Ingenieurwissenschaften Preise würdigen die Abschlussarbeiten von Absolventinnen

Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler zeichnete Erika Stenglein für ihre herausragende Abschlussarbeit aus
Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler zeichnete Erika Stenglein für ihre herausragende Abschlussarbeit aus

Starke Ingenieurinnen: Fünf Absolventinnen wurden jetzt für ihre herausragenden Abschluss- und Promotionsarbeiten ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen kommen aus Würzburg, Erlangen-Nürnberg, Ingolstadt, Neu-Ulm und Hof.

„Sie haben bewiesen, dass Ingenieurwissenschaften längst keine Männerdomäne mehr sind. Mit Ihren herausragenden Leistungen auf diesem Gebiet sind Sie Vorbild für viele junge Frauen, die sich für ein technisches Studium interessieren oder entscheiden“, würdigte Wissen-schaftsstaatssekretär Bernd Sibler fünf Absolventinnen der Ingenieurwissenschaften an den Hochschulen in Würzburg, Erlangen-Nürnberg, Ingolstadt, Neu-Ulm und Hof. Sie wurden für ihre hervorragenden Abschluss- bzw. Promotionsarbeiten ausgezeichnet. Die mit 2.000 Euro dotierten Preise werden jährlich auf Vorschlag der Hochschulen vergeben.

Knapp ein Drittel aller MINT-Studierenden sind weiblich

Für Staatssekretär Sibler ist die Auszeichnung ein ermutigendes Signal an Mädchen und junge Frauen, sich vertieft mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen und ein entsprechendes Studium zu beginnen. „Wir müssen weiter daran arbeiten, junge Frauen für ein Studium technischer Fächer zu begeistern. Der Forschungs- und Wissenschafts-standort Bayern ist auf sehr gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure angewiesen“, betonte der Staatssekretär. Knapp ein Drittel aller MINT-Studierenden in Bayern sind aktuell Frauen.

Vielfältige Maßnahmen, um Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen

Um den Frauenanteil in MINT-Fächern weiter zu steigern, ist Bayern 2012 dem Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen beigetreten. Gemeinsam mit Partnereinrichtungen unterstützt der Freistaat vielfältige Initiativen. Beispielhaft sind Projekte wie „Wege zu mehr Mint-Absolventen“ oder „Erfolgreicher MINT-Abschluss an bayerischen Hochschulen“, BestMINt sowie das aktuell beschlossene Projekt „MINTerAktiv“ zu nennen: Hier werden neben einer eigens eingerichteten Beratungs- und Koordinierungs-stelle am Ministerium gezielt Maßnahmen an Hochschulen gefördert, die dem Studienabbruch in diesen Studiengängen entgegenwirken. Angebote wie der Girls’ Day, an dem jährlich über 20.000 Mädchen und junge Frauen in Bayern teilnehmen können, sorgen für praxisnahe Einblicke in technische Berufsfelder, die für Frauen traditionell eher untypisch sind.

Die Preisträgerinnen:

Sandra Holike

Bachelorstudium des „Informationsmanagements im Gesundheitswesen“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ulm und der Hochschule Neu-Ulm, Bachelorarbeit: „Rüstzeit- und Prozessoptimierung an den Drehmaschinen der Folgebearbeitung“.

Svenja Perl

Masterstudium der „Nanostrukturtechnik“ im Fachbereich der Physik und Astronomie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Masterarbeit: „Optimierung des Wachstums von InGaNas-Solarzellen und Oberflächenstrukturierung”.

Erika Stenglein

Masterstudium in der Elektrotechnik an der Universität Erlangen-Nürnberg, Masterarbeit: „Berechnung der stromabhängigen Induktivität bei rotationssymmetrischen Kernen mit gespaltenem Luftspalt“.

Melanie Ulitschka

Masterstudium der Verbundwerkstoffe an der Hochschule Hof, Masterarbeit: „Entwicklung von PTFE-Compounds mit gezielt charakteristischen Leistungsmerkmalen“.

Dr. Kathrin Sattler

Promotionsstudium am Institut für Fahrzeug-Sicherheitssysteme der Technischen Hochschule Ingolstadt, Dissertation: „Methodik für den Systemtest in der integralen Fahrzeugsicherheit“.

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