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EINBINDUNG DER BARRIEREFREIHEIT IN DEN GESTALTUNGSPROZESS

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Barrierefreiheit lässt sich nur umsetzen, wenn sie konsequent in den Gestal-

tungsprozess einer Internetseite eingebunden wird. Eine Online-Redaktion

verfügt oft bereits über die wichtigsten technischen Hilfsmittel zur barriere-

freien Gestaltung ihrer Inhalte: Hierzu gehört neben einer modernen Text-

verarbeitung (zum Beispiel Microsoft Word 2010 oder höher) ein Content-

Management-System (CMS), zum Beispiel Typo3 6.2.12 oder höher. Diese

beiden Softwarepakete sowie weitere kostenlos im Internet verfügbare

Werkzeuge hat etwa die Online-Redaktion von

studieren-in-bayern.de

bei der

Produktion ihrer Inhalte und deren Prüfung auf Barrierefreiheit eingesetzt.

7.1 Verständliche, barrierefreie und visuell ansprechende Texte

Ebenso wichtig wie die Hilfsmittel selbst sind geschulte und sensibilisierte

Mitarbeiter. Um die Barrierefreiheit erfolgreich in den Gestaltungsprozess ein-

zubinden, muss die Online-Redaktion einige Prinzipien beachten. So kann man

Texte verständlich schreiben und gleichzeitig barrierefrei sowie visuell an-

sprechend gestalten. Hierzu gibt es eine Reihe von sinnvollen Strategien.

Verständliche Texte

Um verständlich zu schreiben, sollten Online-Redakteure folgende Aspekte

berücksichtigen (aus dem „Hamburger Verständlichkeitsmodell“ nach

Inghard Langer, Friedemann Schulz von Thun und Reinhard Tausch):

1. Einfachheit:

Um einfache Texte zu schreiben, sollte man

in kurzen Sätzen schreiben,

geläufige Begriffe verwenden,

Fremdwörter erklären

und Sachverhalte kurz darstellen.

2. Gliederung und Ordnung:

Um dem Leser das Verständnis eines Textes zu erleichtern, sollte man

den Inhalt logisch aufbauen, so dass ein roter Faden erkennbar ist

und den Text zum Beispiel mit Überschriften, Aufzählungen und

Formatierungen übersichtlich gliedern.

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