Coronavirus aktuell Hygieneempfehlungen für die bayerischen Schulen (Schuljahr 2022/2023)

Hygienemaßnahmen sollen auch im kommenden Schuljahr einen sicheren Unterrichtsbetrieb an Bayerns Schulen garantieren
Hygienemaßnahmen sollen auch im kommenden Schuljahr einen sicheren Unterrichtsbetrieb an Bayerns Schulen garantieren

Kinder und Jugendliche haben in aller Regel eher milde Verläufe der Omikron-Variante des Coronavirus SARS-CoV-2. Ein gleichbleibendes Infektionsgeschehen vorausgesetzt, sind deshalb verpflichtende Maßnahmen wie Masken oder Tests bis auf Weiteres nicht vorgesehen. Die untenstehenden Hygieneempfehlungen gelten daher auch weiterhin.

Die Teilnahme am Präsenzunterricht, an sonstigen Schulveranstaltungen sowie an der Mittagsbetreuung ist ohne negativen Testnachweis möglich. 

Auch im Schuljahr 2022/2023 gilt: Wer krank ist, bleibt zuhause – unabhängig davon, ob ein COVID-19-Verdacht besteht. So können Ansteckungen in der Schule wirksam verhindert werden. Danke für Ihr Verständnis und Ihre Mitwirkung!

Hygieneempfehlungen

Gegenseitige Rücksichtnahme und Verantwortung für die Mitmenschen stehen auch künftig im Vordergrund. Es werden deshalb alle Schulen, Erziehungsberechtigte und Schülerinnen und Schüler um die Einhaltung der folgenden Hygienemaßnahmen gebeten  (hier als pdf zum Download):

Basis-Hygienemaßnahmen

  • Lüften: Klassen- bzw. Unterrichtsräume sollten weiterhin mind. alle 45 Minuten, im Idealfall alle 20 Minuten über mehrere Minuten durch vollständig geöffnete Fenster gelüftet werden. Es können weiterhin auch (dezentrale) Lüftungsanlagen oder unterstützend mobile Luftreiniger eingesetzt werden. Diese ersetzen jedoch nicht das regelmäßige Lüften.
  • Händewaschen: Regelmäßiges Händewaschen mit Seife für mind. 20 Sekunden senkt das Infektionsrisiko für sich selbst und andere.
  • Husten- und Niesetikette: Husten oder Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch sollte weiterhin selbstverständlich sein.
  • Abstandhalten: Wo immer möglich, sollte im Schulgebäude ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Masken

  • In Innenräumen wird das Tragen einer Maske allgemein empfohlen. Auch im Unterricht kann selbstverständlich freiwillig eine Maske getragen werden.
  • Ausdrücklich empfehlen wir das Tragen einer Maske vor allem auf den Begegnungsflächen der Schule (z. B. Gänge, Treppenhäuser, Pausenhalle) sowie nach einem bestätigten Infektionsfall in der Klasse für fünf Schultage auch im Unterricht.
  • Im öffentlichen Personennahverkehr gilt die dort geregelte Maskenpflicht. Im freigestellten Schülerverkehr, also in den Schulbussen, wird das Tragen einer Maske als wichtiges Element des Infektionsschutzes empfohlen. 

Umgang mit Krankheitssymptomen

  • Grundsätzlich gilt: Wer krank ist, bleibt zuhause – unabhängig davon, ob COVID-19-Verdacht besteht oder nicht.
  • Bei nach drei Tagen anhaltendem Fieber, deutlich reduziertem Allgemeinzustand und Verschlechterung des Befindens sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Bei leichten Symptomen, wie Schnupfen oder Halskratzen, empfehlen wir, vor dem Schulbesuch zu Hause einen Selbsttest durchzuführen. Alternativ kann ein Antigen-Schnelltest beim Hausarzt oder im Testzentrum Aufschluss über eine mögliche Infektion geben.
  • In der Schule finden keine Testungen statt.
  • Zusätzlich kann bei leichten Erkältungssymptomen das Tragen einer Maske davor schützen, dass ggfs. das SARS-CoV-2-Virus weitergegeben wird.

Für positiv auf eine SARS-CoV-2-Infektion getestete Personen gelten laut Allgemeinverfügung des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (AV Isolation) die folgenden verbindlichen Vorgaben:

  • Eine positiv getestete Person (Nukleinsäure-/PCR-Test oder Antigen-Schnelltest durch geschultes Personal) befindet sich grundsätzlich mindestens fünf Tage seit Erstnachweis des Erregers in Isolation und darf die Schule nicht besuchen. Die Fünf-Tages-Frist beginnt am Tag nach dem Erstnachweis (Tag 1). Der Tag der Abstrichnahme ist Tag Null. Positiv getestete Personen müssen sich unverzüglich nach Kenntniserlangung des positiven Testergebnisses in Isolation begeben.
  • Die Isolation kann frühestens nach Ablauf von fünf Tagen nach Erstnachweis des Erregers beendet werden, wenn seit mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit besteht.
  • Liegt an Tag fünf der Isolation keine Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden vor, dauert die Isolation zunächst weiter an. Sie endet, wenn die betreffende Person seit mindestens 48 Stunden symptomfrei ist, spätestens aber nach 10 Tagen.
  • Eine Freitestung ist zur Beendigung der Isolation nicht erforderlich; die Schule kann somit spätestens nach 10 Tagen wieder besucht werden.
  • Für die Dauer von fünf Tagen nach dem Ende der Isolation empfiehlt das Gesundheitsministerium das Tragen einer FFP2-Maske (auch in der Schule).
  • Wird nach einem positiven Antigentestergebnis ein PCR-Test durchgeführt, endet die Isolation automatisch, sofern der durchgeführte PCR-Test ein negatives Testergebnis erbringt (und sich der Antigentest somit als falsch positiv herausstellt).

    Für die Schule ist die Information über eine positive Testung hilfreich.

FAQ

Müssen sich Kinder und Jugendliche verpflichtend testen, um die Schule besuchen zu können?

Eine Verpflichtung zum Testen besteht aktuell nicht. Bei leichten Symptomen, wie Schnupfen oder Halskratzen, empfehlen wir, vor dem Schulbesuch zu Hause einen Selbsttest durchzuführen. Alternativ kann ein Antigen-Schnelltest beim Hausarzt oder im Testzentrum Aufschluss über eine mögliche Infektion geben.

Ich habe gehört, dass das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes auch die Möglichkeit zur Masken- und Testpflicht vorsieht. Wird das an den Schulen in Bayern umgesetzt?

In der aktuellen Infektionslage besteht kein Anlass, an den Schulen wieder anlasslose Testungen oder eine Maskenpflicht einzuführen. Es bleibt daher bis auf Weiteres bei den bekannten Hygieneempfehlungen, bspw. zum freiwilligen Tragen einer Maske auf den Begegnungsflächen im Schulgebäude.

Selbstverständlich beobachten wir das Infektionsgeschehen weiter.

Müssen Schülerinnen und Schüler, die Sorge vor einer Ansteckung haben und für sich ein individuell erhöhtes Risiko sehen, zum Präsenzunterricht kommen?

Eine Beurlaubung vom Präsenzunterricht aufgrund individuell empfundener Gefährdungslage ist nicht möglich.

Schülerinnen und Schüler mit Grunderkrankungen, bei denen nach ärztlicher Einschätzung (Attest!) ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung besteht, können in begründeten Einzelfällen eine Beurlaubung vom Präsenzunterricht beantragen, vgl. § 20 Abs. 3 BaySchO.

Welche Regelungen gelten für Lehrkräfte mit Vorerkrankungen bzw. besonderen Risikofaktoren?

Lehrkräfte mit Vorerkrankungen/ besonderen Risikofaktoren, für die eine besondere Gefährdungssituation besteht oder eine Impfung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, müssen eine individuelle Risikofaktorenbewertung durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte vornehmen lassen.

Wenn der besonderen Schutzbedürftigkeit der Lehrkraft auch mit besonderen Schutzmaßnahmen nicht ausreichend Rechnung getragen werden kann, so muss die Ärztin/der Arzt bescheinigen, dass ihr Einsatz im Präsenzunterricht und in sonstiger Präsenzform nicht vertretbar ist, weil das Risiko im Fall einer Infektion, schwer zu erkranken, weiterhin besteht. Die ärztliche Bescheinigung gilt längstens für einen Zeitraum von 3 Monaten. Für eine längere Entbindung vom Präsenzunterricht ist eine ärztliche Neubewertung und Vorlage einer neuen Bescheinigung, die wiederum längstens 3 Monate gilt, erforderlich.

Kann das Lüften in den Klassenräumen durch technische Hilfsmittel unterstützt werden? Gibt es hierfür eine Förderung?

Besteht in einem Klassenraum die Möglichkeit zur Stoß- und Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster, ist dies grundsätzlich ausreichend. Wo sog. „raumlufttechnische Anlagen“ eingebaut sind, sollen diese mit möglichst hohem Frischluftanteil betrieben werden. 

Darüber hinaus kann das Lüften auch durch nachträglich installierte technische Hilfsmittel unterstützt werden.  Der Freistaat fördert die Beschaffung von mobilen Luftreinigungsgeräten sowie von dezentralen Lüftungsanlagen, soweit diese nicht von der Bundesförderung „Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen“ umfasst sind, für Klassen- und Fachräume. Weitere Informationen sind  hier abrufbar.

Aufgrund der Corona-Pandemie war der Präsenzunterricht für längere Zeit stark eingeschränkt. Wie wird darauf reagiert?

In den Lehrplänen können – je nach Situation in der Klasse –weiterhin Schwerpunkte gesetzt werden, nicht jedes Themengebiet muss dabei gleich intensiv behandelt werden. In den Abschlussklassen ist klar unterschieden, was für die Abschlussprüfungen wichtig ist und was nicht. 

Unter dem Motto „gemeinsam.Brücken.bauen“ stellen die Schulen nach Bedarf auch entsprechende Förderangebote zur Verfügung, z. B. zusätzliche „Brückenkurse“ am Nachmittag. Dabei geht es nicht nur darum, Lernrückstände abzubauen – die Schülerinnen und Schüler sollen auch verstärkt Gemeinschaft erleben und so ihre sozialen Kompetenzen stärken können.

Für individuelle Beratung und Unterstützung stehen die Beratungslehrkräfte sowie die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen vor Ort sowie an den Staatlichen Schulberatungsstellen zur Verfügung.

Welche Ansprechpersonen für eine Beratung stehen an den Schulen zur Verfügung?

Der gesamten bayerischen Schulgemeinschaft stehen die bewährten Ansprechpersonen der Staatlichen Schulberatung zur Verfügung, vor Ort die für die jeweilige Schule zuständige Beratungslehrkraft und die Schulpsychologin bzw. der Schulpsychologe, Kontaktdaten sind auf der Homepage der Schule zu finden.
Darüber hinaus gibt es zentrale Beratungslehrkräfte sowie Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für alle Schularten an den Staatlichen Schulberatungsstellen.

Einsatz schwangerer Lehrkräfte – Allgemeine Informationen für Lehrkräfte und Schulleitungen

Bislang galt: Aufgrund der Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 09.09.2021 besteht für schwangeres staatliches Personal (Beamtinnen und Arbeitnehmerinnen) ein betriebliches Beschäftigungsverbot für eine Tätigkeit in der Schule. Daher nehmen die schwangeren Lehrkräfte ihren Dienst in häuslicher Tätigkeit wahr. Sie können dabei vollumfänglich in die Erledigung aller Aufgaben, die ortsungebunden erbracht werden können, eingebunden werden. Auch schwangere Schülerinnen und Studentinnen dürfen derzeit grundsätzlich den Unterricht nicht besuchen oder an den Schulen tätig werden.

Künftig gilt: Der Ministerrat hat am 13.09.2022 beschlossen, dass anstelle des bisher geltenden pauschalen Betretungsverbots schwangere Lehrkräfte grundsätzlich wieder vor Ort in ihrer Schule tätig werden und auch Präsenzunterricht geben können. Dazu wird die o.g. Allgemeinverfügung mit Wirkung vom 04.10.2022 aufgehoben. Die Aufhebung des bisherigen allgemeinen betrieblichen Beschäftigungsverbots bedeutet jedoch nicht, dass jede Schwangere automatisch und ohne vorherige Prüfung der Arbeits- bzw. Ausbildungsbedingungen und ihrer individuellen Voraussetzungen an der Schule tätig werden kann.

Für schwangeres staatliches Personal (Beamtinnen und Arbeitnehmerinnen) sowie deren zuständige Schulleitungen bedeutet dies konkret:

  • Unter bestimmten Voraussetzungen kann zukünftig insbesondere die Möglichkeit eröffnet werden, dass die schwangere Lehrerin z. B. Förderstunden, Förderunterricht, Differenzierungsunterricht, Unterricht in Oberstufenkursen des Gymnasiums, in einem Wahlfach und ggf. in geteilten Klassen erteilt. Bei ausreichend großen Klassenräumen und Abständen ist ggf. sogar Unterricht in ganzen Klassen möglich. Ihre restliche Arbeitszeit kann die Schwangere ggf. in einem Einzelraum in der Schule oder wie bisher von zuhause aus ableisten.
  • Wichtig ist das vertrauensvolle Zusammenwirken der Schwangeren und der Schulleitung auch bei der Ausgestaltung der Tätigkeit in der Schule. Dies betrifft insbesondere die Art und Zusammensetzung der konkreten Tätigkeit in der Schule (z. B. Mischung aus Einsatz im Präsenzunterricht, im Unterricht aus Distanz und/oder Verwaltungstätigkeiten). Zum anderen betrifft dies die arbeitstägliche Gesamttragedauer einer FFP2-Maske sowie die Anzahl und Dauer notwendiger Tragepausen. So müssen mit Blick auf die arbeitstägliche Gesamttragedauer ausreichende Tragepausen vorgesehen werden.
  • Wenn die Schulleitung den Umfang der Präsenzzeit entsprechend festlegt, müssen dabei auch entsprechende Tragepausen eingeplant und eingehalten werden. Ein solches Modell muss angepasst werden, wenn es der Gesundheitsschutz der Schwangeren erfordert. Die Schwangere sollte daher der Schulleitung regelmäßig Rückmeldung geben, wie sie mit dem bisher festgelegten Modell zurechtkommt. Auch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft können aufgrund der sich ändernden körperlichen Voraussetzungen weitere Anpassungen, z. B. Verminderungen oder Erhöhungen des Stundenmaßes im Präsenzunterricht pro Tag, erforderlich werden.

Darüber hinaus gilt: 

  • Ein Einsatz schwangerer Lehrerinnen im Präsenzunterricht ist dann möglich, wenn es u. a. die konkreten Rahmenbedingungen am jeweiligen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz mutterschutzrechtlich zulassen.
  • Sobald eine Schwangere ihre Schwangerschaft der Schulleitung mitteilt, ist in jedem Einzelfall von der Schulleitung gemäß § 10 Mutterschutzgesetz (MuSchG) anhand der konkret geplanten Art der Tätigkeit zu prüfen, welche Tätigkeiten die Schwangere in welchem Umfang weiterhin durchführen darf. Eine solche anlassbezogene Gefährdungsbeurteilung ist ergänzend zur anlasslosen Gefährdungsbeurteilung Mutterschutz nach § 5 Arbeitsschutzgesetz und § 10 MuSchG zu erstellen. 
  • Dies bedeutet im Umkehrschluss für die Zeit nach dem 4. Oktober: Liegt nach einer Schwangerschaftsmeldung noch keine anlassbezogene Gefährdungsbeurteilung vor, so ist durch die Schulleitung für die Schwangere zunächst ein betriebliches Beschäftigungsverbot für eine Tätigkeit in der Schule auszusprechen, bis die Gefährdungsbeurteilung abgeschlossen ist. Ein entsprechendes Musterschreiben finden Sie hier.

Allgemeine Informationen rund um das Thema Mutterschutz finden Sie auf der Homepage des Arbeitsmedizinischen Instituts für Schulen (AMIS) (Beratungsangebot Mutterschutz). Ein Informationsblatt für Schwangere zum Mutterschutz am Arbeitsplatz finden Sie hier.

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion

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