Zeitschrift aviso Afrikanische Kultur in Bayern erleben

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Kultureller Austausch zwischen Afrika und Bayern ist seit Jahrhunderten vielschichtig dokumentiert und heute umso aktueller: Afrika ist in Bayern durch Forschungsstellen, Sammlungen, Einrichtungen und Festivals vielfältig präsent. Die historische Verbindung ist dauerhaft festgehalten in Stadtwappen bayerischer Städte, wie Coburg oder Pappenheim.
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Editorial von Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,

Afrika in Bayern – der Titel dieses Themenhefts mag auf den ersten Blick irritieren: schon weil sich hier ein Land innerhalb eines Nationalstaats in Beziehung zu einem ganzen Kontinent setzt. Tatsächlich gibt es in Bayern eine ganze Reihe von afrikabezogenen Einrichtungen, Forschungsstellen, Sammlungen und Festivals. Der Freistaat beherbergt beispielsweise nicht nur die bedeutende historisch-ethnographische Sammlung des Museums Fünf Kontinente, sondern mit dem Iwalewahaus in Bayreuth einen sehr lebendigen Ort für Gegenwartskunst aus Afrika. An der Universität Bayreuth hat sich ohnehin eine regelrechte Forschungslandschaft für Afrikastudien entwickelt, mit einem breitgefächerten wissenschaftlichen Angebot, von dem – über das Graduiertenprogramm BIGSAS – zahlreiche junge aus Afrika stammende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler profitieren. Auch das profilierte BIGSAS-Literaturfestival hat sich hier etabliert. Überhaupt scheint das Interesse an Afrika in Franken besonders stark zu sein, denken wir an die zwei Afrika-Festivals in Würzburg und Nürnberg.

Afrika ist in Bayern vielfältig sehr präsent. Und gleichzeitig sind die Verhältnisse komplex und kompliziert, belastet durch eine Geschichte des Kolonialismus, an der auch Vertreter der politischen Herrschaft und der Kirche wie des kulturellen und des wissenschaftlichen Lebens in Bayern beteiligt waren und an der auch die breite Bevölkerung vielschichtig partizipierte. Bis heute ringen wir um einen bewussten und kritischen Umgang mit rassistischen Begriffen, Stereotypen und Denkmustern. Die Diskussion darüber wie auch die Aufarbeitung der historischen Ereignisse ist längst nicht abgeschlossen. Es ist eine lange Geschichte, die uns mit Afrika verbindet, sie wirkt bis heute weiter und geht uns in vielerlei Hinsicht ganz unmittelbar an.

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