„Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ Projektwochen ermöglichen das Lernen auf dem Bauernhof

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„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“: In den Projektwochen auf dem Bauernhof werden unter anderem Themen wie Nahrungsmittelproduktion und Verbraucherbildung angesprochen. Jetzt informieren! 

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Den Schulkindern Alltagskompetenzen zu vermitteln und z. B. einen Einblick in das Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof zu geben, darum geht es bei dem Projekt „Schule fürs Leben“. Jetzt haben sich Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gemeinsam auf einem Bauernhof in Olching über dieses Projekt informiert. Seit dem Schuljahr 2021/2022 bieten die bayerischen Schulen in den Jahrgangsstufen 1-4 sowie in den Jahrgangsstufen 5-9 jeweils eine Projektwoche an.

Auf dem Erlebnisbauernhof der Familie Hartl war auch die Klasse 2a der Grund- und Mittelschule Türkenfeld zu Besuch, die mit allen Sinnen den Alltag auf dem Hof kennen lernen durfte. Die Kinder legten beim Ernten selbst Hand an und erfuhren dabei viel Wissenswertes rund um die Kartoffel.

Für den Kultusminister stellt das Lernen für das Leben ein wichtiges Ziel dar: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir – so heißt es im Volksmund. Schulbildung soll Kindern und Jugendlichen ein selbstständiges Leben ermöglichen. Das haben wir uns mit den Projektwochen ‚Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben‘ auf die Fahnen geschrieben. Da geht es um interessante Praxis-Themen: von Datenschutz über die Nahrungsmittelproduktion bis hin zur Verbraucherbildung. Ein Bauernhof ist ein idealer Ort, um fürs Leben zu lernen, denn die Wertschätzung für unsere Nahrungsmittel wird umso größer, wenn man den Aufwand kennt, der hinter ihrer Produktion steckt.“

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zeigte sich überzeugt, dass die Projektwochen junge Menschen besser auf das Leben vorbereiten. „Es muss uns allen ein Herzensanliegen sein, dass die Kinder an den Schulen wieder mehr Alltagskompetenzen erlernen. Da geht es um sehr praktische Dinge wie Gesundheit, bewusste Ernährung, effiziente Haushaltsführung, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten, umweltbewusstes Handeln und digitale Kompetenz. Die Angebote meines Hauses wie ‚Erlebnis Bauernhof‘, im Bereich Ernährung und Verpflegung, Haushaltsführung und der Waldpädagogik sind hier eine gute Ergänzung. Sie vermitteln auch hautnah den Wert von Lebensmitteln und die Wertschätzung für die Arbeit auf unseren Bauernhöfen, für richtiges Verhalten in der Natur und in der Kulturlandschaft.“

Ein Herzstück des Konzepts „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ des Kultusministeriums ist die Zusammenarbeit mit externen Expertinnen und Experten im Rahmen von Projekten und Exkursionen. Es geht dabei um lebensnahe und praktische Anwendungssituationen. Das Konzept umfasst den gesamten Bereich des schulart- und fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziels „Alltagskompetenz und Lebensökonomie“. Die Angebote im Rahmen der „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“ ermöglichen den Kompetenzerwerb und unterstützen die Heranwachsenden, sich im Alltag zurechtzufinden. Der Bauernhof als außerschulischer Lernort und das praktische Erleben sind dabei in ganz besonderer Weise dafür geeignet, neben der Vermittlung von „Wissen und Können“ auch „Herz und Charakter“ der Kinder zu bilden und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern.

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