Wohnraum für Studierende Freistaat unterstützt Bau von Studentenwohnheimplätzen

Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler (r.) und Baustaatssekretär Gerhard Eck (l.) mit Dr. Ursula Wurzer-Faßnacht, Geschäftsführerin des Studentenwerks München
Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler (r.) und Baustaatssekretär Gerhard Eck (l.) mit Dr. Ursula Wurzer-Faßnacht, Geschäftsführerin des Studentenwerks München

Wie kann man angesichts der steigenden Studierendenzahlen in Bayern ausreichend Wohnraum für junge Menschen schaffen? Mit dieser Frage beschäftigten sich in München und Würzburg Vertreter der Hochschulen, der Studentenwerke und der Kommunen.

"Die Zahl der Studierenden in Bayern steigt weiter an: Im vergangenen Wintersemester waren rund 368.200 Studierende immatrikuliert, das sind über 12.000 mehr als im Wintersemester 2013/2014. Das zeigt die erfreulich große Anziehungskraft unserer bayerischen Hochschulen. So sehr uns diese Entwicklung für das Ansehen des Hochschulstandortes Bayern freut – sie hat auch Konsequenzen für den Wohnungsmarkt. Denn unsere Studierenden benötigen ein Dach über dem Kopf“, erklärte Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler zum Auftakt des Austauschforums zum studentischen Wohnen, zu dem er gemeinsam mit Baustaatssekretär Gerhard Eck eingeladen hatte. Staatssekretär Eck ergänzte: "Damit sie an den Hochschulstandorten bezahlbaren und angemessenen Wohnraum zur Verfügung haben, stellen wir jährlich hohe Fördersummen bereit. 2014 waren es insgesamt 37,5 Millionen Euro. Damit haben wir 1.518 Wohnheimplätze gefördert. Das Deutsche Studentenwerk hat unsere bayerische Förderung als die beste von allen Bundesländern gelobt. Dieses Lob spricht für sich.“

Mit allen beteiligten Akteuren ins Gespräch kommen

Staatssekretär Sibler (3.v.l) und Staatssekretär Eck (li.) diskutieren innovative Lösungsansätze zur Gewinnung von zusätzlichem Wohnraum für Studierende
Staatssekretär Sibler (3.v.l) und Staatssekretär Eck (li.) diskutieren innovative Lösungsansätze zur Gewinnung von zusätzlichem Wohnraum für Studierende

Doch Fördergelder allein reichen nicht. "Deshalb wollen wir mit allen beteiligten Akteuren ins Gespräch kommen und gemeinsam innovative Lösungsansätze für mehr Wohnraum finden“, so Sibler und Eck.

In Fachvorträgen, Gesprächen und Informationsrunden wurden Erfahrungen ausgetauscht und Ideen für zusätzlichen Wohnraum für Studierende vorgestellt. Thematische Schwerpunkte waren u.a. der Wohnheimbau und Fördermöglichkeiten, Angebote für Studierende mit Kind und Wohnmöglichkeiten für Studierende mit Behinderung.

In München erklärte die Geschäftsführerin des Studentenwerks München, Dr. Ursula Wurzer-Faßnacht: "Ich freue mich, dass die beiden Ministerien, die zu dieser Veranstaltung eingeladen haben, erkennen, dass dringender Handlungsbedarf besteht und zusätzlicher günstiger Wohnraum geschaffen werden muss.“ In Ihrem Vortrag betonte sie die Anliegen der Studierenden bei den Münchner Initiativen für mehr studentischen Wohnraum: „Im Zuge unserer Nachverdichtungen, Neubauten und Sanierungen bedenken wir möglichst viele Aspekte und haben dadurch die Möglichkeit auf die heutigen Bedürfnisse der Studierenden einzugehen.“

Der Geschäftsführer des Studentenwerks Oberfranken, Josef Tost, stellte in Würzburg das "Coburger Modell“ vor, "ein gelungenes Projekt einer Zusammenarbeit eines privaten Bauträgers mit einer staatlichen Einrichtung zur zeitnahen Schaffung von günstigem bezahlbarem Wohnraum für Studierende.“

Appell an die Städte

Innovative Lösungen können aber nur umgesetzt werden, wenn auch passende Baugrundstücke zur Verfügung stehen, so Staatssekretär Eck weiter. "Deshalb appelliere ich nochmals an die Städte: Stellen Sie geeignete bezahlbare Grundstücke zur Verfügung. Denken Sie auch über eine Verringerung der geforderten Stellplätze für ein Studentenwohnheim nach und führen Sie die Baugenehmigungsverfahren zügig durch. Auch die Universitäten und Hochschulen sollten überlegen, ob auf den Hochschulgeländen Flächen für das studentische Wohnen eingeplant werden können.“

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