SCHLUSSBEMERKUNGEN
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Die hier dargestellte Vorgehensweise der studieren-in-bayern-Redaktion stellt
nur eine von vielen Möglichkeiten dar, Richtlinien und Gesetze zur barrierefreien
Gestaltung einer Internetseite praktisch umzusetzen. Bei der Einbindung der
Barrierefreiheit in den Gestaltungsprozess wurden die Bedürfnisse von Nutzern
mit verschiedenen Behinderungen berücksichtigt. Es versteht sich jedoch
von selbst, dass der blinde Online-Redakteur die Inhalte ausschließlich auf die
Zugänglichkeit für blinde Nutzer testen konnte. Wer hingegen Wert auf eine
umfassendere Prüfung legt, kann entweder Nutzertests mit mehreren Behin-
dertengruppen in Erwägung ziehen oder eine zertifizierte Prüfstelle mit einem
entwicklungsbegleitenden oder abschließenden BITV-Test beauftragen.
Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung zur barrierefreien Gestaltung von
Word- und PDF-Dokumenten wurden Mitglieder der studieren-in-bayern-Redak-
tion sowie Internetbeauftragte anderer Abteilungen für die Zugänglichkeit ihrer
Inhalte mit folgendem nachhaltigen Ergebnis sensibilisiert:
Die Schulungsteilnehmer sind nun Multiplikatoren in puncto Barriere-
freiheit im Internet.
Die Schulungsunterlage wurde im Intranet des Ministeriums veröffent-
licht. Dort kann sie jeder Mitarbeiter des Ministeriums abrufen und
bei der täglichen Arbeit nutzen.
Bei Rückfragen zur Barrierefreiheit im Internet können sich Mitarbeiter
aller Abteilungen an den blinden Online-Redakteur wenden.
Am Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und
Kunst ist nun der erste Schritt getan, ein Bewusstsein für die Bedürfnisse von
Internetnutzern mit Behinderungen zu schaffen. Jetzt gilt es, den angestoßenen
Prozess fortzuführen.
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