Digitalisierung Programm fördert Nachwuchsforscher

Mit jeweils rund 1,25 Millionen Euro fördert der Freistaat Nachwuchsforschungsgruppen an sieben Hochschulen für fünf Jahre
Mit jeweils rund 1,25 Millionen Euro fördert der Freistaat Nachwuchsforschungsgruppen an sieben Hochschulen für fünf Jahre

Das Zentrum Digitalisierung.Bayern ist das zentrale Element der Digitalisierungsstrategie der Bayerischen Staatsregierung. Mit ihm sollen die Kompetenzen weiter gestärkt und Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft intensiviert werden. Nun richtet der Freistaat sieben Nachwuchsforschungsgruppen zu innovativen Themen ein.

Sieben Nachwuchsforschungsgruppen zu innovativen Themen im Bereich der Digitalisierung werden im Rahmen des Zentrums Digitalisierung.Bayern (ZD.B) an Hochschulen im Freistaat eingerichtet. Das haben Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner nun in München bekanntgegeben.

Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle
Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle

Minister Spaenle betonte: „Mit diesem Programm fördern wir zum einen herausragende Nachwuchsforscherinnen und –forscher und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit innovativen Themenfelder für die Digitalisierung, mit denen sich die ausgewählten Gruppen befassen.“ Für die Förderung der Gruppen stellt die Bayerische Staatsregierung jeweils rund 1,25 Millionen Euro für fünf Jahre zur Verfügung.

Die Nachwuchsforschungsgruppen sollen im Rahmen des ZD.B ein aktives Forschungsnetzwerk zum wissenschaftlichen Austausch ausbilden. Des Weiteren wird die Vernetzung mit der bayerischen Wirtschaft gefördert, um den Wissens- und Technologietransfer zu intensivieren.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner
Wirtschaftsministerin Ilse Aigner

Wirtschaftsministerin Aigner sagte mit Blick auf die von der Bayerischen Staatsregierung entwickelte Zukunftsstrategie BAYERN DIGITAL: „Mit der Zukunftsstrategie BAYERN DIGITAL bauen wir die Kompetenzen im Freistaat im Bereich Digitalisierung aus. Das Zentrum Digitalisierung.Bayern ist ein Kernelement dieser Zukunftsstrategie. Mit dem ZD.B haben wir eine bayernweite Forschungs-, Innovations- und Gründungsplattform  geschaffen, die Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen der Digitalisierung anstößt. Gerade die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses spielt dabei eine entscheidende Rolle. Nur wenn es uns gelingt, die besten und kreativsten Köpfe nach Bayern zu holen und hier auszubilden, können wir die digitale Revolution aktiv gestalten und somit langfristig davon profitieren.“

Gefördert werden folgende Nachwuchsforschungsgruppen:

  • Dr. Florian Alt (HAW München): „Biometrics - Leveraging Behavioral Biometrics Beyond Security to Both Secure and Personalize Interactive Ubiquitous Computing Devices“, “Human-Computer Interaction” mit Schwerpunkt vereinfachte Nutzung von neuen Technologien bei gleichzeitiger Wahrung von Sicherheit / Datenschutz
  • Dr. Gerard Pons-Moll (Universität Würzburg): „Real Virtual Humans“, Schwerpunkt Virtualisierung
  • Dr. Daniel Schnurr (Universität Passau): „Data Neutrality & Open Access: Coherent Economic Policies for the Digital Economy“, Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Infrastrukturregulierungen
  • Dr. Janet Siegmund (Universität Passau): „PICCARD - Improving Collaboration and Communication of Developers“, Schnittstelle zwischen Psychologie und Softwaretechnik mit Schwerpunkt Verbesserung der Kooperation in der Softwareentwicklung
  • Dr. Matthias Uhl (TU München): „Ethics of Digitization“, Schwerpunkt Ethikforschung
  • Dr. Christian Wachinger (LMU München): „Computational Population Modeling from Big Medical Image Data“, Schwerpunkt bildgebende Verfahren in der Medizin
  • Dr. Raphael Wimmer (Universität Regensburg): „Physical Affordances for Digital Media and Workflows“, Schwerpunkt Digitalisierung in der Verwaltung aus Sicht der Medieninformatik

Der Auswahl der geförderten Gruppen ging ein mehrstufiges, intensives Begutachtungsverfahren durch ein Gremium außerbayerischer Experten unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Dr.-Ing. Stefan Jähnichen (TU Berlin) voraus.

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