Haus der Athleten Neue Herberge für Bayerns Top-Talente

Der Leistungssport-Nachwuchs hat die Herausforderung, Training und Schule zu vereinbaren - das funktioniert im Haus der Athleten
Der Leistungssport-Nachwuchs hat die Herausforderung, Training und Schule zu vereinbaren - das funktioniert im Haus der Athleten

Erfolg im Leistungssport und auch in der Schule: Das Haus der Athleten in München will diese Verbindung bestmöglich unterstützen. Der Neubau wurde am 12. Oktober 2021 feierlich eingeweiht.

Der Neubau des Hauses der Athleten (HdA) München liegt in der Trägerschaft des Katholischen Jugendsozialwerks München (KJSW). Am Festakt zur Einweihung nahmen Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo, Domkapitular Monsignore Klaus Peter Franzl und Volker Hermann als Leiter des Olympia-Stützpunkts Bayern teil. Staatsminister Prof. Michael Piazolo betonte: „Mit diesem Neubau unterstützen wir unsere jungen Sporttalente bestmöglich dabei, den Spagat zwischen Leistungssport und Schule zu meistern. Wie gut diese ganzheitliche Förderung gelingt, zeigen die großartigen Erfolge der Sportschülerinnen und Sportschüler an den Eliteschulen des Sports in Bayern.“ 

Domkapitular Monsignore Klaus Peter Franzl erklärte als Vorsitzender des KJSW: „Junge Leute brauchen einen Platz zum Leben. Die Kirche hat den Neubau des Hauses der Athleten finanziell unterstützt, weil wir Jugendliche gut begleiten wollen und können. Egal, ob es sich bei ihnen um Sportlerinnen und Sportler handelt, um Auszubildende, Blockschüler oder um Jugendliche im pädagogisch begleiteten Wohnen – das KJSW ist als christlicher Träger für alle da.“

Der Leiter des Olympiastützpunkts Bayern, Volker Herrmann, freute sich über den Neubau: „Starke Trainingsgruppen, Training an den Bundesstützpunkten, optimale Betreuung der aussichtsreichsten Talente durch Verbandstrainerinnen und -trainer und den Olympiastützpunkt Bayern – all das begünstigt das HdA in München. Zur Umsetzung des Zentralisierungsgedankens im Spitzensport sind Häuser der Athleten deshalb elementar.“

Kultusminister Piazolo unterstrich: „Das ist ein weiterer Meilenstein für die Verbesserung der Nachwuchsleistungssportförderung im olympischen Sommersport in Bayern. Durch den passgenauen Zuschnitt auf den Leistungssport und die räumliche Anbindung an die neue Eliteschule des Sports im Münchner Norden eröffnet der HdA-Neubau herausragende Chancen für Top-Talente weit über den Einzugsbereich Münchens hinaus.“

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (Mitte) in der Talkrunde zur feierlichen Einweihung; von links: Kilian Kappelmeier (Nachwuchsleistungssportler Judo), Katharina Trost (Spitzensportlerin Leichtathletik), Domkapitular Monsignore Klaus Peter Franzl (Vorsitzender KJSW), Volker Herrmann (Leiter OSP Bayern), Verena Dietl (3. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München)
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (Mitte) in der Talkrunde zur feierlichen Einweihung; von links: Kilian Kappelmeier (Nachwuchsleistungssportler Judo), Katharina Trost (Spitzensportlerin Leichtathletik), Domkapitular Monsignore Klaus Peter Franzl (Vorsitzender KJSW), Volker Herrmann (Leiter OSP Bayern), Verena Dietl (3. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München)

Talentförderung zwischen Schule und Leistungssport in Bayern 

Eliteschulen des Sports sind ein vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zertifiziertes Verbundsystem bestehend aus Schule, Leistungssport und Internat. Sie verknüpfen die schulische Ausbildung an weiterführenden Schulen im Freistaat optimal mit der leistungssportlichen Förderung der Sportfachverbände und ermöglichen auswärtigen Topathletinnen und -athleten die Unterbringung in einem Haus der Athleten. Im Hinblick auf die bestehende spitzensportliche Infrastruktur der sog. Bundesstützpunkte existieren in Bayern zwei Verbundsysteme für den olympischen Sommersport (München, Nürnberg) und zwei für den olympischen Wintersport (Berchtesgaden, Oberstdorf).

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