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INTERNETNUTZUNG DURCH MENSCHEN MIT EINSCHRÄNKUNGEN
akustischen und visuellen Wahrnehmung eingeschränkt. Dies erschwert ihnen
die räumliche Orientierung und führt gleichzeitig zu Barrieren in der Kommuni-
kation mit Mitmenschen.
Um am PC zu arbeiten und sich im Internet zu bewegen, können taubblinde
Menschen mit noch vorhandenem Hör- oder Sehvermögen die bereits vor-
gestellten Hilfsmittel sinnvoll miteinander kombinieren. Bei Taubblinden
Internetnutzern ohne Hör- oder Sehrest, kommt als Hilfsmittel die Braillezeile
zum Einsatz. Geräte, mit denen taubblinde Menschen das Internet mit dem
so genannten Lorm-Alphabet nutzen könnten, befinden sich zwar in der Ent-
wicklung, sind jedoch derzeit nicht auf dem Hilfsmittelmarkt verfügbar. Das
Lorm-Alphabet basiert auf Tipp- und Wischbewegungen, die dem taubblinden
Menschen in die Hand geschrieben werden.
Um bei der barrierefreien Gestaltung von Internetseiten auf die Bedürfnisse
hörbehinderter Nutzer eingehen zu können, sind folgende Vorgehensweisen
zu empfehlen:
Texte sollten in leicht verständlicher Sprache angeboten werden.
Auf der Startseite sollten Videos in Gebärdensprache platziert werden,
die den Inhalt der gesamten Internetseite für hörbehinderte Nutzer
zusammenfassen.
Multimedia-Inhalte wie Video- und Audio-Podcasts lassen sich auch
hörbehinderten Internetnutzern zugänglich machen, indem sie mit
synchron mitlaufenden Gebärdensprach-Videos, Untertiteln sowie
Mitschriften dieser Inhalte ergänzt werden.
3.4 Nutzer mit motorischen Einschränkungen
Oft können Menschen mit motorischen Einschränkungen ihre Hände und
sonstigen Gliedmaßen nur im geringen Umfang oder unkontrolliert bewegen.
Deshalb benötigen sie bei der Eingabe von Daten mehr Zeit als der Durch-
schnittsnutzer. Diese Einschränkungen lassen sich jedoch mit Spezialtastaturen
sowie alternativen Eingabe- und Zeigegeräten (Trackball-Systemen, „Electronic
Pointing Devices“) kompensieren. Bei diesen erfolgt die Steuerung über
gesunde Gliedmaßen oder Nervensignale.
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