Internationale Beziehungen Staatssekretär Bernd Sibler traf Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer in Linz

Staatssekretär Bernd Sibler und Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer
Staatssekretär Bernd Sibler und Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer

Gemeinsame Arbeit an Zukunftsthemen: Bayern und Oberösterreich verbindet seit vielen Jahren ein freundschaftliches Verhältnis. Die Kooperationen der beiden Länder im Bereich von Wissenschaft, Kunst und Kultur sollen deshalb auch weiterhin ausgebaut und vertieft werden.

Staatssekretär Bernd Sibler und Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer trafen sich zu einem Arbeitsgespräch im Linzer Landhaus. Staatssekretär Sibler betonte bei dieser Gelegenheit: "Bayern und Österreich arbeiten seit Langem gemeinsam erfolgreich an Zukunftsthemen aus Wissenschaft und Kultur. Das freundschaftliche Verhältnis zu unseren Nachbarn bestärkt uns immer wieder, die bereits bestehenden grenzüberschreitenden Kooperationen weiter auszubauen. Daher freue ich mich sehr, dass ich heute mit Landeshauptmann Thomas Stelzer konkrete Themen im oberösterreichisch-niederbayerischen Grenzraum besprechen konnte. Ein besonderes Anliegen ist es mir, gemeinsam Strukturpolitik zu betreiben, um den ländlichen Raum zu stärken. Das Themenspektrum reicht dabei von Kooperationen im Hochschulbereich über Medizinforschung und das Rettungswesen bis hin zu unserem gemeinsamen UNESCO-Welterbe-Antrag mit dem Donau-Limes.“ Hierzu wurde Ende Januar 2018 der Einreichungsantrag zum UNESCO-Welterbe Donau-Limes – Abschnitt West (Ostbayern, Österreich, Slowakei, Ungarn) in Paris eingebracht.

Landeshauptmann Thomas Stelzer erklärte: "Oberösterreich und Bayern verbindet nicht nur eine lange Freundschaft und die geografische Nähe, sondern beide Länder sind auch dynamische Wirtschaftsräume sowie starke Partner in den Bereichen der Wissenschaft und Kultur. Eine noch engere Zusammenarbeit der Universitäten – vor allem in den Bereichen Medizin und Technik – ist Staatssekretär Bernd Sibler und mir ein besonderes Anliegen.“

Im Hochschulsektor gibt es bereits 26 bestehende Universitätspartnerschaften und Kooperationsvereinbarungen zwischen Oberösterreich und Bayern. Darüber hinaus ist die FH Oberösterreich Partner und Mitglied der 2016 gegründeten europäischen Hochschule "European Campus Rottal-Inn" in Pfarrkirchen. Hochschulen aus Deutschland, Österreich, Polen, Spanien und Tschechien setzen dabei gemeinsam Schwerpunkte im Gesundheitstourismus, der Gesundheits- und Medizininformatik sowie im industriellen Instandhaltungsmanagement.

Besuch am Kepler Universitätsklinikum

Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler mit Landesrätin Christine Haberlander
Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler mit Landesrätin Christine Haberlander

Anlässlich seines Besuchs in Linz informierte sich Staatssekretär Sibler bereits zuvor am Kepler Universitätsklinikum über aktuelle Entwicklungen in der Medizintechnik und traf sich mit der oberösterreichischen Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander, dem Rektor der Johannes-Kepler-Universität Linz Prof. Dr. Meinhard Lukas sowie der Geschäftsführung des Kepler Uniklinikums.

Wie kurz zuvor in Linz entsteht auch im bayerischen Augsburg aktuell eine neue Medizinische Fakultät. Das Klinikum Augsburg wird im Zuge dessen zur Universitätsklinik weiterentwickelt. Die Trägerschaft geht zum 1. Januar 2019 von Stadt und Landkreis Augsburg an den Freistaat Bayern über. Dazu Staatssekretär Sibler erklärte: "Mein heutiger Einblick in das Universitätsklinikum Linz – eine hochmoderne und zukunftsweisende Einrichtung – hat mir gezeigt: Die Projekte in Linz und in Augsburg sind in vieler Hinsicht durchaus vergleichbar und auch die beiden Krankenhäuser, die hier wie dort zu Universitätskliniken entwickelt werden, stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Gerne vermittle ich einen ersten Kontakt zwischen den beiden Einrichtungen, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren."

Weiter betonte er: "Die Bedingungen für die Erstversorgung sind beeindruckend. Neben einem gut ausgebauten Netz im bodengebundenen Rettungsdienst ist die Luftrettung ein wichtiger Bestandteil der Erstversorgung. Dem wird hier in Linz mit der Stationierung des Rettungshubschraubers Rechnung getragen. Mögliche niederbayerische-oberösterreichische Kooperationen, die über die bestehende, hervorragende Zusammenarbeit bei Christophorus Europa 3 hinausgehen, sollten wir gemeinsam ausloten."

Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander sagte: "Wir haben im Gesundheitsbereich schon Kooperationen mit Bayern, z.B. zwischen dem Krankenhaus Schärding und dem Krankenhaus Passau. Daher würde ich mich freuen, wenn es uns in weiterer Folge gelingt, im Bereich der Universitätskliniken und der Medizinischen Fakultäten oder auch im Bereich der Rettungsorganisationen neue Kooperationen aufzubauen. Der Besuch des Herrn Staatssekretärs kann ein erster Schritt in diese Richtung sein. Ich bin überzeugt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Patientinnen und Patienten davon profitieren würden."

Ars Electronica Center

Staatssekretär Bernd Sibler (2.v.li.) im Gespräch mit (v.li.) Dr. Heinz Brock, Geschäftsführer für die Bereiche Medizin, Qualitätsmanagement, Informations- und Kommunikationstechnologie am Kepler Universitätsklinikum, Landesrätin Christine Haberlander, Dr. Elgin Drda, Geschäftsführerin für die Bereiche Finanzen, Personal, Organisation und Pflege am Kepler Universitätsklinikum, und Prof. Dr. Franz Fellner, Vorstand Zentrales Radiologie Institut
Staatssekretär Bernd Sibler (2.v.li.) im Gespräch mit (v.li.) Dr. Heinz Brock, Geschäftsführer für die Bereiche Medizin, Qualitätsmanagement, Informations- und Kommunikationstechnologie am Kepler Universitätsklinikum, Landesrätin Christine Haberlander, Dr. Elgin Drda, Geschäftsführerin für die Bereiche Finanzen, Personal, Organisation und Pflege am Kepler Universitätsklinikum, und Prof. Dr. Franz Fellner, Vorstand Zentrales Radiologie Institut

Im Linzer Ars Electronica Center präsentierte Prof. Dr. Franz Fellner vom Zentralen Radiologie Institut des Kepler Universitätsklinikums Staatssekretär Sibler und Gesundheitslandesrätin Haberlander seine neue hochauflösende Bildgebungs-Software Cinematic Rendering, die bereits in der Lehre Einsatz findet und sowohl den fachlichen Austausch von Ärztinnen und Ärzten untereinander als auch die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten andererseits erheblich verbessert. Die Software ist eines von mehreren Beispielen für erfolgreiche grenzüberschreitende Forschungszusammenarbeit und wurde 2017 für den Deutschen Zukunftspreis nominiert.

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