MINT - Unterricht für die Zukunft

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MINT steht für die Anfangsbuchstaben der Wörter Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik.

Der eklatante Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen ist in aller Munde. Auch im Schulbereich stehen daher die MINT-Fächer in einem besonderen Fokus. Ohne Frage ist der Unterrichtserfolg gerade in diesen Fächern von großer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Nicht nur vor diesem Hintergrund, sondern auch aufgrund der viel diskutierten Ergebnisse bei internationalen Vergleichsstudien wie TIMSS und PISA hat Bayern mehrere Maßnahmen und Projekte auf den Weg gebracht, um die Effektivität des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts weiter zu steigern

Die wichtigsten Informationen zur MINT-Förderung

Das passiert in den Schullaboren

Die Internetadresse www.slb.bayern.de bietet einen Überblick über die bayerischen Schullabore und deren Programme. Auf dieser Seite werden Labore von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Schulen vorgestellt, in denen Schülerinnen und Schüler eigenständig Experimente durchführen können, die oft an der eigenen Schule nicht möglich sind.

Da der finanzielle bzw. methodische Aufwand für viele der heute üblichen naturwissenschaftlichen Techniken sehr hoch ist, können diese Verfahren im Unterricht oft nur theoretisch behandelt werden. Der Besuch in einem Schullabor eröffnet somit den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, moderne Methoden hautnah zu erleben (oft mit hohem Alltagsbezug) und selbständig anwenden zu können. Zugleich erhalten sie einen motivierenden Einblick in das Innenleben von Forschungszentren oder Universitäten. Auch in Hinblick auf eine Berufs- oder Studienorientierung kann damit der Besuch in einem Schullabor für die Schülerinnen und Schüler eine Hilfestellung sein.

Neben einer Suchfunktion nach Orten kann auf der Internetseite fächer- und themenspezifisch gezielt nach Angeboten gesucht werden. Bei allen Programmangeboten (derzeit ca. 60) ist jeweils eine Kurzbeschreibung des Inhalts, die Kontaktadresse des Schullabors und ein Link zum Anbieter angegeben.

Zusätzlich informiert der Web-Auftritt über ein breites Angebot an Führungen, Exkursionen, Vorträgen und Lehrerfortbildungen und bietet mit einem fortlaufend aktualisierten Terminkalender die Möglichkeit, Einzelangebote und Veranstaltungen rund um außerschulische naturwissenschaftliche Lernorte abzurufen.

Kontakt:
markus.kiechle@gisela-gymnasium.muenchen.musin.de
Landeskoordinator für Schullabore

SINUS in Bayern

Mit SINUS Bayern wird das erfolgreiche BLK-Programm SINUS-Transfer für die Sekundarstufe als eigenständiges Programm des Freistaates Bayern fortgesetzt. SINUS Bayern bietet einen Rahmen für die Kooperation von Lehrkräften, die im Mathematikunterricht und in den naturwissenschaftlichen Fächern neue Unterrichtskonzepte erarbeiten und erproben wollen, um ihren Schülern verstärkt erfolgreiches und nachhaltiges Lernen zu ermöglichen.

Im Schuljahr 2007/2008 beteiligten sich in den Fächern Mathematik und Physik 125 Realschulen, 88 Gymnasien und 6 weiterführende berufliche Schulen, in den Fächern Biologie und Chemie nahmen 62 Schulen an dem Programm teil. Diese Schulen sind in Schulgruppen aufgeteilt und werden von erfahrenen und ausgebildeten Moderatoren betreut. Bei den mehrmals pro Jahr stattfindenden Fortbildungsveranstaltungen geben die Moderatoren Anregungen und unterstützen die Teilnehmer bei der Weiterentwicklung ihres Unterrichts.

Schwerpunkte sind schüleraktivierende Unterrichtsformen, entdeckendes Lernen, die nachhaltige Sicherung von Grundwissen, naturwissenschaftliches Arbeiten und die Weiterentwicklung der Aufgabenkultur. Kompetenzen wie Verbalisieren, Argumentieren und Anwenden von Lösungsstrategien werden in das Zentrum der unterrichtlichen Tätigkeit gestellt. Den immer größer werdenden Unterschieden in der Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler wird durch individuelle Förderung (z. B. mit ausgefeilten Lernumgebungen) Rechnung getragen.

Sie interessieren sich für SINUS Bayern? Auf der Webseite www.sinus-bayern.de können Sie sich über geplante Veranstaltungen Ihrer Schulart informieren. Wir laden Sie ein, die SINUS-Arbeit "live" kennen zu lernen. Die positiven Rückmeldungen der beteiligten Lehrkräfte zeigen, dass das Konzept greift und dass SINUS Bayern auf dem richtigen Weg ist.

Kontakt:
toni.wiedemann@isb.bayern.de
Projektleiter SINUS Bayern


SINUS an Grundschulen
Im Bereich der Grundschulen beteiligt sich Bayern derzeit noch am bundesweiten Programm. Seit dem Schuljahr 2004/05 arbeiten Grundschulen aus 14 Bundesländern (darunter 40 Schulen aus dem Freistaat) an einer systematischen Verbesserung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts. Dabei kooperieren Schulen, die in räumlicher Nähe zueinander liegen, bei der Weiterentwicklung ihres Unterrichts. Darüber hinaus finden regelmäßig Tagungen mit Vertretern aller am Programm beteiligten bayerischen Schulen statt, die neue Impulse für die tägliche Arbeit geben sollen.

Die Programmarbeit endet im Sommer 2009. Danach soll auch im Grundschulbereich die Ausweitung von SINUS auf eine größere Zahl von Schulen beginnen.

Nähere Informationen finden Sie unter www.sinus-grundschule.de.

Kontakt:
barbara.kastenmueller@isb.bayern.de
Landeskoordinatorin SINUS-Transfer Grundschule

 

Modellversuch Medienintegration im Mathematikunterricht (m3)

Der Modellversuch M3, bei dem im Mathematikunterricht der Jahrgangsstufe 10 und der Oberstufe Taschencomputer der neuesten Generation mit sog. Computer-Algebra-Systemen (CAS) eingesetzt werden, wird seit dem Schuljahr 2003/2004 an ausgewählten Gymnasien durchgeführt. Der Modellversuch soll den (freiwilligen) Einsatz von CAS an allen bayerischen Gymnasien vorbereiten. Auch ein CAS-Abitur als (frei wählbare) Alternative zum "klassischen" Abitur ist bereits in Planung und wird für das Jahr 2014 angedacht

Der Taschencomputer bereichert als didaktisches Hilfsmittel den Unterricht (auch bei Prüfungen und für die Hausaufgaben), erweitert die Palette möglicher Lösungsstrategien und unterstützt die Schüler beim Lernen und Verstehen von Mathematik.

Von besonderem Interesse sind beim Modellversuch die Erfahrungen der beteiligten Lehrkräfte, der beteiligten Schüler sowie deren Eltern. Die im Modellversuch engagierten Lehrkräfte haben bereits vielfältige Materialien entwickelt, die derzeit von einem Arbeitskreis in einer Handreichung zusammengefasst werden. Die Handreichung wird die Möglichkeiten des Einsatzes von CAS-Rechnern in Jahrgangsstufe 10 aufzeigen und soll Ende des Schuljahres 2010/11 an die Schulen verteilt werden.

Das Projekt wird von der Universität Würzburg wissenschaftlich begleitet, der Lehrstuhl für die Didaktik der Mathematik (Prof. Dr. H.-G. Weigand) führt die Evaluation durch. Im Folgenden sind erste Ergebnisse dieser Evaluation dargestellt.

Kontakt:
ewald.bichler@mathematik.uni-wuerzburg.de

Das Wichtigste in Kürze

  • Keine signifikanten Leistungsunterschiede zwischen Klassen, die CAS nutzen, und Kontrollklassen ohne CAS bei algebraischen Grundfertigkeiten
  • Keine Verstärkung des Schereneffekts (also kein Auseinanderdriften der Leistungsgruppen)
  • Schwächere Schüler haben größeren Leistungszuwachs
  • Erweitertes Spektrum an Lösungsstrategien
  • Positiveres Erleben von Mathematikunterricht
  • CAS ist ein Katalysator für moderne Unterrichtsformen
  • CAS ist ein individuelles Hilfsmittel zum Erlernen von Mathematik

Broschüre "Technik erleben"

Die Handreichung "Technik erleben" wurde im Auftrag des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus erarbeitet und im Dezember 2007 an alle Gymnasien in Bayern versandt. Sie enthält vielfältige Hintergrundinformationen und Materialen, die Lehrkräfte bei der Vermittlung technischer Inhalte unterstützen sollen.

Der Anstoß zur Publikation "Technik erleben" kam vom Initiativkreis Informationstechnik (IKIT), dem hochrangige Vertreter von Staatsministerien, Hochschulen und bedeutenden Wirtschaftsunternehmen angehören. Grundgedanke war: Material, das in den Unternehmen bereits erarbeitet wurde und zur Verfügung steht, sollte für die Schule aufbereitet und damit für den Unterricht nutzbar gemacht werden. Ein Arbeitskreis, bestehend aus Lehrkräften und Vertretern der Wirtschaft, stellte sich dieser Aufgabe. Wie sich bald herausstellte, war das Sichten, Ordnen und Kommentieren des sehr umfangreichen Materials, das Ausarbeiten dazu passender Unterrichtseinheiten sowie das Einholen der Film- und Tonrechte mit weit mehr Aufwand an Zeit und Arbeit verbunden, als ursprünglich veranschlagt wurde.

Die erste Druckauflage der Handreichung ist vergriffen. Ein Nachdruck der Handreichung "Technik erleben" kann nun - ausschließlich zum Gebrauch an Schulen - zum Selbstkostenpreis von 10,00 € (zzgl. 4,30 € Versand- und Bearbeitungsgebühr) von Lehrkräften unter der Adresse rc@auer-medien.de bestellt werden. Die Bestellungen werden gesammelt und ein Versand der Handreichungen mit DVD-Box erfolgt jeweils zum Ende des Monats.

MINT-Excellence-Center-Schulen

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 267 zertifizierten Schulen steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Derzeit sind 45 bayerische Schulen Teil des nationalen Excellence-Netzwerks MINT-EC:

  • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium 97424 Schweinfurt
  • Armin-Knab-Gymnasium* 97318 Kitzingen
  • Benedikt-Stattler-Gymnasium* 93444 Bad Kötzing
  • Deutschhaus-Gymnasium 97082 Würzburg
  • Dientzenhofer-Gymnasium 96052 Bamberg
  • Dürer-Gymnasium 90429 Nürnberg
  • Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasium 97806 Lohr am Main
  • Friedrich-Dessauer-Gymnasium 63741 Aschaffenburg
  • Friedrich-Koenig-Gymnasium 97082 Würzburg
  • Goethe-Gymnasium 93049 Regensburg
  • Graf-Münster-Gymnasium* 95444 Bayreuth
  • Gymnasium Berchtesgaden* 83471 Berchtesgaden
  • Gymnasium Kirchheim* 85551 Kirchheim
  • Gymnasium Kirchseeon 85614 Kirchseeon
  • Gymnasium Olching 82140 Olching
  • Gymnasium Ottobrunn 85521 Ottobrunn
  • Hanns-Seidel-Gymnasium 63768 Hösbach
  • Hermann-Staudinger-Gymnasium* 63906 Erlenbach am Main
  • Humboldt-Gymnasium Vaterstetten* 85598 Baldham
  • Ignaz-Taschner-Gymnasium 85221 Dachau
  • Jakob-Fugger-Gymnasium* 86152 Augsburg
  • Johann-Michael-Fischer-Gymnasium* 93133 Burglengenfeld
  • Johann-Michael-Sailer-Gymnasium 89407 Dillingen
  • Johann-Schöner-Gymnasium 97753 Karlstadt
  • Josef-Hofmiller-Gymnasium 85354 Freising
  • Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium 93413 Cham
  • Justus-von-Liebig-Gymnasium* 86356 Neusäß
  • Karl-Ernst-Gymnasium 63916 Amorbach
  • Lise-Meitner-Gymnasium 82008 Unterhaching
  • Luisenburg-Gymnasium* 95632 Wunsiedel
  • Maria-Theresia-Gymnasium 81541 München
  • Martin-Behaim-Gymnasium 90478 Nürnberg
  • Max-Born-Gymnasium 82110 Germering
  • Ortenburg-Gymnasium 92526 Oberviechtach
  • Otto-Hahn-Gymnasium 95615 Marktredwitz
  • Otto-von-Taube-Gymnasium 82131 Gauting
  • Paul-Pfinzig-Gymnasium* 91217 Hersbruck
  • Rupprecht-Gymnasium 80636 München
  • Schiller-Gymnasium* 95028 Hof
  • St.-Michaels-Gymnasium* 94526 Metten
  • St.-Gotthard-Gymnasium* 94557 Niederalteich
  • Werner-von-Siemens-Gymnasium 93059 Regensburg
  • Wilhelm-Löhe-Schule* 90429 Nürnberg
  • Willibald-Gluck-Gymnasium 92318 Neumarkt
  • Willstätter Gymnasium 90403 Nürnberg

* Anwärterschulen

Erlanger SchülerForschungsZentrum für Bayern

Im "Erlanger SchülerForschungsZentrum (ESFZ) für Bayern" können besonders begabte Schüler eigenständig Forschungsprojekte mit selbst gewählten Themen aus der Mathematik, der Physik oder der Technik durchführen.

Dieses Angebot der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg entstand in Kooperation mit dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus und ist in dieser Form einzigartig. Den Schülern steht im ESFZ die Ausstattung des Projektpraktikums der Universität und der fachliche Rat von Lehrkräften und Professoren zur Verfügung.

Die Fachreferate der MINT-Fächer am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB)

Projekt Fibonacci Bayern

 

Was ist Fibonacci Bayern?


Das Fibonacci-Projekt ist ein Projekt der Europäischen Union zur Verbreitung forschend-entdeckender Unterrichtsmethoden in Mathematik und den Naturwissenschaften. Das Projekt basiert in vielen Punkten auf den erfolgreichen SINUS-Programmen. Bereits im Ausschreibungstext legte die EU explizit acht der elf SINUS-Module als verpflichtende Elemente der einzureichenden Projekte fest.
Die bayerischen Gymnasien und Realschulen waren bereits von Anfang an maßgeblich in die SINUS-Programme involviert und beteiligen sich, koordiniert durch das ISB in Kooperation mit der Universität Bayreuth, ab dem Schuljahr 2011/2012 im Rahmen von Fibonacci Bayern aktiv an diesem EU-Projekt.

 


Welche Themen beinhaltet Fibonacci Bayern?


Fibonacci Bayern beruht auf neun grundsätzlichen Aspekten:

- Kompetenzorientierte Aufgabenkultur
- Entdeckendes und eigenverantwortliches Lernen
- Kumulatives Lernen
- Naturwissenschaftliches Arbeiten
- Individuelle Förderung und Differenzierung

Diese Schwerpunkte waren bereits bei SINUS Bayern enthalten. Im Vergleich zu SINUS Bayern rücken bei Fibonacci Bayern folgende Aspekte noch stärker in den Fokus:

- Förderung des forschend-entdeckenden und individuellen Lernens
- Schüleraktivierender Unterricht in der Sekundarstufe II
- Nutzung digitaler Medien und Kommunikationsmöglichkeiten zur Schüleraktivierung
- Stärkung des eigenverantwortlichen Arbeitens.

 


Wie läuft Fibonnaci Bayern ab?


Wie schon bei SINUS Bayern wird die Weiterentwicklung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts nicht „von oben diktiert“, sondern durch die Zusammenarbeit von mehreren Schulen vor Ort realisiert. Gruppen aus Lehrkräften mehrerer, möglichst benachbarter Schulen treffen sich zu zwei bis vier Fortbildungsveranstaltungen pro Schuljahr. Bei diesen Veranstaltungen wird ein zeitgemäßer Prozess der individuellen Unterrichtsentwicklung initiiert und begleitet. SINUS-erfahrene Moderatorinnen und Moderatoren geben didaktische und methodische Anregungen und es wird gemeinsam an der schüleraktiven Umsetzung konkreter Lehrplanthemen gearbeitet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickeln ihre Sicht auf die Kriterien guten Unterrichts weiter und bauen ihr Unterrichtsrepertoire aus.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind 356 Schulen (ca. 450 Fachschaften, über 2000 Lehrkräfte) zur Teilnahme an Fibonacci Bayern angemeldet.
Die angemeldeten Schulen wurden inzwischen in Gruppen eingeteilt, die ersten Veranstaltungen haben bereits stattgefunden..

 


Weitere Informationen zu Fibonacci Bayern


Sie möchten sich genauer über das Fibonacci-Projekt der europäischen Union informieren? Besuchen Sie die zentrale Website: http://www.fibonacci-project.eu/

Für weitere Informationen zu Fibonacci Bayern sei auf die Website
http://www.fibonacci-bayern.de verwiesen.

Ihr Ansprechpartner für Fibonacci Bayern am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung ist Herr OStR Bernhard Sauermann: bernhard.sauermann@isb.bayern.de
 

Modellversuch HoriZONTec der Stiftung Bildungspakt Bayern

HoriZONTec
Mit Zukunftsthemen den naturwissenschaftlichen Unterricht am Gymnasium gestalten durch Förderung der fächerübergreifenden Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften und Entwicklung neuer Organisationsformen

Projektdauer: 2012 - 2015

Zielsetzung
Kern des Projekts ist die Entwicklung von Unterrichtsmodulen für die gymnasiale Mittelstufe anhand von zukunftsrelevanten, lebensnahen Themen vornehmlich aus dem naturwissenschaftlich-technologischen Bereich. Hierzu gehören z. B. Fragen der Mobilität, Energieversorgung und Urbanisierung. Diese zukunftsnahe Herangehensweise birgt ein hohes Motivationspotenzial für die Schüler, sich mit naturwissenschaftlichen Inhalten zu beschäftigen.

Durch den fächerübergreifenden Fokus und die handlungsorientierte Vorgehensweise wird die Problemlöse- und Selbstkompetenz der Schülerinnen und Schüler verbessert. Verantwortungsvolles Handeln und positive Einstellungen der Jugendlichen zu Risiken, Herausforderungen und Chancen der Zukunft werden angebahnt mithilfe der neuartigen, zukunftsorientierten Fragestellung als Leitprinzip für den Unterricht.

Arbeitsschwerpunkte
Im Projekt HoriZONTec werden drei Arbeitsschwerpunkte gesetzt.

1. Aufbereitung von Zukunftsthemen:
Ausgangspunkt für die Aufbereitung der zukunftsorientierten Unterrichtsinhalte sind mögliche Konsequenzen aktueller Entwicklungen, Entscheidungen und Handlungsweisen in der Zukunft. Dabei liegt der inhaltliche Schwerpunkt im naturwissenschaftlich-technologischen Bereich mit Bezug zur Lebenswelt der Schüler und hoher gesellschaftlicher Relevanz. Die zukunftsrelevanten Themen sollen in den fortlaufenden Unterricht der beteiligten Fächer eingebunden werden. Folgende Zukunftsthemen wurden von den teilnehmenden Gymnasien ausgewählt:

- Asam-Gymnasium München („Die Stadt – Lebensraum der Zukunft")
- Gymnasium Kirchheim b. München („Energetische 8samkeit")
- Ludwig-Thoma-Gymnasium Prien („Mission to Mars")
- Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz („Nach uns die Sintflut?")
- Rupprecht-Gymnasium München („SINNsorik – Wahrnehmen durch Sensoren")
- Willstätter-Gymnasium Nürnberg („NutriVISION – Zukunft der Lebensmittel")

2. Verstärkung der Handlungsorientierung im Unterricht:
Die Lehrkräfte setzen verstärkt auf schülerzentrierten und produktorientierten Unterricht, der in hohem Maße selbsttätiges Lernen ermöglicht und auf das P- und W-Seminar vorbereitet. Ziel ist die Stärkung von Teamgeist und Förderung der Persönlichkeitsentwicklung.

3. Entwicklung neuer Organisationsformen:
Zur Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften werden verschiedene flexibel einsetzbare Organisationsformen erprobt, wie beispielsweise die Öffnung des Unterrichts für klassenübergreifende Maßnahmen oder Teamteaching.

Nutzen
Die an den Modellschulen erprobten Konzepte der fächerübergreifenden Zusammenarbeit sollen in Best-Practice-Modulen bei Lehrerfortbildungen eingesetzt werden.

Zudem sollen die erfolgreich erprobten Unterrichtsbausteine im Anschluss an den Modellversuch für die Lehrplanarbeit in den naturwissenschaftlichen Fächern fruchtbar gemacht werden − mit dem Ziel, den Schülern die Attraktivität und die zukunftsorientierten Anwendungsmöglichkeiten der Naturwissenschaften erfahrbar zu machen.

Damit leistet HoriZONTec einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des bayerischen Gymnasiums sowie zur MINT-Förderung.

Weitere Informationen
Sie möchten mehr über den Modellversuch HoriZONTec erfahren? Besuchen Sie die Website der Stiftung Bildungspakt Bayern http://www.bildungspakt-bayern.de/projekte/horizontec/.

Ansprechpartnerin für HoriZONTec ist der Projektleiter Herr OStR Thomas Heidl(thomas.heidl@stmbw.bayern.de).
 

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