Informationen zu den Einstellungsmöglichkeiten im Bereich der Realschulen

Aktuelle fächerspezifische Einstellungsdaten zum Einstellungstermin September 2019

Zum September 2019 haben sich insgesamt 463 Personen aus dem laufenden Prüfungsjahrgang, 1032 Wartelistenberechtigte sowie 416 Freie Bewerber um Einstellung in den staatlichen Realschuldienst beworben.

Trotz demografiebedingt weiterhin rückläufiger Schülerzahlen hat sich die Einstellungssituation in den staatlichen Realschuldienst zum Schuljahr 2019/2020 im Vergleich zum Vorjahr abermals verbessert. Die Ursachen dafür liegen insbesondere in den zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung getätigten Stellenzuweisungen sowie der vergleichsweise höheren Fluktuation von Lehrkräften.

In der Zusammenschau konnten 211 Bewerber aus dem laufenden Prüfungsjahrgang, 336 Wartelistenbewerber und 66 Freie Bewerber in den staatlichen Realschuldienst eingestellt werden.

Hinzu kamen 200 Einstellungen im Rahmen des Sonderprogramms für die Verbeamtung/Entfristung von langjährig befristet beschäftigten Lehrkräften. Darunter befanden sich 84 Wartelistenbewerber und 114 Freie Bewerber. Insgesamt wurden somit 813 Realschullehrkräfte auf Planstelle in den staatlichen Realschuldienst eingestellt.

Hierfür ergingen an 944 Bewerber Stellenangebote, 131 Bewerber haben das Stellenangebot abgelehnt. Darüber hinaus konnte rund 95 Bewerbern, die im Einstellungsbereich lagen, kein Einstellungsangebot unterbreitet werden, da sie sich auf Schulstandorte eingeschränkt hatten, an denen jedoch kein Einstellungsbedarf in ihrer Fächerverbindung vorhanden war. Da Wartelistenbewerber in manchen Fächerverbindungen eine bessere Einstellungsnote (Gesamtprüfungsnote, ggf. unter Berücksichtigung einer Erweiterungsprüfung) als die besten Bewerber aus dem Prüfungsjahrgang hatten, verschob sich das Einstellungsverhältnis zugunsten der Warteliste.

Zudem wurden 14 Fachlehrkräfte in den staatlichen Realschuldienst übernommen.

Aufgrund der hohen Bedarfslage im Bereich der Grundschulen und Mittelschulen sowie im Bereich der Förderschulen wurden in diesen Schularten zum Schuljahr 2019/2020 erneut Zweitqualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte mit der Befähigung für das Lehramt an Realschulen bzw. Gymnasien zum Erwerb der betreffenden Lehramtsbefähigung durchgeführt. Zum September 2019 beginnen beispielsweise ca. 70 Bewerber mit der Lehramtsbefähigung für Realschulen eine der angebotenen Zweitqualifizierungsmaßnahmen im Grund- und Mittelschulbereich. Diese Maßnahmen eröffnen Lehrkräften, die derzeit in der angestammten Schulart nicht dauerhaft eingestellt werden können, eine Möglichkeit, zu einer Verbeamtung beim Freistaat Bayern zu gelangen.

Wie in den vergangenen Jahren variiert die Einstellungsquote in den staatlichen Realschuldienst zum Teil deutlich zwischen den verschiedenen Fächerverbindungen. In einigen Fächerverbindungen bestand ein deutliches Überangebot an Bewerbern (im Vergleich zu den von den Schulen gemeldeten Bedarfen). Einstellungsmöglichkeiten für die besten Bewerber waren jedoch mit der oben angegebenen Einstellungszahl in allen Fächerverbindungen sichergestellt.

Volleinstellung bestand für die Bewerber in den Fächerverbindungen Biologie/Physik, Mathematik/Französisch, Musik/Evangelische Religionslehre und Wirtschaftswissenschaften/Informatik.

In zahlreichen anderen Fächerverbindungen hätten mehr Lehrkräfte eingestellt werden können, jedoch hatten sich die entsprechenden Bewerber entweder örtlich auf Schulstandorte ohne entsprechende Bedarfe eingeschränkt oder ein Stellenangebot abgelehnt. Hierzu gehören beispielsweise die Fächerverbindungen Deutsch/Englisch, Deutsch/Mathematik, Deutsch/Sport weiblich, Englisch/Französisch, Englisch/Kunst, Englisch/Mathematik, Englisch/Sport männlich, Englisch/Sport weiblich, Mathematik/Kunst, Mathematik/Informatik und Mathematik/Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt.

Die unten als PDF-Datei aufgeführten Tabellen zeigen die fächerspezifische Einstellungssituation zum Einstellungstermin September 2019.

Wie in den vergangenen Schuljahren können im Verlauf des Schuljahres 2019/2020 weitere Bewerber im Rahmen von befristeten Aushilfsverträgen beschäftigt werden, um bei Abwesenheit von dauerhaft beschäftigten Stammlehrkräften (z. B. wegen Erkrankungen, Mutterschutz und Elternzeit/Beurlaubung), die ein Rückkehrrecht nach Ende der Abwesenheit haben, Ersatz zu gewährleisten. Die hierfür notwendigen Geldmittel sind vorhanden.

Nach hiesigem Kenntnisstand konnten Bewerber außerdem in maßgeblicher Zahl Einstellungsangebote durch private oder kommunale Schulträger erhalten. Ein beträchtlicher Teil der rund 2.300 grundsätzlich wartelistenberechtigten Personen hat sich nicht um eine Einstellung in den staatlichen Realschuldienst beworben. Zahlreiche Wartelistenbewerber haben noch vor Einstellungsbeginn ihre Bewerbung zurückgezogen, eine beträchtliche Anzahl hat das staatliche Einstellungsangebot abgelehnt, so dass letztlich etwa 56 % der wartelistenberechtigen Realschullehrkräfte nicht für eine Einstellung zur Verfügung standen. Dies unterstreicht, dass die Einstellungsbewerber mit der Befähigung für das Lehramt an Realschulen aufgrund ihrer guten Ausbildung auch anderweitig vielfältige Beschäftigungschancen haben.

Zur Einschätzung der zukünftigen Einstellungssituation wird auf die auf der Homepage des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus veröffentlichten Einstellungsaussichten für Lehramtsabsolventen in Bayern (zu finden unter: https://www.km.bayern.de/ministerium/statistiken-und-forschung.html) verwiesen.

Diese zeigen, dass sich – ausgehend von den jetzigen Kenntnissen und Daten – die Einstellungssituation in den staatlichen Realschuldienst für die zukünftigen Absolventen weiter verbessern wird. Wenngleich die absolute Einstellungszahl sich auf einem niedrigeren Niveau als zum Einstellungstermin 2019 stabilisieren wird, wird sich die Einstellungsquote aufgrund der rückläufigen Anzahl der Absolventen der Lehramtsausbildung sowie des Abschmelzens der Wartelisten deutlich verbessern.

Die Anzahl der Studierenden für das Lehramt an Realschulen sollte daher insbesondere in den Fächerverbindungen, in denen schon jetzt eine vergleichsweise kurze Warteliste besteht (die anonymisierte Warteliste zum Einstellungstermin September 2019 findet sich unter https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/realschule/warteliste.html) und es auch vergleichsweise wenige Bewerber aus dem Prüfungsjahrgang gibt, unbedingt wieder ansteigen. Dies gilt beispielsweise für Fächerverbindungen mit dem Fach Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt, mit dem Fach Informatik (in beiden Fällen als studiertes Fach sowohl in einer grundständigen Fächerverbindung wie auch als Erweiterungsfach), mit dem Fach Französisch sowie für weitere sprachliche Fächerverbindungen mit zweitem Fach Biologie, Kunst, Musik oder Sport. Hingegen besteht in einigen Fächerverbindungen noch ein Überangebot an Bewerbern im Vergleich zu den von den Schulen gemeldeten Bedarfen, beispielweise in den Fächerverbindungen Wirtschaftswissenschaften/Sport männlich sowie im Fach Mathematik in Verbindung mit Chemie oder Wirtschaftswissenschaften. Diese Information sollte bei der Beratung von Studienreferendaren und vor allem auch bei der Studienberatung Berücksichtigung finden.

Informationen für Bewerber zum nächstmöglichen Einstellungstermin

Bei Bewerbern ohne Festanstellung wird zwischen bayerischen Bewerbern und nicht-bayerischen Bewerbern unterschieden. Als bayerische Bewerber gelten diejenigen Bewerber, welche die Zweite Staatsprüfung in Bayern abgelegt haben.

Als Bewerber mit Festanstellung gelten alle diejenigen Bewerber, bei denen derzeit bereits an einer bayerischen Schule oder einer staatlichen Schule eines anderen Landes der Bundesrepublik Deutschland ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis vorliegt.

Einstellungen zum jeweiligen Einstellungstermin erfolgen gemäß Art. 94 Abs. 2 der Bayerischen Verfassung nach Eignung, Befähigung und Leistung.
Der Einsatz an einer staatlichen Realschule in Bayern im Rahmen einer unbefristeten Anstellung setzt grundsätzlich die entsprechende Lehramtsbefähigung für diese Schulart voraus. Der Erwerb dieser Lehramtsbefähigung erfordert die erfolgreiche Ablegung der Ersten Staatsprüfung sowie des 24-monatigen Vorbereitungsdienstes mit Zweiter Staatsprüfung in zwei gemäß § 39 Abs. 1 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) zugelassenen Fächern.

Informationen über das Angebot und Bedarf an Lehrkräften an Realschulen

Informationen zu Angebot und Bedarf an Lehrkräften an Realschulen sind in der jährlich vom Staatsministerium veröffentlichten "Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern" zu finden.

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