Sondermaßnahmen zum Erwerb einer Lehramtsbefähigung

Falls in einer Fächerkombination einer Schulart absehbar über einen längeren Zeitraum zu wenige Bewerber zur Verfügung stehen, kann vom Staatsministerium eine Sondermaßnahme (Quereinstieg) eingerichtet werden.
Dies bedeutet, dass auch Bewerbern, die keine Erste Staatsprüfung, jedoch einen einschlägigen anderen Universitätsabschluss vorweisen können, unter gewissen Voraussetzungen der Eintritt in das Referendariat und damit das Ablegen der Zweiten Staatsprüfung ermöglicht wird.

Sondermaßnahmen beim Lehramt an Grundschulen

Sondermaßnahmen beim Lehramt an Mittelschulen

Sondermaßnahmen beim Lehramt an Realschulen

Sondermaßnahmen beim Lehramt an Gymnasien

Sondermaßnahmen beim Lehramt an beruflichen Schulen

Sondermaßnahmen beim Lehramt für Sonderpädagogik

1. Blinden-/Sehbehindertenpädagogik:
Aufgrund einer Vereinbarung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) bildet Bayern Lehrkräfte in den Fachrichtungen Blinden- und Sehbehindertenpädagogik nicht selbst aus.

Um den Bedarf an Lehrkräften dieser Fachrichtungen zu decken, kann eine Sondermaßnahme für Lehrkräfte, welche die Erste und die Zweite Lehramtsprüfung für das Lehramt an Volksschulen (alte Lehrerbildung) oder die Erste und die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen oder für das Lehramt an Hauptschulen (neue Lehrerbildung) in Bayern erfolgreich abgelegt haben und bereits als Beamte auf Lebenszeit in den staatlichen Schuldienst in Bayern übernommen wurden, angeboten werden. Unabdingbare Voraussetzung für die Teilnahme an der Sondermaßnahme ist somit die Verbeamtung auf Lebenszeit als Grund- bzw. Hauptschullehrkraft in Bayern.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Staatsministerium, Tel. 089/ 2186 – 2392 (Frau Brugger).

Bei Interesse können diese Lehrkräfte (d.h. in Bayern auf Lebenszeit verbeamtete Grund- oder Mittelschullehrkräfte) einen Antrag auf Teilnahme an dieser Sondermaßnahme stellen und sich nach Zulassung zu der Sondermaßnahme für ein viersemestriges postgraduales Studium der Sonderpädagogik in der sonderpädagogischen Fachrichtung Blindenpädagogik oder in der sonderpädagogischen Fachrichtung Sehbehindertenpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (Baden-Württemberg) bewerben. Unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Finanzministerium können diese Lehrkräfte bedarfsbezogen unter Fortzahlung von Anwärterbezügen für dieses viersemestrige Aufbaustudium vom Dienst beurlaubt werden.
In der Regel waren diese Lehrkräfte vor ihrer Beurlaubung bereits einige Zeit an einem Förderzentrum für den Förderschwerpunkt Sehen eingesetzt und konnten dort erste Erfahrungen im Unterrichten, Erziehen und Fördern von Schülerinnen und Schülern mit einem Förderbedarf im Bereich Sehen sammeln und sich im Hinblick auf diese Aufgaben über ihre Neigung und Eignung Rechenschaft ablegen.
Das Aufbaustudium endet mit einer Prüfung an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. Auf Grund der in Bayern erworbenen Lehrbefähigung und der in Baden-Württemberg bestandenen Prüfung kann dem Absolventen/der Absolventin die Befähigung für das Lehramt für Sonderpädagogik in Bayern zuerkannt werden. Er/Sie kann nunmehr zum Studienrat /zur Studienrätin im Förderschuldienst ernannt werden. Ein weiterer Vorbereitungsdienst und eine weitere Zweite Staatsprüfung sind hierfür nicht zu absolvieren (Art. 22 Abs. 2 Satz 3 BayLBG).

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