Simon-Snopkowski-Preis 2018 Schüler bauen Brücken der Verständigung

Bundespräsident a. D. Joachim Gauck (1. v. rechts) und Ilse Ruth Snopkowski (1. v. links) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern
Bundespräsident a. D. Joachim Gauck (1. v. rechts) und Ilse Ruth Snopkowski (1. v. links) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern

Forschen, um zu verstehen: Der Simon-Snopkowski-Preis zeichnet Projektarbeiten aus, die sich der Erforschung der jüdischen Geschichte und des Holocausts widmen. 2018 wurden Schulen aus Mittelfranken, Oberbayern und Unterfranken zusammen mit dem Ehrenpreisträger Bundespräsident a. D. Joachim Gauck ausgezeichnet.

Kultusminister Bernd Sibler begrüßte in Vertretung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Gäste zur Preisverleihung im Cuvilliés-Theater: „Der Simon-Snopkowski-Preis wurde ins Leben gerufen, um eine Brücke der Verständigung und Versöhnung zu bauen. Er richtet sich gezielt an unsere jungen Menschen. Sie gestalten die Welt von morgen. Ich bin stolz auf die großartige Forschungsarbeit, die enorme Kreativität und den Ideenreichtum der ausgezeichneten Arbeiten.“ Ausdrücklich dankte Kultusminister Sibler der Ehrenvorsitzenden Ilse Ruth Snopkowski für ihr großartiges Engagement gegen das Vergessen und für die Erinnerung.

Kultusminister Bernd Sibler (Mitte) im Gespräch mit der Ehrenvorsitzenden der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V., Ilse Ruth Snopkowski, und dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster
Kultusminister Bernd Sibler (Mitte) im Gespräch mit der Ehrenvorsitzenden der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V., Ilse Ruth Snopkowski, und dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster

Der Simon-Snopkowski-Preis wird alle zwei Jahre von der Gesellschaft für jüdische Kultur und Tradition e. V. verliehen. Motto der Auszeichnung ist „Forschen, um zu verstehen“. In diesem Sinn werden Projektarbeiten honoriert, die sich der Erforschung der jüdischen Geschichte und des Holocaust v.a. in Bayern widmen. Der Simon-Snopkowski-Preis wurde 2006 von der langjährigen Vorsitzenden der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition Ilse Ruth Snopkowski gemeinsam mit dem Bayerischen Kultusministerium im Gedenken an den Gründer der Gesellschaft Dr. Dr. Simon Snopkowski ins Leben gerufen. Seit 2010 erhält eine Persönlichkeit bzw. eine Institution einen Ehrenpreis für besondere Verdienste um das Judentum bzw. um das Zusammenwirken von Juden und Christen.

Den Ehrenpreis 2018 erhielt Bundespräsident a. D. Joachim Gauck für seine herausragenden Verdienste um die konsequente Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und für seinen Einsatz für die stetige Erinnerung an deren Opfer aus der Hand der Ehrenvorsitzenden Ilse Ruth Snopkowski.

Mit dem Simon-Snopkowski-Preis 2018 wurden folgende Schulen ausgezeichnet

  • Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt für das internationale Projekt zur jüdischen Geschichte Europas „Local traces of Jewish life in Europe“
Kultusminister Bernd Sibler (1. v. rechts) mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm (2. v. rechts) und den Preisträgerinnen und Preisträgern des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt
Kultusminister Bernd Sibler (1. v. rechts) mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm (2. v. rechts) und den Preisträgerinnen und Preisträgern des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt
  • Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern für die Wanderausstellung „Vergissmeinnicht – Das Schicksal von jüdischen Kindern aus den ehemaligen Landkreisen Haßfurt, Hofheim und Ebern in der Zeit des Nationalsozialismus“
Kultusminister Bernd Sibler (1. v. links) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern
Kultusminister Bernd Sibler (1. v. links) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern
  • Gabrieli-Gymnasium Eichstätt für die Ausstellung „Hoffnung – Das Erbe von Emilie und Oskar Schindler“
Kultusminister Bernd Sibler (1. v. links) mit Ilse Ruth Snopkowski (Mitte) und Ministerialdirigent Adolf Präbst vom bayerischen Kultusministerium (2. v. rechts) sowie den Preisträgerinnen und Preisträgern des Gabrieli-Gymnasiums Eichstätt
Kultusminister Bernd Sibler (1. v. links) mit Ilse Ruth Snopkowski (Mitte) und Ministerialdirigent Adolf Präbst vom bayerischen Kultusministerium (2. v. rechts) sowie den Preisträgerinnen und Preisträgern des Gabrieli-Gymnasiums Eichstätt
  • Einen Sonderpreis erhält das Gymnasium Höchstadt a. d. Aisch für sieben W-Seminararbeiten zu „Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart“
Kultusminister Bernd Sibler (3. v. rechts) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Gymnasiums Höchstadt a. d. Aisch
Kultusminister Bernd Sibler (3. v. rechts) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Gymnasiums Höchstadt a. d. Aisch

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