Vertretungskräfte verschiedene Schularten

1. Allgemeine Informationen

Wenn Sie gerne in den Vertretungspool einer Schule aufgenommen werden möchten, finden Sie hier Informationen, Formulare und Hilfestellungen für den Einstieg:

An wen kann ich mich wenden?

Im Regelfall haben Sie bereits eine Schule im Blick, an der Sie als Vertretungskraft tätig werden wollen. Wenden Sie sich an die Schulleitung dieser Schule. Im Bereich der Grund- und Mittelschulen (Volksschulen) empfehlen wir, sich eher an das für Ihre Wunschschule zuständige Staatliche Schulamt zu wenden (für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt gibt es ein Staatliches Schulamt).

Kontaktdaten von Schulen finden Sie über unsere Schuldatenbank.
Sie können sich außerdem zusätzlich als interessierte Vertretungskraft in unserem Bewerberportal registrieren.
Angebote von Schulen für befristete Stellen finden Sie in den separaten Seiten für Gymnasien, für Realschulen bzw. für berufliche Schulen und Fach- und Berufsoberschulen.

Welche Qualifikation muss ich mitbringen?

Über das Vorliegen der Eignung und der für den Einsatz im Unterricht notwendigen Fachkompetenz entscheiden jeweils die Schulleiterinnen und Schulleiter. Im Bereich der Volksschulen arbeiten die Schulen mit den Schulämtern zusammen.

Als Vertretungskräfte kommen neben Personen mit Befähigung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen (spezielle Hinweise finden Sie hier) insbesondere auch Hochschulabsolventen mit einer für den jeweiligen Fachunterricht einschlägigen Staatsprüfung oder einem einschlägigen Diplom- oder Magisterhauptfachabschluss in Betracht. Aber auch Lehramtsstudenten im höheren Fachsemester können eingesetzt werden. Im Bereich der beruflichen Schulen kommen auch Meister und Techniker einschlägiger Fachrichtungen oder vergleichbar ausgebildete Personen in Betracht, um den fachpraktischen Unterricht abzudecken.

Darüber hinaus müssen Sie natürlich neben der fachlichen Qualifikation auch persönliche Zuverlässigkeit und Integrität mitbringen.

Habe ich einen Anspruch in den Vertretungspool aufgenommen zu werden?

Ein Anspruch auf Aufnahme in den Vertretungspool oder gar auf einen konkreten Einsatz im Vertretungsfall besteht nicht. Die Schulleitung entscheidet, ob Sie nach Eignung, Befähigung und fachlichen Leistungen als Vertretungskraft geeignet sind.
Die Schulleitung bzw. das Staatliche Schulamt sucht die am besten geeigneten Bewerber aus. Dabei gilt grundsätzlich ein Vorrang für Laufbahnbewerber/ innen (Personen mit Lehramtsbefähigung). Schwerbehinderte Bewerber und Bewerberinnen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt.

Wie werde ich in den Vertretungspool aufgenommen?

Gelangt der Schulleiter zu dem Ergebnis, dass Sie für den Vertretungspool geeignet sind, schließt er mit Ihnen eine Rahmenvereinbarung ab. Ein konkreter Arbeitsvertrag ist damit aber noch nicht geschlossen.

Im konkreten Vertretungsfall wird mit Ihnen ein befristeter Vertrag auf der Grundlage des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) geschlossen. Um hier eine Eingruppierung und damit Ihre korrekte Vergütung sicherzustellen, sind detaillierte Angaben erforderlich.

Um die Entgeltzahlung durch das zuständige Landesamt für Finanzen zu ermöglichen, sind auch einige Unterlagen mit Blick auf die Entgeltzahlung vorzulegen.

Im Folgenden finden Sie die notwendigen Formulare sowie Hinweise auf die im Übrigen vorzulegenden Unterlagen. Wenn Sie mit dem Schulleiter Ihrer Wunschschule ein Gespräch wegen Ihrer Aufnahme in den Vertretungspool führen, empfiehlt es sich, die notwendigen Unterlagen und die Formulare bereits ausgefüllt mitzubringen. Bei Fragen wird Sie die Schulleitung gerne unterstützen.

Bei der Einstellung als Vertretungskraft wird zwischen einer erstmaligen und einer weiteren bzw. erneuten Beschäftigung unterschieden.

Was muss ich wissen, wenn ich zum ersten Mal als Vertretungskraft beschäftigt werde?

Sie haben unten die PDF-Formulare an den dafür vorgesehenen Stellen auszufüllen und zu unterzeichnen. Ebenso die Formblätter.
Es ist von Ihnen und der Schulleitung zu unterzeichnen: Formblatt über Belehrungen und Erklärungen der Vertretungskraft
Darin sind enthalten:

  • Fragebogen zur Prüfung und Belehrung über die Pflicht zur Verfassungstreue im öffentlichen Dienst
  • Fragebogen zur Prüfung der Beziehungen zur Scientology-Organisation
  • Niederschrift über die Verpflichtung nach dem Verpflichtungsgesetz und über die Vereidigung aufgrund des Art. 187 der Bayerischen Verfassung
  • Erklärung zur Belehrung über die gesundheitlichen Anforderungen an Vertretungskräfte
  • Erklärung zur Kenntnisnahme vom Verbot der Annahme von Belohnungen oder Geschenken
  • Erklärung zum Hinweis auf die tarifliche Ausschlussfrist
  • Bestätigung über die Aushändigung von Auszügen aus dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) und dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG)
  • Hinweis für Lehrkräfte, die an staatlichen Schulen im Rahmen eines befristen Arbeitsvertrages bzw. nebenamtlich eingesetzt sind
  • Befristungsvereinbarung (diese ist zwingend vor dem Dienstantritt abzuschließen)

Sie haben außerdem folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Eine von der Schulleitung beglaubigte Kopie eines amtlichen Dokuments zum Nachweis persönlicher Daten (z.B. Personalausweis oder Auszug aus dem Familienbuch)
  • Zeugnis über die abgeschlossene fachliche Ausbildung (eine von der Schulleitung beglaubigte Kopie)
  • Nachweise (z. B. Arbeitszeugnisse) über frühere Beschäftigungen bei anderen Arbeitgebern und ggf. Nachweise über Zeiten selbstständiger Tätigkeiten (eine von der Schulleitung beglaubigte Kopie)
  • Sozialversicherungsausweis (eine von der Schulleitung beglaubigte Kopie)
  • Nachweis über Schwerbehinderung (soweit zutreffend)
  • Amtliches erweitertes Führungszeugnis gem. § 30 a BZRG (Beantragung beim Einwohnermeldeamt am Wohnsitz der Vertretungskraft). Dem Antrag auf Erstellung des erweiterten Führungszeugnisses ist eine Bestätigung beizufügen, für welche Tätigkeit das Führungszeugnis benötigt wird. Diese Bestätigung erteilt die Schulleitung.
  • Aufenthaltserlaubnis (bei ausländischen Vertretungskräften ohne EU-Staatsangehörigkeit)
  • Gegebenenfalls Nachweis über die Befreiung von der gesetzlichen Kranken-/ Rentenversicherungspflicht bzw. Mitgliedsbescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse
  • Gegebenenfalls Gehaltsmitteilung eines weiteren Arbeitgebers
  • Gegebenenfalls einen geeigneten Nachweis zur Elterneigenschaft

Die Schulleitung übermittelt die Unterlagen an die zuständige Regierung.

Wie geht es weiter, wenn ich schon Vertretungskraft war?

Im Falle einer Weiterbeschäftigung (ohne Unterbrechung) oder einer erneuten Beschäftigung als Vertretungskraft reduzieren sich die von Ihnen vorzulegenden Unterlagen auf folgende:

  • Erklärung der Lehrkraft
  • Befristungsvereinbarung
  • Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis
  • Gegebenenfalls Antrag auf Steuerbefreiung (falls zutreffend)
  • ggf. erstmalige Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses bei erneuter Beschäftigung (vgl. unten)

Eine Weiterbeschäftigung (ohne Unterbrechung) liegt auch vor, wenn Ruhestandsbeamte in unmittelbarem Anschluss an das aktive Beamtenverhältnis auf der Grundlage eines Arbeitsverhältnisses nach dem TV-L beschäftigt werden.

Eine erneute Beschäftigung ist gegeben, wenn eine Vertretungskraft bzw. ein Ruhestandsbeamter innerhalb einer Frist von einem Jahr seit dem letzten Arbeitsverhältnis erneut bzw. nach dem Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis erstmals in einem Arbeitsverhältnis beschäftigt wird.
Hat die Vertretungskraft oder der Ruhestandsbeamte bislang noch kein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt, so ist ein solches vor der erneuten Beschäftigung beizubringen. Sobald aber bereits einmal ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt wurde, gilt wieder der bislang praktizierte Grundsatz, dass im Fall einer erneuten Beschäftigung im o.g. Sinn kein neues Führungszeugnis vorzulegen ist.

Welche Rechte und Pflichten habe ich als Vertretungskraft?

Sie werden vom Schulleiter oder durch Lehrkräfte, die von diesen damit beauftragt wurden, in Ihrer Tätigkeit an der Schule unterstützt und beraten. Sie unterliegen bei Ihrer Vertretungstätigkeit den Weisungen der Schulleiterin bzw. des Schulleiters.

Als Vertretungskraft sind Sie Lehrkraft und tragen als solche die unmittelbare Verantwortung für den von Ihnen erteilten Unterricht und die Erziehung der Schülerinnen und Schüler. Auf die einschlägigen Bestimmungen des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG), der Dienstordnung für die Lehrkräfte an staatlichen Schulen in Bayern (LDO) und der Schulordnungen wird hingewiesen.

Sie dürfen grundsätzlich auch Nachweise des Leistungsstands gem. Art. 52 BayEUG erheben und bewerten und Erziehungsmaßnahmen ergreifen sowie Ordnungsmaßnahmen bis hin zum schriftlichen Verweis (Art. 86 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 BayEUG) treffen.

Die folgende Kurzbroschüre kann Ihnen als Einstiegshilfe dienen:

2. Bewerberformular Vertretungskräfte (Anmeldung)

Nach Eingabe eines selbst gewählten Benutzernamens und Kennworts gelangen Sie weiter zum Bewerberformular.

Nur bei erstmaliger Registrierung nötig.

Datenschutzerklärung

Die Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung erfolgt ausschließlich zu dem Zweck, geeignete Vertretungskräfte an Realschulen, Gymnasien und berufliche Schulen in Bayern zu vermitteln.
Alle Daten werden mit einer https-Verbindung verschlüsselt übertragen und auf dem Server des Rechenzentrums Süd gespeichert.
Ihr Stellengesuch kann nur von den Schulleitern der staatlichen Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen in Bayern sowie von den Serveradministratoren des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus abgerufen werden. Der Zugriff auf Ihre Daten ist durch ein Kennwort geschützt.
Die Einstellung eines Stellengesuchs in das Bewerberportal Vertretungskräfte ist freiwillig. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten erfolgt nur mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung, die Sie durch Abhaken der Schaltfläche erteilen. Ohne Ihre Einwilligung ist eine Nutzung des Bewerberportals nicht möglich.
Sie können Ihre Daten bis zum Ablauf des Inserats jederzeit einsehen, ändern, löschen oder das Inserat verlängern. Verlängern Sie Ihr Stellengesuch nicht, werden Ihre Daten nach Ablauf von drei Monaten nach der jeweiligen Eintragung automatisch gelöscht.

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