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Die Fachschaftsleitung am Gymnasium in Bayern

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2. Aufgaben: Unterstützen – Beraten – Gestalten – Entwickeln

2.1.1 Fachsitzungen

Jede Fachsitzung ist so gestaltet, dass sie von den Fachkolleginnen und

-kollegen als Gewinn für die tägliche Arbeit als Lehrkraft empfunden wird. Sie

sollte deshalb zunächst als Forum für einen intensiven Meinungs- und Erfah-

rungsaustausch dienen und hierfür von unnötigen Inhalten, die sich schriftlich

erledigen lassen, entlastet werden. Es empfiehlt sich, die erste Fachsitzung

möglichst früh im Schuljahr anzusetzen, um sie für Koordinierungsaufgaben

nutzen zu können. Bei Gesprächsbedarf können im Laufe des Schuljahres wei-

tere Fachsitzungen folgen. Spätestens am Ende des zweiten Schulhalbjahres

empfiehlt sich die zweite Fachsitzung zur Reflexion des ablaufenden und zur

Vorbereitung des kommenden Schuljahres.

Fachsitzungen können sowohl einen informierenden (bzw. koordinierenden)

Charakter als auch einen vorwiegend konzipierenden Charakter haben. Unter-

schiedliche Anforderungen an die Gestaltung von Fachsitzungen ergeben sich

auch aus der Größe der Fachschaft (Mitgliederzahl) und ihrer Zusammenset-

zung (z. B. Dominanz bestimmter Fächerkombinationen, Anteil an neuen Lehr-

kräften und Referendarinnen und Referendaren etc.). Die sorgfältige Planung

und Strukturierung der Sitzung sind für deren Gelingen von großer Bedeutung

– unabhängig von Größe und Heterogenität der Fachschaft und von der ge-

wählten Form der Fachsitzung.

Gewinn bringend sind auch schul- und schulartübergreifende Fachsitzungen

(vgl. 2.4).

Die Fachsitzung erfüllt vielfältige Aufgaben:

Sie bietet der gesamten Fachschaft und ggf. der Schulleiterin bzw. dem

Schulleiter einen Ort der Beratung, der Aussprache und der Beschluss-

fassung (z. B. zu Fragen der Didaktik und der Lehrpläne, der Einführung

neuer Lehr- und Lernmittel, der Verteilung des Unterrichtsstoffs, der fach-

lichen Progression und der Akkumulierung fachlicher Kompetenzen, vgl.

S. 7 und S. 23).

Sie ist Forum der Fachschaft zur Bündelung von Aktivitäten und Vertei-

lung von Aufgaben (etwa Betreuung von Wettbewerben, Organisation

von Austauschprogrammen etc.).

Meinungs- und

Erfahrungs-

austausch

Gestaltung

Aufgaben