetenzen erworben, die für den Start in die Qualifikationsphase von zentraler Bedeutung sind.

Anforderungen

  • Die Begleitmodule bereiten bestmöglich auf den Start in Q 12 vor. Dennoch ist das Überspringen der Jahrgangsstufe 11 – der Einführungsphase der Oberstufe – mit einer gewissen Herausforderung verbunden.
  • Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft sowie die Fähigkeit zu selbstständigem Arbeiten sind daher auf der „Überholspur“ ebenso Grundvoraussetzung wie die regelmäßige und aktive Teilnahme an den Begleitmodulen. Die Beratungsangebote der Schule sollten im Vorfeld auf jeden Fall in Anspruch genommen werden.
    Weitere Informationen zur Individuellen Lernzeitverkürzung im neunjährigen Gymnasium finden Sie hier:

Gibt es ein Höchstalter für den Übertritt ans Gymnasium?

Ja, Stichtag ist der 30. September des betreffenden Jahres. Wer zu diesem Zeitpunkt bereits 12 Jahre alt ist, darf in der Regel nicht in die Jahrgangsstufe 5 aufgenommen werden. Über Ausnahmen in besonderen Fällen entscheidet der Schulleiter.

Was muss ich zum Probeunterricht am Gymnasium wissen?

Der Probeunterricht zur Aufnahme ins Gymnasium findet vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 statt und dauert drei Tage. Dabei werden die Schüler in kleineren Unterrichtsgruppen zusammengefasst. Auf die bisherige Klassen- und Schulzugehörigkeit wird nach Möglichkeit Rücksicht genommen. Für jede Unterrichtsgruppe sind mindestens zwei Lehrkräfte des Gymnasiums verantwortlich, die abwechselnd unterrichten und beobachten. Dem Probeunterricht werden die Anforderungen der zuletzt besuchten Jahrgangsstufe unter Berücksichtigung der Zielsetzung des Gymnasiums zu Grunde gelegt.

Der Probeunterricht wird seit dem Schuljahr 2004/05 mit bayernweit einheitlichen Aufgaben durchgeführt.

Der Probeunterricht besteht aus Unterricht und schriftlichen Arbeiten in den Fächern Deutsch und Mathematik. Im Fach Deutsch sind folgende Aufgabenformate für den schriftlichen Teil des Probeunterrichts vorgesehen:

  • Aufsatz (erzählender Text, Sachtext)
  • Rechtschreibung
    • Probeunterricht nach Jahrgangsstufe 4 der Grundschule: Wortdiktat mit Bildern; zu verbessernder Fehlertext
  • Textverständnis
  • Sprachbetrachtung (Grammatik)

Im Fach Mathematik sind für den schriftlichen Teil des Probeunterrichts folgende Bereiche vorgesehen:

  • Formales Rechnen
  • Lösen von Sachaufgaben
  • Geometrie

Sowohl das Unterrichtsgespräch als auch der schriftliche Teil des Probeunterrichts sollen zur genauen Schülerbeobachtung genutzt werden.

Welche Abschlüsse erhalte ich am Gymnasium?

Das Ziel des Gymnasiums ist die allgemeine Hochschulreife. Auf dem Weg dorthin werden folgende Abschlüsse erreicht:

  • Jahrgangsstufe 10 – Mittlerer Schulabschluss
  • Jahrgangsstufe 9 – Hauptschulabschluss

Welche Anschlusswege eröffnet der gymnasiale Bildungsgang?

Wer das Abiturzeugnis erhalten hat, kann an Universitäten und Hochschulen jedes Fach seiner Wahl studieren, wenn er die sonstigen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt.

Mit dem mittleren Schulabschluss nach Jahrgangsstufe 10 besteht die Möglichkeit zum Übertritt in eine berufliche Ausbildung oder zum Wechsel an die Fachoberschule.

Mit dem Hauptschulabschluss nach Jahrgangsstufe 9 besteht die erste Möglichkeit zum Übertritt in eine berufliche Ausbildung oder an andere Schularten.

Welche weiterführenden Schulen kann ich mit dem jeweils erreichten Abschluss besuchen?

  • Hochschule
  • Berufsfachschule
  • Fachschule (über Berufsausbildung)
  • Fachakademie (über Berufsausbildung)
  • Fachoberschule
  • Berufsoberschule (über Berufsausbildung)

Wo bekomme ich Informationen zum Übertritt?

Mein Gymnasium finden

Die Individuelle Lernzeit am Gymnasium

Mit der Individuellen Lernzeit wird die individuelle Förderung weiter ausgebaut

Die individuelle Förderung ist ein Leitziel des bayerischen Gymnasiums. Von den verschiedenen Ausbildungsrichtungen und Fremdsprachen bis hin zu Neigungsgruppen und Intensivierungsstunden: Es gibt bereits ein großes Angebot an individuellen Wahl- und Fördermöglichkeiten. Mit der Einführung der Individuellen Lernzeit im Schuljahr 2013/2014 wurden die bestehenden Förderangebote weiter ausgebaut.

Im neunjährigen Gymnasium bietet die Individuelle Lernzeitverkürzung zusätzliche Möglichkeiten der individuellen Förderung.

Einen Überblick über die Individuelle Lernzeitverkürzung finden Sie hier:

E-Paper zu den Einführungsklassen an bayerischen Gymnasien

E-Paper zu den Einführungsklassen an bayerischen Gymnasien: Zum Lesen einfach auf das Bild klicken
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Interaktives E-Paper: Humanistisches Gymnasium

Interaktives E-Paper zum Humanistischen Gymnasium: Zum Lesen einfach auf das Bild klicken. Hier können Sie die Broschüre auch individuell anpassen und als barrierefreies PDF-Dokument herunterladen.
Interaktives E-Paper zum Humanistischen Gymnasium: Zum Lesen einfach auf das Bild klicken. Hier können Sie die Broschüre auch individuell anpassen und als barrierefreies PDF-Dokument herunterladen.

E-Paper zur gymnasialen Oberstufe

E-Paper zur gymnasialen Oberstufe

Video: Die Idee "P" - Das P-Seminar in der Oberstufe

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Broschüre zur Studien- und Berufsorientierung an bayerischen Schulen

Ein Klick in die Grafik öffnet das interaktive E-Paper
Ein Klick in die Grafik öffnet das interaktive E-Paper "Berufs- und Studienorientierung an bayerischen Schulen"

Vor der Berufs- und Studienwahl gilt es, die verschiedenen Chancen und Perspektiven in einem sich wandelnden Arbeitsmarkt abzuwägen – vor allem aber, sich seiner individuellen Fähigkeiten und Neigungen bewusst zu werden. Umso wichtiger ist es, gründlich und gut informiert zu sein.

Die Broschüre „Berufs- und Studienorientierung an bayerischen Schulen“ gibt einen Überblick über die verschiedenen Ansätze zur Berufs- und Studienorientierung in den bayerischen Schularten sowie über weiterführende Ansprechpartner.

Broschüre: Gymnasium 2020 - Grundlagen der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

In bayerischen Gymnasium findet Unterricht auf hohem Niveau statt. Der neue Leitfaden "Gymnasium 2020" gibt Anregungen für die Schulen, wie sie dieses Niveau sichern und sich gleichzeitig weiterentwickeln können. 

Die Handreichung wurde im Auftrag des Staatsministeriums von einer Arbeitsgruppe am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) entwickelt und besteht aus einer Broschüre sowie einem Internetportal, auf dem Best-Practice-Beispiele aus den Bereichen Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung gesammelt und vorgestellt werden.

Die besten Links zum Gymnasium

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