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GEORG MANTHE

MÜNCHEN

Nach Ausbildung zum Kunstschreiner und Studium der freien Kunst und

Malerei lebe ich als freischaffender Künstler in München. Schon immer begeis-

tert mich die direkte Präsenz traditioneller afrikanischer Kunst. In der ästheti-

schen Spannung der magisch mystischen Masken und Figuren und den abstrak-

ten Farbräuschen der Textilien sehe ich Wesensverwandtschaften – Parallelen zu

meinen eigenen bildnerischen Aussagen – Verkörperung des Seelischen. Letztlich

verstehe ich mich auch als Kulturbewahrer, meine Sammlung als Teil des univer-

sellen Gedächtnisses der Menschheit.

HANS-ECKARD STEUERNAGEL

MÜNCHEN

Als Architekt begeistert mich seit jeher die Formensprache der afrikanischen

Kunst. Mein Interesse begann 1965 in Nigeria mit einem Austauschprogramm

des DAAD und entwickelte sich auf späteren Reisen nach Ghana, Togo, Benin,

Elfenbeinküste, Mali, Niger, Obervolta und Senegal. Meine Sammlung begann ich

in den 80er-Jahren mit dem Erwerb einiger Objekte im Auktionshaus Ketterer.

In den letzten Jahren haben kunstgeschichtliche Aspekte wie etwa der Einfluss

afrikanischer Kunst auf die Moderne für mich an Bedeutung gewonnen. Aus-

schlaggebendes Kriterium sind für mich die Perfektion und Finesse von Kunst-

werken. Das gilt auch für meine Sammlung niederländischer Meister.

ANDREAS ACHMANN

MÜNCHEN

Eines meiner Hauptmotive, als Fotograf traditionelle afrikanische Kunst zu

sammeln, gründet in dem Interesse an archaischen Bräuchen und Ritualen.

Die Erfindung der Kunst liegt u. a. in der jahrtausendealten Tradition, sich

vor dem Bösen auf der Welt durch bestimmte Bräuche zu schützen. Dies fin-

det sich sehr deutlich in den afrikanischen Kunstwerken. Besonders faszi-

nierend finde ich deshalb die metaphysische Ausdruckskraft vieler Stücke.

Man spürt sofort, dass es sich nicht nur um ein geschnitztes Stück Holz

handelt, sondern dass das Kunstobjekt mit Bedeutung, mit Kraft aufgela-

den ist. Wichtig für meine Sammlung ist, dass ich sie in mein alltägliches

Leben integrieren kann. So kann ich meine Arbeiten ständig durchleuchten,

neue Details entdecken und bewundern. Damit erweitert sich mein Hori-

zont permanent.

links

Unbekannter Künstler, »tankagle« Maske

der ethnischen Gruppe der Dan, Côte d‘Ivoire

Material: Holz, Pflanzenfasern, H: 23 cm

Provenienz: Lode van Rijn, Galerie Khepri,

Amsterdam, Lucien van de Velde, Antwerpen

oben

Unbekannter Künstler, Tanzmaske der ethnischen

Gruppe der Eket-Ibibio, Nigeria, Material: Holz, H: 26 cm.

Provenienz: Roger F. Azar, Paris.

links

Unbekannter Künstler, Büffelmaske der ethnischen Gruppe der Bamum, Kamerun,

Material: Holz, Perlen, Raphia, H: 69 cm. Provenienz: Alain de Monbrison, Paris.