Leibniz-Rechenzentrum Höchstleistungsrechner SuperMUC startet in nächste Generation

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle (3.v.r.), der Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Thomas O. Höllmann (2.v.l.) und der Leiter des Leibniz-Rechenzentrums, Dieter Kranzlmüller (l.) freuten sich zusammen mit weiteren Unterstützern des Projekts über die Vertragsunterzeichnung
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle (3.v.r.), der Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Thomas O. Höllmann (2.v.l.) und der Leiter des Leibniz-Rechenzentrums, Dieter Kranzlmüller (l.) freuten sich zusammen mit weiteren Unterstützern des Projekts über die Vertragsunterzeichnung

Der Höchstleistungsrechner "SuperMUC" im Garchinger Leibniz-Rechenzentrum verarbeitet riesige Datenmengen in beeindruckender Geschwindigkeit und dient damit verschiedensten Forschungsbereichen. Nun wurde der Vertrag für die Lieferung des nächsten Supercomputers unterzeichnet: "SuperMUC-NG“.

In München wurde der Vertrag über die Lieferung des nächsten Höchstleistungsrechners am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften unterzeichnet. Als „Next Generation“ wird SuperMUC-NG dem jetzigen SuperMUC folgen und einer extrem breitgefächerten Wissenschaftscommunity geballte Rechenpower bieten.

SuperMUC-NG wird nicht nur eine deutliche Verbesserung der Rechenleistung bringen, sondern auch die Bewältigung der riesigen Datenmengen („Big Data“) ermöglichen, die in wachsendem Maße bei Experimenten und Simulationen anfallen. Ziel ist es, den Forscherinnen und Forschern größtmögliche Freiheit beim Einsatz eigener Software- und Visualisierungsumgebungen für die Verarbeitung der vom Supercomputer generierten Daten zu gewähren und diese Ergebnisse mit anderen zu teilen.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle betonte: „Für exzellente Forschung und Entwicklung braucht es exzellente Arbeitsbedingungen. Mit dem künftigen Höchstleistungsrechner SuperMUC-NG begegnen wir diesem Bedarf und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass am Wissenschaftsstandort Bayern in diesem Bereich weiterhin Spitzenforschung betrieben werden kann.“ 

Klassische Einsatzgebiete des Höchstleistungsrechnens waren bisher Kosmologie und Astrophysik, Festkörperphysik und Strömungsmechanik. In den letzten Jahren kamen immer mehr Wissenschaftsgebiete dazu: vor allem Projekte aus den Lebenswissenschaften sowie der Katastrophen- und Umweltforschung. So konnte ein internationales Team, das zu personalisierter Medizin forschte, mit dem SuperMUC berechnen, welches Brustkrebsmedikament bei welcher Patientin wirken wird. Eine Simulation des Sumatra-Erdbebens, das den Tsunami 2004 ausgelöst hatte, zeichnete die Fachcommunity auf der Supercomputing Conference in Denver, Colorado, USA, als „Best Paper“ aus. Doch auch zur Vorhersage von Umwelt-Ereignissen nutzen Forscherteams den Superrechner: Zusammen mit kanadischen Forschern führten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von LMU München, TU München und LRZ umfangreiche Simulationen zu Auswirkungen des Klimawandels auf extreme Niederschlags- und Hochwasserereignisse in Bayern durch.

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