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EINBINDUNG DER BARRIEREFREIHEIT IN DEN GESTALTUNGSPROZESS
3. Kürze und Prägnanz:
Der Text sollte nicht zu ausschweifend formuliert sein, aber dennoch die
wichtigsten Aspekte berücksichtigen.
4. Anregende Zusätze
Die Verständlichkeit eines Textes kann man steigern, indem man
an geeigneten Stellen Analogien, Beispiele und Illustrationen verwendet
und im Text den Leser persönlich anspricht.
Auch zahlreiche Initiativen haben es sich zum Ziel gesetzt, Sprache, etwa in der
Verwaltung, zu vereinfachen. So entwickelte das Bayerische Staatsministerium
des Innern (StMI) den im Internet abrufbaren Leitfaden „Freundlich, korrekt
und klar – Bürgernahe Sprache in der Verwaltung“.
Barrierefreie Gestaltung der Texte
Alternativtexte
Internetseiten beinhalten darüber hinaus weitere Elemente, die in den Fließ-
text integriert sind. Hierzu zählen Links, Bilder und Grafiken. Damit Nutzer von
Screenreadern diese Elemente erkennen und deren Bedeutung im Kontext
des Internetangebots nachvollziehen können, muss man sie mit so genannten
Alternativtexten versehen. Diese kann man bereits beim Erstellen der Inhalte in
der Textverarbeitung oder im Content-Management-System (CMS) anlegen.
Alternativtexte zu Links sollte man so eindeutig formulieren, dass sie im
Fließtext innerhalb des Kontextes einen sinnvollen Bezug aufweisen. Darüber
hinaus muss sichergestellt werden, dass Links außerhalb ihres Kontextes für
sich stehen, um Nutzern von Screenreadern die Navigation per Tabulatortaste
zu ermöglichen. Wenn durch das Klicken auf einen Link ein neues Fenster
geöffnet wird, muss darauf hingewiesen werden.
Bilder sind rein visuelle Elemente, die vor allem Nutzern von Screenreadern
nicht zugänglich sind. Daher sollten Redakteure
einfache Bilder mit einem kurzen Alternativtext von bis zu 80 Zeichen
beschreiben (Vorsicht: nicht interpretieren!)
und lange Beschreibungen für detailreiche Bilder, Grafiken und Diagramme
im Kontext, am Seitenende oder auf einer separaten Seite anbieten.
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