Schulen bilden auch Herz und Charakter

Das Staatsministerium hat eine Initative zur werteorientieren Persönlichkeitserziehung ins Leben gerufen. Sie steht unter dem Motto "Werte machen stark".

Dabei wird die positive Wirkung der pädagogischen Arbeit der bayerischen Lehrer deutlich gemacht und durch geeignete Maßnahmen gefördert und unterstützt. Insofern wendet sich die Initiative Werteerziehung bewusst und gezielt dem Erziehungsauftrag der Schule zu.

Hier haben wir die Informationen dazu und die wichtigsten Links zusammen gestellt.

Veranstaltungen im Schuljahr 2012/2013

Seit 2007 haben bayerische Schulen aller Schularten im Rahmen der Werteinitiative „Werte machen stark.“ Ideen gesammelt und Konzepte erprobt, wie Werte grundlegend in der Schulentwicklung und im schulischen Alltag verankert werden können.

Die Ergebnisse wurden im Schuljahr 2012/2013 im Zuge einer bayernweiten Veranstaltungsreihe in verschiedenen Regierungsbezirken vorgestellt und so für alle Schulen nutzbar gemacht.

Oberbayerischer Wertetag am 17.12.2013 in Olching


Nach welchen Werten richten wir unser Zusammenleben aus? Wie kann die Vermittlung von Werten in der Schule gelingen? - Im Rahmen des Festaktes "Werte bilden - Impulse zur wertebasierten Schulentwicklung" stellten Lehrer und Schüler Antworten auf diese Fragen im Gymnasium Olching vor. Staatssekretär Bernd Sibler betonte dabei: "Im täglichen Miteinander an unseren Schulen können junge Menschen erfahren, wie wichtig Werte wie Respekt, Toleranz und Hilfsbereitschaft sind. Hier setzt unser Bildungsauftrag an: Schule und Werteerziehung sind untrennbar miteinander verbunden. Schule ist nicht nur Lern-, sondern auch Lebensraum."

Der Festakt war der Auftakt zu einer bayernweiten Veranstaltungsreihe, bei der gelungene Projekte der Werteerziehung an Schulen vorgestellt wurden. Als erste Schule stellte das Gymnasium Olching seine Ansätze in verschiedenen Beispielen aus dem Schulleben vor. Hier legt man beispielsweise einen Schwerpunkt auf die Vermittlung von personalen Kompetenzen. Die Schule zeigte anhand einer Unterrichtsmethode, wie jungen Menschen gezielt Eigenmotivation, Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft vermittelt werden können. Gleichzeitig engagieren sich Oberstufenschüler in einem selbst entworfenen Projekt gegen Rechtsradikalismus. In eigens gestalteten Unterrichtseinheiten klären sie Siebtklässler über die Gefahren des Rechtsradikalismus auf.

Bild: Staatssekretär Sibler (l.) übergibt die Handreichung symbolisch an Wertemultiplikatoren aller Schularten.

Niederbayerischer Wertetag am 09.01.2013 in Landau


Unter dem Titel „Schule gemeinsam aufWERTEn“ stellten niederbayerische Grund- und Mittelschulen am Wertetag in Landau ihre Ideen und Konzepte zur Werteerziehung vor. Staatssekretär Bernd Sibler zeigte sich dabei beeindruckt vom Ideenreichtum der niederbayerischen Schulen: „Dieser Wertetag beweist: Gelingende und nachhaltige Wertebildung ist an Bayerns Schulen längst Realität. Alle diese Schulen machen vor, wie im schulischen Leben Werte im täglichen Zusammensein tatsächlich Gestalt annehmen können.“

Bild: Staatssekretär Bernd Sibler (2. v. r.) bei der Podiumsdiskussion in Landau

Schwäbischer Wertetag am 10.01.2013 in Aichach


Der schwäbische Wertetag in Aichach stand unter dem Motto "Jede Stimme ist wertvoll! - Wir leben Werte!". Staatssekretär Bernd Sibler zeigte sich höchst angetan von der Kreativität und dem Engagement, mit dem Werte nicht nur vermittelt, sondern auch gelebt werden. Sibler betonte besonders die Notwendigkeit einer wertebasierten Schulkultur: „Unsere Schulen brauchen ein Schulklima, das geprägt ist von Freundlichkeit, Achtsamkeit und Mitmenschlichkeit. Und Schulen brauchen eine Schulfamilie im Wortsinne, die Werte lebt und vorlebt.“

Bild: Die Elisabethsinger der Elisabethschule Aichach beim dortigen Wertetag

Zertifikatsvergabe an 50 besonders engagierte Werte-Multiplikatoren am 22.02.2013 in Dillingen


Für ihren besonderen Einsatz in der schulischen Werteerziehung hat Staatssekretär Bernd Sibler 50 Lehrerinnen und Lehrer aus allen Schularten und Regierungsbezirken bei der Tagung "Werteorientierte Erziehung als schulischer Auftrag" in Dillingen ausgezeichnet. Als Werte-Multiplikatoren begleiten sie Schulen in der Werteerziehung. "Sie haben sich besonders für Respekt, Toleranz und Hilfsbereitschaft an bayerischen Schulen eingesetzt. Mit großem Einsatz und Engagement erfüllen Sie damit einen wesentlichen Bildungsauftrag", betonte Staatssekretär Sibler in seiner Würdigung gegenüber den Lehrkräften. "Unser Ziel muss sein, junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung ganzheitlich zu fördern – Werteerziehung spielt dabei eine zentrale Rolle", so Bernd Sibler weiter.

Insgesamt 145 Lehrkräfte haben sich seit 2007 als Experten der Werteerziehung ausbilden lassen. Bayernweit unterstützen sie Schulen aller Schularten. In Tagungen und Workshops setzen sich die Werte-Experten mit Themen der Wertebildung auseinander und erarbeiten Konzepte, wie Werte grundlegend im schulischen Alltag und in der Schulentwicklung verankert werden können. Als Ansprechpartner stehen die Werte-Multiplikatoren für Lehrkräfte, Schulleitungen und Eltern in ihrem Regierungsbezirk zur Verfügung und organisieren beispielsweise Lehrerfortbildungen, Elternabende oder Werteseminare für Schüler.

Bild: Staatssekretär Sibler (2. v. r.) und die Gruppe der oberbayerischen Wertemultiplikatoren stellvertretend für alle Wertemultiplikatoren in Bayern

Oberfränkischer Wertetag am 28.02.2013 in Bayreuth


Einige der 28 oberfränkischen Realschulen stellten im Landratsamt bei der Veranstaltung „Werte.Schule.Bildung“ ihre Initiativen vor. In den Mittelpunkt rückten sie dabei die Aspekte: Werte in Schulen - Werte Regional - Werte und Ausbildung - Werte und Führung - Werte und Fortbildung.

Ein ganz praktisches Beispiel, wie an den oberfränkischen Realschulen mit dem Wert der Zeit umgegangen werde, ist die Vertretungsstunde, die zur Wertrettungsstunde – geschrieben mit einem doppelten V am Anfang – gemacht wird: Das sind Stunden, die von jedem Lehrer gehalten werden sollen, wenn ein Kollege unerwartet ausfällt. Eine Vertretungsstunde mit dem Thema Werte.

Auch die anderen Projekte und Initiativen zeigten: An vielen oberfränkischen Schulen wird Werteerziehung gelebt.

Bild: Staatssekretär Bernd Sibler (Mitte) unter anderem mit Vertretern der bayerischen Realschulen beim Wertetag in Bayreuth

Wertekongress am 13.03.2013 in München

"sehensWERT" – schon der Titel ist Programm: Beim ersten Wertekongress in München präsentierte das Wertebündnis Bayern neue Wege und Projekte zur erfolgreichen Wertebildung junger Menschen. Ministerpräsident Horst Seehofer, der die Veranstaltung eröffnete, betonte den Stellenwert des Wertebündnisses. Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle unterstrich die Bedeutung der Werteerziehung an Bayerns Schulen.

Das "Wertebündnis Bayern. Gemeinsam stark für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene" unterstützt junge Menschen dabei, sich aktiv mit Werten auseinanderzusetzen. Ministerpräsident Horst Seehofer betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Wertebündnisses: "Das Wertebündnis Bayern bündelt und vernetzt einhundert Verbände und Organisationen aus allen Tätigkeitsfeldern unserer aktiven Bürgergesellschaft. Alle Bündnispartner erfüllen die Bedeutung von Werten und Wertebildung mit Leben. Sie zeigen, was Bayern menschlich und erfolgreich macht: Vom ‚Ich‘ zum ‚Wir‘. Sinnvolles Leben ist soziales Leben. Kein eigenes Glück ohne das Glück des anderen. Das ist bayerisches Lebensgefühl und dafür stehen alle Bündnispartner.“

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle unterstrich: "Werteerziehung hat einen festen Platz an bayerischen Schulen. Unsere Gesellschaft befindet sich im steten Wandel. Gerade deshalb wollen wir die jungen Menschen bei der Wertebildung und -orientierung unterstützen. Aus diesem Grund freue ich mich, dass sich so viele Partner dem Wertebündnis der Bayerischen Staatsregierung angeschlossen haben und mit uns gemeinsam dieses Ziel verfolgen. Werte wie Gemeinschaft, Solidarität und Verantwortungsbereitschaft bilden den Kitt des Zusammenlebens."

Staatsminister Dr. Spaenle beteiligte sich vor Ort an einer Gesprächsrunde über das Projekt "WERTvoll MITeinander". Schülerinnen und Schüler können bei diesem Projekt interkulturelle Bildung und Kompetenzen erwerben. "WERTvoll MITeinander" will so gegenseitiges Verständnis und Anerkennung in den Schulfamilien verankern.

Auch Staatssekretär Bernd Sibler hob die Bedeutung von Werten im Schulleben hervor: "Wie wichtig Werte wie Hilfsbereitschaft, Toleranz und Respekt sind, können die jungen Menschen im täglichen Miteinander an unseren Schulen erfahren." Staatssekretär Sibler brachte sich auf dem Kongress in eine Gesprächsrunde zum Projekt "MehrWERT Demokratie" ein. "MehrWERT Demokratie" fördert eine demokratische Werthaltung bei Kindern und Jugendlichen. Am Lernort Schullandheim sollen die jungen Menschen zum einen die Demokratie als Grundlage eines gelingenden Zusammenlebens erfahren. Zum anderen machen sich die Kinder und Jugendlichen mit konkreten demokratischen Strukturen wie dem Wahlsystem vertraut und können Teilhabemöglichkeiten erproben.

Das Wertebündnis Bayern wurde im März 2010 vom Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer aus der Taufe gehoben. Neben den Projekten "WERTvoll MITeinander" und "MehrWERT Demokratie" haben die Bündnispartner bislang fünf weitere Projekte auf den Weg gebracht: "HörensWert", "Ich Wir Ihr im Netz", "Joblinge“, "VerANTWORTung leben" und "Bayern schmeckt." Dem Wertebündnis Bayern gehören bislang 100 bayerische Institutionen und Organisationen an. Das Wertebündnis Bayern knüpft an die Initiative "Werte machen stark.“ an, die 2007 vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus ins Leben gerufen wurde. Mit der Initiative sollen vorbildliche Projekte der Werteerziehung an Schulen bekannt gemacht werden. "Werte machen stark.“ soll zum Nachahmen und Mitmachen einladen. Im Rahmen dieser Initiative haben sich bisher insgesamt über 140 Lehrerinnen und Lehrer in Bayern zu sog. Werte-Multiplikatoren ausbilden lassen. Als Experten begleiten sie Schulen bei ihrem verfassungsmäßigen Auftrag einer wertorientierten Persönlichkeitserziehung.

Bild: Ministerpräsident Horst Seehofer besucht mit seiner Frau den Wertekongress in München (Foto: Heinrich Rudolf Bruns, KEG Bayern)

Unterfränkischer Wertetag am 25.04.2013 in Kitzingen


Beim unterfränkischen Wertetag haben Schulen aller Schularten eine Zwischenbilanz zur Schulentwicklung mit dem Schwerpunkt der Werteerziehung gezogen. Sie habe gezeigt, wie Werteerziehung im schulischen Alltag erfolgreich umgesetzt werden kann. Werte geben Kindern Orientierung für ihren Lebensweg. Sie bilden das Fundament für ein friedliches Zusammenleben der Menschen. Auf der Grundlage wertschätzender und prägender Erfahrungen in Familie, Gesellschaft und Schule entwickeln sie gemeinsam mit Eltern und Lehrern ihre eigene, werteorientierte Lebenseinstellung.

Bild: Schülerinnen stellen ihr Streitschlichter-Projekt in Kitzingen vor.

ISB-Handreichung: Werte bilden – Impulse zur wertebasierten Schulentwicklung

Die Handreichung zeigt, wie eine Schule einen Wertekonsens ausbilden und wertebasierte Schulentwicklung gelingen kann. Zudem macht sie deutlich, dass Werte als Grundbestand der Schulentwicklung unverzichtbar sind.
Die Handreichung zeigt Wege auf, wie der systematische Prozess einer wertebasierten Schulentwicklung an der eigenen Schule in Gang gesetzt oder fortentwickelt werden kann. Sie gibt Anregungen, wie ein Wertekonsens nicht nur auf dem Papier bestehen bleibt, sondern konkret im Unterrichtsalltag und in der Schulkultur verankert werden kann. Das Innovative dabei ist, dass erstmals eine Querverbindung zwischen dem Thema Werteerziehung und der Struktur der systematischen Schulentwicklung (mit Organisations-, Personal- und Unterrichtsentwicklung) hergestellt wird.

Aus dem Inhalt:

  • Grundlegendes zum Thema Werte und Schulentwicklung und zur Notwendigkeit eines gemeinsamen Wertefindungsprozesses als Ausgangspunkt für eine wertebasierte Weiterentwicklung der eigenen Schule.
  • Wege der Prozesssteuerung bzw. ein Prozessmodell, um von fragmentierten Einzelmaßnahmen hin zu einem nachhaltigen und umfassenden Gesamtkonzept für die eigene Schule zu kommen.
  • Mögliche Handlungsfelder einer wertebasierten Weiterentwicklung der Schule, die an die Bedürfnisse und Gegebenheiten an der eigenen Schule angepasst werden können.
  • Tabellen mit Kurzbeschreibungen möglicher Maßnahmen in den verschiedenen Handlungsfeldern für eine Bestandsaufnahme und Stärkenanalyse bzw. als mögliche Ideenquelle.

Das Praxis-Handbuch "Werte machen stark"

Das Praxis-Handbuch "Werte machen stark" fasst die zentralen Ergebnisse der Wissenschaft zusammen und stellt viele konkrete Beispiele für Werteerziehung in der Schule vor.

Diese sind leicht im Alltag einzusetzen und in entprechende Kategorien gegliedert: Persönlichkeitsbildung, Soziales Verhalten, Umwelt, Gesundheit, Sport, Kultur und Schulleben/-kultur. 

Für weitere Informationen sind jeweils konkrete Ansprechpartner für die Projekte genannt.

Die wichtigsten Informationen zur Werteerziehung

Aktuelle Fortbildungen

Auf FIBS sind ständig aktuelle Fortbildungsangebote abrufbar. Stichwort: "Werteerziehung".

Die Initiative: Werte machen stark

Der Ausgangspunkt: Artikel 131 der Verfassung des Freistaates Bayern i.d.F. der Bekanntmachung vom 15. Dezember 1998: "Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden."

Die Bayerische Verfassung gibt den Schulen somit einen umfassenden Bildungs- und Erziehungsauftrag, von dem sich folgende Werte und Tugenden ableiten lassen, die in den Mittelpunkt der Initiative gestellt wurden: religiöse/ethische Orientierungsfähigkeit, Toleranz, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Fairness, Disziplin, Teamfähigkeit, Kreativität, Zivilcourage, Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft, Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Die Ansprechpartner

Ansprechpartner des Ministeriums:

Dr. Ulrich Seiser

Salvatorstraße 2
80327 München

Telefon: 089 2186 2619
E-Mail: ulrich.seiser@stmbw.bayern.de


Ansprechpartnerin im Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB):

Claudia Reichmann
Schellingstr. 155
80797 München

Telefon: 089 2170 2147
E-Mail: claudia.reichmann@isb.bayern.de

Regionale Ansprechpartner:

Wissenschaftliche Begleitung

Das Anliegen der wissenschaftlichen Begleitung der Initiative „Werte machen stark“

Schulen haben, neben der Vermittlung der notwendigen Fachkenntnisse und Kernkompetenzen die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern auch beim Aufbau eines stabilen Wertesystems zu helfen.
Bisher wurde in wissenschaftlicher Hinsicht zumeist lediglich erhoben, wie gut Schulen fachliche Kompetenzen bei jungen Menschen aufbauen helfen, wie die empirischen Schulleistungsforschung der letzten Jahre zeigt (PISA, TIMMS, IGLU, DESI etc.).
Studien, die über die fachliche Vermittlung des Unterrichtsstoffes hinausgehen, befassen sich meist mit dem subjektiven Empfinden von Schülerinnen und Schülern in der Schule (z.B. Schulklimaforschung), nicht jedoch mit der Übertragung von Werten im Rahmen des schulischen Sozialisationskontextes. Studien, die sich explizit der Vermittlung von sozialen Werten in der Schule zuwenden, bleiben meist auf der deskriptiven Ebene der Beschreibung einzelner Modellvorhaben im Unterricht, lassen aber teilweise einen umfassenden Überblick sowie die Evaluation dieser Programme vermissen.
An Schulen existieren eine Vielzahl von Projekten zur Werteerziehung, die es bekannt zu machen gilt, so dass auch andere Akteure auf diese Erfahrungen zurückgreifen können.
Die wissenschaftliche Begleitung der Werteinitiative will einen Überblick über gegenwärtige schulische Werteprojekte bieten und diese wissenschaftlich evaluieren.

Methode und zeitlicher Ablauf
Im Rahmen einer Vollbefragung wurden alle Schulleitungen von staatlichen und nichtstaatlichen bayerischen Sekundarschulen zur ihren Werteprojekten befragt. Ziel war die Erhebung eines umfassenden Bildes der Wertevermittlung an bayerischen Schulen.
Die erhobenen Dimensionen beziehen sich auf die Bereiche

  • der Projekte zur Sozial- und Werteerziehung an der Schule,
  • das Schulleben und die Schulkultur,
  • die angebotenen Weiterbildungen zum Bereich der Werteerziehung,
  • der Schulstruktur.

Für die wissenschaftliche Erhebung der Auswirkungen unterschiedlicher Projekte zur Werteerziehung werden im Rahmen der Initiative „Werte machen stark“ ausgewählte Schulen vertieft wissenschaftlich begleitet.
Erhoben werden auf Seiten der Schüler …

  • die Wertorientierungen und religiösen Einstellungen,
  • soziale Verhaltensweisen und Engagementverhalten,
  • Freizeitverhalten, Medienkonsum und Verhalten im Freundeskreis,
  • erlebtes Familienklima,
  • erlebtes Schul- und Klassenklima.

Bezüglich der konkreten Projekte werden die Gründe für die Teilnahme, die Erwartungen, subjektiv erlebte Veränderungen in den eigenen Kompetenzen,
Zufriedenheit und Veränderungswünsche an das Projekt erfragt.

Hierzu werden jeweils die beteiligten Schüler, die beteiligten Lehrkräfte, Eltern sowie jeweils vergleichbare Kontrollgruppen an derselben Schule befragt. Die Daten werden mithilfe standardisierter Fragebögen und in qualitativen Interviews erhoben.

Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch den Lehrstuhl für Sozialpädagogik und Gesundheitspädagogik an der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Literaturempfehlungen



 

  • Werner Brendel (2010), Werde zu deiner Persönlichkeit. Das kre-ative Trainigsprogramm in zwölf Stationen zur werteorientierten Persönlichkeitsbildung besonders für junge Lehrer.
  • Ladenthin, Volker/Rekus, Jürgen (Hg.) (2009) , Werteerziehung als Qualitätsdimension von Schule und Unterricht.
  • Eva Matthes (Hg.) (2004.), Werteorientierter Unterricht - eine Herausforderung für die Schulfächer.
  • Mokrosch /Regenbogen (Hg.) (2009), Werte-Erziehung und Schule. Ein Handbuch für Unterrichtende
  • Elisabeth Nowak (2009), Miteinander Schule leben - Demokratie erleben und Werte erlernen - Ein Praxishandbuch für die Grundschule.
  • Gertrud Nunner-Winkler (1998), Wandel in den Moralvorstellungen. In: W. Edelstein & G. Nunner-Winkler (Hg.), Moral im Kontext.
  • Fritz Oser, Acht Strategien der Wert- und Moralerziehung. In: Wolfgang Edelstein, Fritz Oser, Peter Schuster (Hg.) (2001), Moralische Erziehung in der Schule, S. 63 – 87.
  • Susanne Porsche (2003), Kinder wollen Werte. (Leitfaden für Eltern zur ethischen Erziehung)
  • Franz Rackl (2009), Werte altersgerecht vermitteln. Integratives Schulkonzept zur Persönlichkeitsentwicklung und Werteerziehung.
  • Franz Rackl (2009), Schulknigge für die Sekundarstufe I - Ein Lernkonzept zur Persönlichkeitsentwicklung und Werteerziehung.
  • Andreas Schick (2011), Werte bilden. (Werteerziehungsprogramm für Grundschulen)
  • Schweizer/Müller/Adam (Hg.) (2010), Wert und Werte im Bildungsmanagment. Nachhaltigkeit – Ethik – Bildungscontrolling.
  • Jutta Standop (2005), Werte-Erziehung.
  • Barbara Staudigl (2009), Achtung vor dem Kind. Wie Lehrer ethisch handeln können.
  • Klaus Zierer (2010), Schulische Werteerziehung. Kompendium.

Frühere Veranstaltungen

Veranstaltungen im Jahr 2011

► Ausschreibung des i.s.i. - Inneren Schulentwicklung – Sonderpreis Wertorientierung durch die Stiftung Bildungspakt Bayern
► 18.11.2011: Wert(e)volles Oberhaching – Medien und Werte
► Sitzungen des Wertebündnis Bayern
► November 2011: Wertetag der oberfränkirschen Seminare "Erfolgreich durch werteorientierte Persönlichkeitsbildung", Referent: Dr. Werner Brendel
► Beginn des Projektes WERTvoll Miteinander zu Beginn des Schuljahres 2011/12
► Initiativen zur Wertorientierung an Realschulen in Oberfranken und Oberbayern
► Regionale und schulinterne Lehrerfortbildungen in allen Schularten und in allen Regierungsbezirken
► Elterntage und Pädagogische Tage für Lehrerkollegien zum Thema Werteerziehung
► Herbst 2011: Weiterbildung der 140 Wertemultiplikatoren der Grundschulen, Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen an der Alp in Dillingen


Veranstaltungen im Jahr 2010

► 01.03.10: Auftaktveranstaltung zum Wertebündnis Bayern "Gemeinsam stark für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene" in der Allerheiligen-Hofkirche in München mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und rund 60 Bündnispartnern. zum Video...
► 12.06.2010: Tag der offenen Tür in der Staatskanzlei unter dem Motto "Wertebündnis" mit allen 59 Bündnispartnern, die auch für eine Zusammenarbeit mit den Schulen in Frage kommen
► 6.10.2010 - 8.10.2010: Weiterbildung der Wertemultiplikatoren der Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen (ALP Dillingen)
► 12.10.2010: Wertetag der niederbayerischen Seminare "Erfolgreich durch werteorientierte Persönlichkeitsbildung", Referent: Dr. Werner Brendel
► 20.10.2010 - 22.10.2010: Weiterbildung der Wertemultiplikatoren der Grundschulen und Förderschulen (ALP Dillingen)
► 13.11.2010: Regionaler Schulentwicklungstag in Niederbayern zum Thema Werteerziehung

Veranstaltungen im Jahr 2009

► 17.01.2009: Amberger Wertekongress "Hauptschüler stärken - wertorientiert - lernorientiert - berufsorientiert"
► 13.-15.03.2009: "Werte leben, Schulkultur gestalten- Wie nehme ich Einfluss?", Fortbildung des Katholischen Schulwerks in Bayern
► 21.03.2009: "WERT-voller Lebensraum Schule", 2. Regionale Fachtagung Mittelfranken
► 30.04.2009: Aktionstag "Werte–Leben-Lernen" mit Vorabendveranstaltung für Eltern und Lehrkräfte am 29.4. an der Volksschule Am Lehen Bodenmais (Detailinformationen zu dieser Tagung)
► Sommersemester 2009: Vorlesungszyklus der Universität Bayreuth zum Thema "Werte und Werteerziehung"
► 29.09.2009: Wertetag der oberfränkischen Seminare "Erfolgreich durch werteorientierte Persönlichkeitsbildung" an der Universität Bayreuth, Referent: Dr. Werner Brendel
► 24.10.2009: Tag der Werteerziehung - Lebenswert – Werte leben, Grundschule Ottobrunn
► 15.-17.10.2009: 9. Bamberger Schulleitungssymposium

Veranstaltungen im Jahr 2008

► 23. – 27.06.2008: Multiplikatorentagung (ALP Dillingen) für 120 Lehrkräfte aller Schularten, Thema: "Werteorientierung als Erziehungsauftrag der Schule"
► 24. und 25.10.2008: Tagung "Schule und Bürgerengagement" (ALP Dillingen); Tagungsbericht (PDF)

Veranstaltungen im Jahr 2007

► 09.-11.11.2007: Lehrerfortbildung "Werteerziehung in der Schule" (Evangelische Akademie Tutzing)
► 12.12.2007: Berufsbildungskongress in Nürnberg "Werteerziehung von Jugendlichen - Was kann Schule da noch machen?"

Links zum Thema Werteerziehung

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