Informationen zu den Einstellungsmöglichkeiten im Bereich der Realschulen

Aktuelle fächerspezifische Einstellungsdaten zum Einstellungstermin September 2017

Zum September 2017 haben sich insgesamt 715 Personen aus dem laufenden Prüfungsjahrgang, 1.345 Wartelistenberechtigte sowie 82 Freie Bewerber um Einstellung in den staatlichen Realschuldienst beworben.

Trotz demografiebedingt weiterhin deutlich rückläufiger Schülerzahlen hat sich die Einstellungssituation in den staatlichen Realschuldienst zum Schuljahr 2017/18 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Die Ursachen dafür liegen insbesondere in den zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung getätigten Stellenzuweisungen aus der demografischen Rendite sowie der vergleichsweise höheren Fluktuation von Lehrkräften.

In der Zusammenschau konnten 152 Bewerber aus dem laufenden Prüfungsjahrgang, 182 Wartelistenbewerber und 8 Freie Bewerber und somit insgesamt 342 Realschullehrkräfte auf Planstelle in den staatlichen Realschuldienst eingestellt werden. Hierfür ergingen an 378 Bewerber Stellenangebote, 36 Bewerber haben das Stellenangebot abgelehnt. Da Wartelistenbewerber in manchen Fächerverbindungen eine bessere Einstellungsnote (Gesamtprüfungsnote, ggf. unter Berücksichtigung einer Erweiterungsprüfung) als die besten Bewerber aus dem Prüfungsjahrgang hatten, verschob sich das Einstellungsverhältnis zugunsten der Warteliste.

Zudem wurden 17 Fachlehrer in den staatlichen Realschuldienst übernommen.

Aufgrund der hohen Bedarfslage im Bereich der Grundschulen und Mittelschulen sowie im Bereich der Förderschulen wurden in diesen Schularten zum Schuljahr 2017/18 erneut Zweitqualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte mit der Befähigung für das Lehramt an Realschulen bzw. Gymnasien zum Erwerb der Lehramtsbefähigung für das Lehramt an Grund- bzw. Mittelschulen durchgeführt. Diese Maßnahmen eröffnen Lehrkräften, die derzeit in der angestammten Schulart nicht dauerhaft eingestellt werden können, eine Möglichkeit, zu einer Verbeamtung beim Freistaat Bayern zu gelangen.

Wie in den vergangenen Jahren variiert die Einstellungsquote in den staatlichen Realschuldienst zum Teil deutlich zwischen den verschiedenen Fächerverbindungen. In etlichen Fächerverbindungen bestand ein deutliches Überangebot an Bewerbern. Einstellungsmöglichkeiten für die besten Bewerber waren jedoch mit der oben angegebenen Einstellungszahl sichergestellt.

Volleinstellung bestand für die Bewerber in Fächerverbindungen mit den Fächern Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt sowie in den konkreten Fächerverbindungen Biologie/Physik, Deutsch/Physik, Englisch/Biologie, Mathematik/Informatik, Physik/Informatik, Wirtschaftswissenschaften/Informatik und Physik/Musik.

In Fächerverbindungen mit großer Bewerberzahl (mehr als 30 Bewerber) lagen lediglich in den Fächerkombinationen Deutsch/Englisch und Englisch/Mathematik die Einstellungsquoten jeweils über 30%.

Die unten als PDF-Datei aufgeführten Tabellen zeigen die fächerspezifische Einstellungssituation zum Einstellungstermin September 2017.

Wie in den vergangenen Schuljahren können im Verlauf des Schuljahres 2017/18 weitere Bewerber im Rahmen von befristeten Aushilfsverträgen beschäftigt werden, um bei Abwesenheit von dauerhaft beschäftigten Stammlehrkräften (z.B. wegen Erkrankungen, Mutterschutz und Elternzeit/Beurlaubung), die ein Rückkehrrecht nach Ende der Abwesenheit besitzen, Ersatz zu gewährleisten. Die hierfür notwendigen Geldmittel sind vorhanden.

Nach hiesigem Kenntnisstand konnten Bewerber außerdem in maßgeblicher Zahl Einstellungsangebote durch private oder kommunale Schulträger erhalten. Ein beträchtlicher Teil der knapp 3.200 grundsätzlich wartelistenberechtigten Personen hat sich überhaupt nicht um eine Einstellung in den staatlichen Realschuldienst beworben. Zahlreiche Wartelistenbewerber haben dann noch vor Einstellungsbeginn ihre Bewerbung wieder zurückgezogen, andere das Einstellungsangebot abgelehnt, so dass letztlich etwa 58% der wartelistenberechtigen Realschullehrkräfte nicht für eine Einstellung zur Verfügung standen. Dies unterstreicht, dass die Einstellungsbewerber mit der Befähigung für das Lehramt an Realschulen aufgrund ihrer guten Ausbildung auch anderweitig vielfältige Beschäftigungschancen haben.

Zur Einschätzung der zukünftigen Einstellungssituation wird auf die auf der Homepage des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst veröffentlichte Schüler- sowie Lehrerbedarfsprognose (beides zu finden unter: /ministerium/statistiken-und-forschung.html) verwiesen.

Diese zeigt, dass – ausgehend von den jetzigen Kenntnissen und Daten – die Einstellungssituation in den staatlichen Realschuldienst für die zukünftigen Absolventen weiter besser wird, wenngleich die absolute Einstellungszahl selbstverständlich nicht mehr die Höhe der Einstellungen wie zu Zeiten der starken Schülermehrung erreichen wird. Angesichts der mittlerweile deutlich gesunkenen Studierendenzahlen für das Lehramt an Realschulen sollten die Studienanfängerzahlen – insbesondere in den Fächerverbindungen, in denen schon jetzt eine vergleichsweise kurze Warteliste besteht (die anonymisierte Warteliste zum Einstellungstermin September 2017 findet sich unter /lehrer/stellen/realschule/warteliste.html) und es auch vergleichsweise wenige Bewerber aus dem Prüfungsjahrgang gibt – unbedingt wieder ansteigen. Diese Information sollte bei der Beratung von Studienreferendaren und vor allem auch bei der Studienberatung Berücksichtigung finden.

Informationen für Bewerber zum nächstmöglichen Einstellungstermin

Bei Bewerbern ohne Festanstellung wird zwischen bayerischen Bewerbern und nicht-bayerischen Bewerbern unterschieden. Als bayerische Bewerber gelten diejenigen Bewerber, welche die Zweite Staatsprüfung in Bayern abgelegt haben.

Als Bewerber mit Festanstellung gelten alle diejenigen Bewerber, bei denen derzeit bereits an einer bayerischen Schule oder einer staatlichen Schule eines anderen Landes der Bundesrepublik Deutschland ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis vorliegt.

Einstellungen zum jeweiligen Einstellungstermin erfolgen gemäß Art. 94 Abs. 2 der Bayerischen Verfassung nach Eignung, Befähigung und Leistung.
Der Einsatz an einer staatlichen Realschule in Bayern im Rahmen einer unbefristeten Anstellung setzt grundsätzlich die entsprechende Lehramtsbefähigung für diese Schulart voraus. Der Erwerb dieser Lehramtsbefähigung erfordert die erfolgreiche Ablegung der Ersten Staatsprüfung sowie des 24-monatigen Vorbereitungsdienstes mit Zweiter Staatsprüfung in zwei gemäß § 39 Abs. 1 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) zugelassenen Fächern.

Informationen über das Angebot und Bedarf an Lehrkräften an Realschulen

Informationen zu Angebot und Bedarf an Lehrkräften an Realschulen sind in der jährlich vom Staatsministerium veröffentlichten "Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern" zu finden.

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