Die Schülermitverantwortung

In der Schülermitverantwortung (SMV) arbeiten Schüler an der Gestaltung ihrer Schule und des Schulwesens mit. Sie vertreten dabei in erster Linie die Interessen ihrer Mitschüler und werden auch von den Schülern - meistens über die Klassensprecherversammlung - gewählt.

Seit dem 18. Januar 2008 besteht in Bayern erstmals eine demokratisch gewählte Vertretung aller rund 1,9 Millionen Schülerinnen und Schüler, der Landesschülerrat. Das sechsköpfige Gremium wird von den 40 Bezirksschülersprechern gewählt. Dieses bringt die Interessen und Anliegen der Schüler von Förder-, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Berufsschulen sowie Berufs- und Fachoberschulen zur Sprache. Es kann dem Kultusministerium gegenüber Vorschläge und Anregungen formulieren.

Der Landesschülerrat hat bei wichtigen allgemeinen Anliegen des Schulwesens ein Informations- und Anhörungsrecht, etwa bei Änderungen des Bayerischen Gesetzes zum Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) oder der Schulordnungen.
Zum Schuljahr 2008/09 wurde er durch eine BayEUG-Änderung auch gesetzlich verankert (siehe Art. 62 und 62a BayEUG).

Die schulart- und bezirksübergreifende Aussprache sowie die Wahl der sechs Landesschülersprecher/innen und ihrer Stellvertreter/innen fanden bei der Landesschülerkonferenz im Schuljahr 2011/12 am 01. und 02. Dezember 2011 in München (Staatsministerium für Unterricht und Kultus) statt.

Der aktuelle Schülerrat

Sechs neue Landesschülersprecher und ihre Vertreter haben die 40 Bezirksschülersprecher aller bayerischen Schularten in der Landesschülerkonferenz im Dezember 2011 gewählt. Sie legten bei ihrem zweitägigen Treffen in München zugleich die Schwerpunkte für ihre Arbeit fest. Ein inhaltliches Ziel ihrer Arbeit soll die Förderung der Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems sein. Auf die Fahnen geschrieben haben sich die Schülerinnen und Schüler dabei, das Ansehen aller Bildungswege zu stärken.

Während ihrer einjährigen Amtszeit möchten die engagierten Bezirksschülersprecher den Landesschülerrat und seine Aufgaben bei der Schülerschaft noch mehr bekannt machen. Der Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit ist ihnen dabei besonders wichtig. Außerdem soll die Institution Landesschülerrat als Gremium im kommenden Jahr weiter gefestigt werden.
 

Förderschulen

  • 1. Landesschülersprecherin Lisa Umathum, Schwaben - Prälat-Schilcher-Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung Augsburg
  • 2. Landesschülersprecher Fabian Raab, Niederbayern - Albertus-Schule, Sonderpädagogisches Förderzentrum Bogen

Haupt-/Mittelschulen

  • 1. Landesschülersprecher: Philippe Seufert, Unterfranken - Mittelschule Würzburg-Heuchelhof
  • 2. Landesschülersprecher: Simon Till, Oberbayern - Mittelschule Burgkirchen an der Alz

Realschule

  • 1. Landesschülersprecher: Ayaka Madut, Oberbayern-West - Städtische Werner-von-Siemens-Realschule München
  • 2 Landesschülersprecherin Anastasja Skuropat, Mittelfranken - Städtische Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg

Gymnasien

  • 1. Landesschülersprecher: Stephan Fritsch, Oberfranken - Hochfranken-Gymnasium Naila
  • 2. Landesschülersprecher: Justin Thompson, Mittelfranken - Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasium Bad Windsheim

FOS / BOS

  • 1. Landesschülersprecher: Axel Schweer-Baumeister, Bayern-Ost - Staatliche Berufsoberschule Ingolstadt
  • 2. Landesschülersprecherin: Dilek Orhankasi, Bayern-Süd - Staatliche Berufsoberschule für Wirtschaft München

Berufliche Schulen (ohne FOS/BOS)

  • 1. Landesschülersprecherin: Anna-Lena Böhm, Oberbayern - Berufsfachschule für Krankenpflege München
  • 2. Landesschülersprecher: Fabian Geyer, Schwaben - Staatliche Berufsfachschule für Kinderpflege Kempten

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