Medien begreifen, Medien nutzen

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Staatsminister Dr. Spaenle: „Bildungsportal mebis wird auf alle bayerischen Schulen ausgeweitet – Entscheidender Schritt nach vorn beim digitalen Lehren und Lernen“

Das Bayerische Kabinett hat in seiner Sitzung am 28. Januar 2014 auf Vorschlag von Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle beschlossen, die pädagogischen Angebote des digitalen Bildungsportals „mebis – Landesmedienzentrum Bayern“ allen interessierten öffentlichen und privaten Schulen in Bayern zur Verfügung zu stellen. Staatsminister Dr. Spaenle betonte: „Mit mebis machen wir einen entscheidenden Schritt nach vorne beim digitalen Lehren und Lernen an allen bayerischen Schulen. Bayerische Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler finden nun an einem Ort gebündelt die Unterstützung, die sie für einen Unterricht mit modernen Medien brauchen.“

Flyer

mebis umfasst eine Mediathek mit bereits jetzt über 10.000 digitalen Bildungsmedien, ein Prüfungsarchiv mit über 1.200 zentralen Abschlussprüfungen, eine Lernplattform mit digitalen Klassenzimmern, in denen Schülerinnen und Schüler zum Beispiel gemeinsam an Projekten arbeiten oder nach ihrem eigenen Tempo und Lernfortschritt üben können, und umfangreiche Informations-, Fortbildungs- und Beratungsangebote rund um die Medienbildung an Schulen. „Digitale Medien gehören heute zur Lebenswirklichkeit junger Menschen, Medienkompetenz ist zu einer Schlüsselqualifikation geworden. Daher wollen wir unsere Schülerinnen und Schüler fit machen für den Umgang mit Medien und sie bei ihrer Entwicklung zu kompetenten und verantwortungsbewussten Nutzern unterstützen“, so Staatsminister Dr. Spaenle.

Zunächst wird der Nutzerkreis erweitert auf alle Schulen, die bislang mit BayernMoodle, BRN-Moodle oder im Grund- und Mittelschulnetz Oberpfalz gearbeitet haben. Mit Beginn des Schuljahrs 2014/2015 werden die Angebote allen weiteren interessierten Schulen in Bayern zur Verfügung stehen, wobei die staatlichen Schulen mebis unentgeltlich nutzen können.

Interessierte Schulen können sich über die Schulleitung unter Angabe der Schulart, des Schulnamens, der Schulnummer, des Status (staatlich / kommunal / privat) und einer E-Mail-Adresse für eine Nutzung von mebis unter folgender Adresse vormerken lassen: mebis@alp.dillingen.de

Die wichtigsten Fragen zur Medienbildung

Wie ist das Thema "Medienbildung" in den Lehrplänen verankert? Vorlesen lassen

Medienbildung ist als fächerübergreifendes Bildungsziel in den Lehrplänen aller Schularten verankert. Es steht damit neben so bedeutenden Bildungsleitlinien wie Gesundheits-, Werte- und Umwelterziehung. Ziel der Medienbildung ist es, die jungen Menschen an einen verantwortungsvollen, sinnvollen und reflektierten Umgang mit Medien heranzuführen.

Wo bekomme ich Informationen zu den Grundlagen der Medienbildung an bayerischen Schulen? Vorlesen lassen

In unserer Bekanntmachung "Medienbildung. Medienerziehung und informationstechnische Bildung in der Schule" vom 24. Oktober 2012 finden Sie Informationen zu den wichtigsten Grundlagen in diesem Bereich. Weiterführende Informationen zur schulischen Medienbildung stehen Ihnen auf unserem Dachportal "mebis - Landesmedienzentrum Bayern" zur Verfügung.

Wo kann ich mir Beratung zu Fragen der Medienerziehung und -pädagogik holen? Vorlesen lassen

Seit 2002 existiert das Netzwerk der derzeit über 120 Medienpädagogisch-informationstechnische Beratungslehrkräfte (MiBs) in allen Schularten in ganz Bayern. Sie werden von der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen koordiniert, sind als Multiplikatoren tätig und unterstützen die Schulgemeinschaft durch Lehrerfortbildungen, schulische Informationsabende für Eltern und Schulprojekte. Sie sind sowohl am Projekt „Medienführerschein Bayern“ beteiligt als auch wichtige Experten beim Projekt „Referenzschulen für Medienbildung“.

Im Rahmen des Jahresprojektes „Chancen und Gefahren im Web 2.0“ wurden vom Netzwerk erfolgreich hunderte von Veranstaltungen zu Themen wie Cybermobbing, Selbstdatenschutz und Computersucht durchgeführt, von denen die meisten in die Nachhaltigkeit überführt werden konnten.

Wie ist die Medienbildung in der Lehreraus- und -fortbildung verankert? Vorlesen lassen

Medienerziehung und -pädagogik sind ein wichtiger Bereich in der Lehreraus- und -fortbildung.

In der Lehrerausbildung sind sie sowohl als Bestandteil in die Lehramtsprüfungsordnung der ersten Phase (LPO I) als auch als Prüfungsbestandteil in die zweite Phase der Lehrerausbildung aufgenommen. Zur Verstärkung des Praxisbezugs im Bereich „Medienbildung“ wurde vom Staatsministerium jeweils eine Lehrkraft an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, an die Ludwigs-Maximilians-Universität München und an die Universität Regensburg in Vollzeit abgeordnet.

Nach aktuellen Erhebungen beschäftigen sich in der Lehrerfortbildung über 15 Prozent der zentralen Fortbildungen mit Medienerziehung und -bildung, bei den regionalen Veranstaltungen ist der Prozentsatz ähnlich hoch. Seit einigen Jahren findet zudem kontinuierlich eine Ausweitung der zentralen (virtuellen) Lehrerfortbildung im Hinblick auf die Erfordernisse des Unterrichtens - etwa mit Lernplattformen - statt. Zur verstärkten Nutzung von E-Learning und Blended-Learning nahm das eLearning-Kompetenzzentrum an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen am 1. September 2009 seine Arbeit auf. Seither wurden von dieser Institution bereits erfolgreich hunderte von eSessions, moderierte Online-Seminare, Blended-Learning-Lehrgänge und online unterstützte schulinterne Lehrerfortbildungen durchgeführt. Zur Koordinierung der hochwertigen Lehrerfortbildungen im Bereich „kreative Medienarbeit“ hat das Staatsministerium zudem eine Lehrkraft an den Bayerischen Rundfunk teilabgeordnet.

Wo finden Lehrkräfte geeignetes Unterrichtsmaterial zu Themen der Medienerziehung, etwa Datenschutz in sozialen Netzwerken oder Cyber-Mobbing? Vorlesen lassen

Unterrichtsmaterialien zu medienerzieherischen Themen werden Lehrkräften durch den "Medienführerschein Bayern" und die EU-Initiative klicksafe.de zur Verfügung gestellt.

Am "Medienführerschein Bayern", der unter der Federführung der Staatskanzlei durchgeführt wird, ist das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst maßgeblich beteiligt. Es zeichnet verantwortlich für die Auswahl der Pilotschulen und die Koordination der beteiligten Medienpädagogisch-informationstechnischen Beratungslehrkräfte (MiBs). Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) überprüft die erstellten Module auf ihre Lehrplanpassung.

Zielgruppen des Medienführerscheins Bayern sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Derzeit stehen Materialien für die 3. und 4., die 6. und 7. sowie für die 8. und 9. Jahrgangsstufe zur Verfügung. Die Unterrichtsmaterialien können ohne externe Schulung oder Unterstützung eingesetzt werden, die Teilnahme an der Initiative erfolgt auf freiwilliger Basis.

Was sind "Open Educational Resources (OER)" und wie können sie für den Bildungsbereich nutzbar gemacht werden? Vorlesen lassen

Wesentliches Kennzeichen von „Open Educational Resources (OER)“ ist, dass der Produzent durch eine bestimmte Art der Lizenzierung seines Werks dem Nutzer gestattet, dieses zu bearbeiten und – in der Regel unter Auflagen wie der Autoren- und Herkunftsangabe – weiterzuverbreiten. OER können grundsätzlich in allen Formaten vorliegen, also auch als Druckwerke. Ihre Vorteile kommen aber hauptsächlich in digitaler Form zum Tragen.

Um der Frage nachzugehen, inwieweit OER für den Bildungsbereich nutzbar gemacht werden können, wurde von der KMK eine Arbeitsgruppe der Länder und des Bundes eingerichtet. Der vorliegende Bericht der Arbeitsgruppe (Stand 27. Januar 2015) bezieht hierzu Position. Ausgehend von einer inhaltlichen Bestimmung diskutiert der Bericht die Potenziale und Herausforderungen für eine systematische Integration bzw. Förderung von OER im deutschen Bildungssystem. Dabei werden pädagogische, organisatorisch-funktionale, technische, juristische und wirtschaftliche Aspekte beleuchtet. Anschließend werden kurz- und mittelfristig umzusetzende Maßnahmen empfohlen, in deren Mittelpunkt der zentrale Nachweis und die gesicherte Verfügbarkeit von OER stehen, begleitet von Aktivitäten zur inhaltlichen Qualitätssicherung und zur Förderung der Erstellung. Im Fazit werden die positiven Wirkungsmöglichkeiten im Kontext aktueller Anforderungen an Lehren und Lernen betont.

Was verbirgt sich hinter dem Projekt "Referenzschule für Medienbildung"? Vorlesen lassen

Mit Beginn des Schuljahrs 2010/2011 wurde vom Staatsministerium das Projekt zur Etablierung von „Referenzschulen für Medienbildung“ gestartet. Kern dieses pädagogischen Konzepts ist die schulinterne Einführung von Medienentwicklungsplänen, die in Teams unter der Beteiligung von Fachbetreuern, Systembetreuern, dem Sachaufwandsträger und der Schulleitung an den Referenzschulen erarbeitet werden sollen. Unterstützt werden sie dabei vom Netzwerk der Medienpädagogisch-informationstechnischen Beratungslehrkräfte (MiBs) und der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen. Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) stellt Orientierungshilfen und Vorlagen, das Staatsministerium Anrechnungsstunden zur Entlastung bereit.

Die Medienentwicklungspläne enthalten einen fächerübergreifenden Medien- und Methodenlehrplan, ein schulisches Ausstattungs- und Fortbildungskonzept sowie die Module des „Medienführerscheins Bayern“. Fünf Jahre lang werden sich jährlich dreißig Referenzschulen in allen Schularten etablieren, die wiederum jeweils zehn weitere Schulen auf den Weg bringen. Im Schneeballsystem werden so sukzessive die bayerischen Schulen erreicht.

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