Informationen zu den Einstellungsmöglichkeiten im Bereich der Realschulen

Aktuelle fächerspezifische Einstellungsdaten zum Einstellungstermin September 2021

Zum Schuljahr 2021/2022 ist an den staatlichen Realschulen ein Zuwachs bei den Schülerzahlen zu verzeichnen, so dass u.a. deshalb und insbesondere auch wegen der zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung getätigten Stellenzuweisungen (u.a. zur Ausweitung der Integrierten Lehrerreserve) zum Einstellungstermin 2021 erneut eine beachtliche Anzahl an Bewerbern in den staatlichen Realschuldienst eingestellt werden konnte.

Zum September 2021 haben sich insgesamt 304 Personen aus dem laufenden Prüfungsjahrgang, 298 Wartelistenberechtigte sowie 395 Freie Bewerber um Einstellung in den staatlichen Realschuldienst beworben. Die Gesamtbewerberzahl ist damit gegenüber den Vorjahren weiterhin deutlich rückläufig. Dies wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen.
In der Zusammenschau wurden aus dem laufenden Prüfungsjahrgang 258 Bewerber, 186 Bewerber von der Warteliste und 149 Freie Bewerber und somit insgesamt 593 Realschullehrkräfte auf Planstelle in den staatlichen Realschuldienst eingestellt.
Dafür musste 844 Bewerbern ein Stellenangebot unterbreitet werden, weil fast 30% von ihnen das Stellenangebot abgelehnt haben. In manchen Fächerverbindungen hatten Wartelistenbewerber eine bessere Einstellungsnote (Gesamtprüfungsnote, ggf. unter Berücksichtigung einer Erweiterungsprüfung) als die besten Bewerber aus dem Prüfungsjahrgang, so dass sich das Einstellungsverhältnis zugunsten der Warteliste verschob.

Zudem wurden 26 Fachlehrkräfte in den staatlichen Realschuldienst übernommen.

Im Unterschied zu den Vorjahren war nur noch in vereinzelten Fächerverbindungen ein leichtes Überangebot an Bewerbern zu verzeichnen, in den meisten Fächerverbindungen bestanden bereits hervorragende Einstellungsmöglichkeiten.
Volleinstellung bestand für Bewerber in den Fächerverbindungen

  • Biologie mit zweitem Fach Geografie, Geschichte oder Physik,
  • Deutsch/Sport männlich,
  • Englisch mit zweitem Fach Biologie, Chemie, Evangelische Religionslehre oder Sport weiblich,
  • Mathematik/Geografie sowie
  • Musik/Sport männlich.

 

In einer Vielzahl weiterer Fächerverbindungen waren zwar zunächst noch genügend Bewerbungen vorhanden, durch Absagen seitens der Bewerber erfolgte jedoch vielfach auch dort Volleinstellung.
Hierzu gehören beispielsweise die Fächerverbindungen

  • Deutsch mit zweitem Fach Geschichte, Geografie oder Kunst,
  • Englisch mit zweitem Fach Geschichte, Geografie oder Kunst und
  • Mathematik mit zweitem Fach Deutsch, Englisch, Kunst oder Sport weiblich.

 

Hervorragend sind schon seit vielen Jahren die Einstellungsmöglichkeiten in Fächerverbindungen mit dem Fach Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt und in Fächerverbindungen mit dem Fach Informatik.

Die unten als PDF-Datei aufgeführten Tabellen zeigen die fächerspezifische Einstellungssituation zum Einstellungstermin September 2021, die die in vielen Fächerverbindungen bereits wieder hervorragenden Einstellungsmöglichkeiten untermauert.

Im Verlauf des Schuljahres 2021/2022 kann der Großteil der verbliebenen Bewerber wie in den vergangenen Schuljahren im Rahmen von befristeten Aushilfsverträgen beschäftigt werden, um bei Abwesenheit von dauerhaft beschäftigten Stammlehrkräften (z. B. wegen Erkrankungen, Mutterschutz und Elternzeit/Beurlaubung), die ein Rückkehrrecht nach Ende der Abwesenheit haben, Ersatz zu gewährleisten. Die hierfür notwendigen Geldmittel sind vorhanden.

Aufgrund der weiterhin hohen Bedarfslage im Bereich der Grundschulen und Mittelschulen sowie im Bereich der Förderschulen wurden in diesen Schularten zum Schuljahr 2021/2022 erneut Zweitqualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte mit der Befähigung für das Lehramt an Realschulen bzw. Gymnasien zum Erwerb der betreffenden Lehramtsbefähigung durchgeführt. Zum September 2021 beginnen beispielsweise mehr als 20 Bewerber mit der Lehramtsbefähigung für Realschulen eine der angebotenen Zweitqualifizierungsmaßnahmen im Grund- oder Mittelschulbereich.

Zudem konnten Bewerber auch Einstellungsangebote durch private oder kommunale Schulträger erhalten und ein beträchtlicher Teil der rund 940 diesjährig grundsätzlich wartelistenberechtigten Personen hat sich erneut nicht um eine Einstellung in den staatlichen Realschuldienst beworben. Darüber hinaus haben zahlreiche Wartelistenbewerber noch vor Einstellungsbeginn ihre Bewerbung zurückgezogen, so dass letztlich etwa 68 % der wartelistenberechtigen Realschullehrkräfte nicht für eine Einstellung zur Verfügung standen. Dies unterstreicht einmal mehr, dass die Einstellungsbewerber mit der Befähigung für das Lehramt an Realschulen aufgrund ihrer guten Ausbildung auch anderweitig vielfältige Beschäftigungschancen haben und die Aufnahme der Ausbildung zur Realschullehrkraft dringend anzuraten ist.

Wichtig:

Die auf der Homepage des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus veröffentlichten Einstellungsaussichten für Lehramtsabsolventen in Bayern (zu finden unter: https://www.km.bayern.de/ministerium/statistiken-und-forschung.html) zeigen, dass sich – ausgehend von den jetzigen Kenntnissen und Daten – die Einstellungssituation in den staatlichen Realschuldienst für die zukünftigen Absolventen weiterhin deutlich verbessern wird. In der überwiegenden Zahl der Fächerverbindungen sind die Einstellungsaussichten bereits jetzt sehr günstig bis hin zur Volleinstellung. Wenngleich die absolute Einstellungszahl sich auf einem niedrigeren Niveau als zum Einstellungstermin 2021 stabilisieren wird, wird sich die Einstellungsquote aufgrund der rückläufigen Anzahl der Absolventen der Lehramtsausbildung sowie des weiteren deutlichen Abschmelzens der Wartelisten (die anonymisierte Warteliste zum Einstellungstermin September 2021 findet sich unter https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/realschule/warteliste.html) weiterhin deutlich verbessern.

Bei unveränderten Studienanfängerzahlen kann der Einstellungsbedarf in naher Zukunft nicht mehr gedeckt werden, sodass die Zahl an Studienanfängern unbedingt wieder ansteigen muss. Ein Überangebot an Bewerbern wird in den nächsten Jahren voraussichtlich in keiner Fächerverbindung mehr zur Verfügung stehen.
Insbesondere in rein sprachlichen Fächerverbindungen und Fächerverbindungen, bei denen ein Fach den sprachlichen bzw. mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich abdeckt, ist der Bedarf sehr hoch.

Diese Information sollte bei der Beratung von Studienreferendaren und vor allem auch bei der Studienberatung Berücksichtigung finden. Es werden wieder deutlich mehr Studierende und Absolventen für das Lehramt an Realschulen benötigt, um den bestehenden Bedarf an Realschullehrkräften decken zu können.

Informationen für Bewerber zum nächstmöglichen Einstellungstermin

Bei Bewerbern ohne Festanstellung wird zwischen bayerischen Bewerbern und nicht-bayerischen Bewerbern unterschieden. Als bayerische Bewerber gelten diejenigen Bewerber, welche die Zweite Staatsprüfung in Bayern abgelegt haben.

Als Bewerber mit Festanstellung gelten alle diejenigen Bewerber, bei denen derzeit bereits an einer bayerischen Schule oder einer staatlichen Schule eines anderen Landes der Bundesrepublik Deutschland ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis vorliegt.

Einstellungen zum jeweiligen Einstellungstermin erfolgen gemäß Art. 94 Abs. 2 der Bayerischen Verfassung nach Eignung, Befähigung und Leistung.
Der Einsatz an einer staatlichen Realschule in Bayern im Rahmen einer unbefristeten Anstellung setzt grundsätzlich die entsprechende Lehramtsbefähigung für diese Schulart voraus. Der Erwerb dieser Lehramtsbefähigung erfordert die erfolgreiche Ablegung der Ersten Staatsprüfung sowie des 24-monatigen Vorbereitungsdienstes mit Zweiter Staatsprüfung in zwei gemäß § 39 Abs. 1 Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) zugelassenen Fächern.

Informationen über das Angebot und Bedarf an Lehrkräften an Realschulen

Informationen zu Angebot und Bedarf an Lehrkräften an Realschulen sind in der jährlich vom Staatsministerium veröffentlichten "Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern" zu finden.

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