Jugendliche Schüler unterhalten sich im Treppenhaus der Schule
An der Realschule werden Schülerinnen und Schüler auf die Berufswahl und das Arbeitsleben vorbereitet. ©Drazen – stock.adobe.com

Die Realschule bietet unterschiedliche Angebote und Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsvorbereitung.

Berufliche Orientierung

Die Berufliche Orientierung spielt an der Realschule eine wichtige Rolle. In der Jahrgangsstufe 9 bildet sie das fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsziel.

An allen staatlichen Realschulen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ein Betriebspraktikum abzuleisten. An nahezu allen Realschulen wird in der 9. Jahrgangsstufe ein freiwilliges Betriebspraktikum angeboten. Im Unterricht werden die von den Schülerinnen und Schülern gesammelten Erfahrungen geteilt. Das freiwillige Betriebspraktikum, das von den Realschülerinnen und Realschülern gerne wahrgenommen wird, kann während der Ferien (i. d. R. Oster- und Pfingstferien), aber auch – von der Schule organisiert – während der Unterrichtszeit absolviert werden.

Die Koordinatorinnen und Koordinatoren für Berufliche Orientierung (kurz: KBO) dienen als Ansprechpersonen bei Fragen zur Berufswahl.

Weitere Informationen finden Sie auf der Unterseite zur beruflichen Orientierung oder im Bayerischen Realschulnetz.


Bilingualer Sachfachunterricht

stilisierte Darstellung aller bilingualen Sachfächer

An über 100 Realschulen können Schülerinnen und Schüler den Unterricht eines Sachfachs in englischer Sprache besuchen. Hierfür wird eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche angeboten. Der Besuch ist in den Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 möglich. Zur Vorbereitung wird im zweiten Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 6 ein Einführungskurs angeboten. Aktuell besteht dieses Angebot unter anderem in den Fächern Geschichte, Geographie, Biologie, Musik, Kunst oder Sport.

Weitere Informationen zum bilingualen Sachfachunterricht an der bayerischen Realschule finden Sie auf dem Portal „Bilingual Bayern“ des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung.


Internationale Sprachzertifikate

Im Bereich der Fremdsprachen stehen den Realschülerinnen und Realschülern verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, ihre Kenntnisse nachweisen zu können:

  • Im Fach Englisch können die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe die Cambridge English Preliminary Prüfung ablegen.
  • In Französisch werden DELF-Prüfungen auf unterschiedlichen Niveaustufen in verschiedenen Jahrgangsstufen durchgeführt. Die DELF B1-Prüfung ist Teil der Abschlussprüfung.
  • Im ostbayerischen Raum wird Tschechisch als qualifiziertes Wahlfach an mehreren Realschulen angeboten und mit einer Zertifizierungsprüfung der Universität Prag abgeschlossen.

Diese Sprachzertifikate sind international anerkannt und ein Leben lang gültig. Sie attestieren das Sprachniveau entsprechend der Vorgaben des Gemeinsam europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) und bereichern das Bewerbungsportfolio.


KOMPASS - Kompetenz aus Stärke und Selbstbewusstsein

Logo des Kompass-Netzwerks
Logo des Kompass-Netzwerks

Seit über 10 Jahren gibt es in jedem Schulaufsichtsbezirk in Bayern mehrere Realschulen, die sogenannte KOMPASS-Schulen sind. Hinter diesem Akronym verbergen sich die Schlagworte „Kompetenz“, „Stärke“ und „Selbstbewusstsein“. Realschulen, die sich KOMPASS-Schulen nennen, arbeiten explizit stärkenorientiert. Darunter versteht man, dass der Fokus auf den Stärken eines jeden einzelnen Mitglieds der Schulfamilie liegt und jede/r ihre/seine individuellen Stärken in das Schulleben einbringen kann.

Genauere Informationen zu KOMPASS findet man im Bayerischen Realschulnetz (BRN) unter Realschule in Bayern - Kompass.

KOMPASS bietet interessierten Schulen und deren Lehrkräften in vielfältiger Weise Unterstützung an, nämlich:

Unterrichtsmaterial (LernJobs, Kompetenzraster, Checklisten etc.)

Vielfältige Materialien, gerade zum selbstgesteuerten Lernen, einem Lernen, das den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, eigene Lernwege zu gehen und neue Methoden auszuprobieren, aber auch mit Aufgabenstellungen kreativ umzugehen und sie zu lösen, sind im Lauf der Zeit entstanden und stehen auf der Lernplattform mebis den Lehrkräften zur Verfügung. Das Material orientiert sich am LehrplanPLUS für Realschulen und wurde von den jeweiligen Autorinnen und Autoren urheberrechtlich einwandfrei konzipiert.

Selbstlernkurse zum Schließen von Lerndefiziten

Damit Schülerinnen und Schüler sich als „stark“ erleben können, muss ihnen die Möglichkeit gegeben werden, eventuell vorhandene Lerndefizite (selbstständig) beheben zu können. So wurden z. B. im Rahmen von gemeinsam.Brücken.bauen Selbstlernkurse für die Jahrgangsstufen 5 und 6 erstellt, die es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, etwaige Lernrückstände in den Kernfächern durch „Selbststudium“ auszugleichen. Der eigene Lernfortschritt wird mittels eines Kompetenzrasters visualisiert.

Neben der Vermittlung von kognitiven und metakognitiven Fähigkeiten, wie es der OECD Lernkompass 2030 vorsieht, werden aber auch durch ein eigens entwickeltes Sozialkompetenzmodul soziale und emotionale Kompetenzen und Fähigkeiten geschult.

Die Vermittlung von Wissen, Können, Haltungen und Werten wird in den bereits vorhandenen Unterrichtsmaterialien integriert. Sie eignen sich sowohl für den Fachunterricht als auch für fächerübergreifende Unterrichtseinheiten.

Sämtliche hier angesprochenen Materialien werden sukzessive erweitert, überarbeitet und aktualisiert.

Zahlreiche KOMPASS-Schulen sind gleichzeitig Seminarschulen. Sie binden die stärkenorientierte Pädagogik in die Lehrkräfteausbildung ein. Auf diese Weise erweitern die angehenden Lehrkräfte ihre Lernkompetenzen mit Blick auf die Herausforderung, Schülerinnen und Schüler auf eine Zukunft vorzubereiten, für deren Gestaltung die jungen Menschen Kulturtechniken beherrschen und zu lebenslangem Lernen befähigt sein müssen. Ferner bedürfen sie einer entwickelten, starken und stabilen Persönlichkeit. Die daraus resultierenden Bildungsaufgaben können Lehrkräfte nur leisten, wenn sie in die Gestaltung von Lernprozessen ihre eigenen Stärken einbringen und die individuellen Lernvoraussetzungen der Lernenden, insbesondere auch deren Stärken, berücksichtigen und ihnen Verantwortung für den eigenen Lernprozess übertragen.

Die für jeden Schulaufsichtsbezirk zuständigen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fungieren als Ansprechpartner für bestehende KOMPASS-Schulen sowie für interessierte Schulen und sind auf Anfrage bereit, zu dieser Thematik einen praxiserprobten Input zu geben. Dies kann im Rahmen von pädagogischen Tagen oder schulinternen Lehrerfortbildungen geschehen.

Eine genaue Übersicht der Multiplikatoren finden Sie ebenfalls im Bayerischen Realschulnetz.

Interessierten Kolleginnen und Kollegen, aber auch Schulleitungen bietet zudem der Reiter KOMPASS-Schatzkammer interessantes Anschauungsmaterial für stärkenorientierte Aktionen im Schulalltag anhand erprobter Praxisbeispiele.

Kinder strecken Daumen nach oben
Kinder strecken Daumen nach oben

MINT-Initiative

Loge der Initiative MINT 21 digital

Die MINT21digital-Initiative ist ein wesentlicher Baustein der Initiative Realschule 21. Sie dient der Schärfung des besonderen Profils bayerischer Realschulen und trägt zu einer zukunftsfähigen Positionierung dieser Schulart bei. So werden die Unterrichtsqualität und das Interesse von Schülerinnen und Schülern im Bereich der MINT-Fächer (Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaft und Technik) gesteigert. Weitere Informationen hierzu finden Sie imBayerischen Realschulnetz

Durch verschiedene Maßnahmen und Wettbewerbe haben Realschülerinnen und Realschüler die Möglichkeit, ihre Begabungen im MINT-Bereich zu entdecken und zu stärken. Eine Übersicht finden Sie unter MINT.

Stand: 17. Juli 2024

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