Soziales Engagement Bayerische Schulen erhalten Auszeichnung im Kampf gegen Blutkrebs

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (links) und DKMS-Geschäftsführerin Dr. Elke Neujahr (rechts) übergeben das DKMS-Schulsiegel an (von links nach rechts): Gerhard Kilian (Schulleiter der Ludwig Bölkow-Schule in Donauwörth), Hermine Scroggie (Schulleiterin der Berufsoberschule Friedberg) und Robert Predasch (Schulleiter des Städtischen Berufsschulzentrums für das Bau- und Kunsthandwerk München)
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (links) und DKMS-Geschäftsführerin Dr. Elke Neujahr (rechts) übergeben das DKMS-Schulsiegel an (von links nach rechts): Gerhard Kilian (Schulleiter der Ludwig Bölkow-Schule in Donauwörth), Hermine Scroggie (Schulleiterin der Berufsoberschule Friedberg) und Robert Predasch (Schulleiter des Städtischen Berufsschulzentrums für das Bau- und Kunsthandwerk München)

Mit einer Stammzellenspende Leben retten: Drei herausragend engagierte Schulen im Kampf gegen Blutkrebs erhielten im Städtischen Berufsschulzentrum für das Bau- und Kunsthandwerk München das DKMS-Schulsiegel.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Neben dem Städtischen Berufsschulzentrum für das Bau- und Kunsthandwerk München zeichnete Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo die Ludwig-Bölkow-Schule in Donauwörth sowie die Berufliche Oberschule Friedberg aus und würdigte deren außergewöhnlichen Einsatz für die DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) und das Thema Stammzellspende. „Stammzellspenderinnen und Stammzellspender retten Leben. Daher freue ich mich, wenn sich möglichst viele Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern in Bayern am DKMS-Schulprojekt beteiligen und damit Menschen mit lebensbedrohlicher Erkrankung Hoffnung schenken. Jeder Funke Hoffnung zählt! Ich bedanke mich für das wichtige Engagement der bayerischen Schulen“, so der Kultusminister und Schirmherr des DKMS-Schulprojekts in Bayern.

Unterstützt wurde er bei der Verleihung des DKMS-Schulsiegels von DKMS-Geschäftsführerin Dr. Elke Neujahr sowie Brigitte Lehenberger, einer langjährigen Helferin und DKMS-Ehrenamtspreisträgerin.

Dass Lernen und soziales Engagement ein perfektes Match sind, zeigt das DKMS-Schulprojekt auf besondere Art und Weise. Ziel ist es, einen echten Mehrwert für Lernende und Lehrende zu bieten. Das Angebot unter dem Motto „Dein Typ ist gefragt“ richtet sich an Gymnasien, Gesamtschulen und berufsbildende Schulen. „Der Lebensraum Schule eignet sich ganz besonders, um junge Menschen anzusprechen und unsere Spenderinnen und Spender von morgen aufzuklären. Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen durch die weltweite Pandemie haben wir unser Angebot an Schulen zügig angepasst. So bieten wir zum Beispiel eine digitale Unterrichtsstunde und ein interaktives Webinar an. Es ist uns wichtig, die Schulen jetzt und in Zukunft bestmöglich zu unterstützen“, erklärt DKMS-Geschäftsführerin Dr. Elke Neujahr.

Seit dem Schuljahresauftakt 2020/2021 stellt die DKMS allen teilnehmenden Schulen innovativ aufbereitete, kostenlose Unterrichtspakete zur Verfügung, die sich sowohl digital als auch im Präsenzunterricht einsetzen lassen. Ihr Anwendungsgebiet ist vielseitig – in den Naturwissenschaften, den Sozialwissenschaften, im Religions-, Ethik- oder im Deutschunterricht können die Lehrenden und Lernenden die Materialien nutzen. Anschließend haben interessierte Jugendliche ab 17 Jahren die Möglichkeit, sich als potenzielle Stammzellspenderinnen und Stammzellspender zu registrieren. Sie erhalten in der Schule das Material für einen Wangenabstrich zur Registrierung und können diesen kontaktlos zuhause durchführen.

Insgesamt haben sich im Rahmen des Schulprojekts seit 2004 bereits über 454.000 Schülerinnen und Schüler (davon 89.809 bei 691 Schulaktionen an bayerischen Schulen) in die DKMS aufnehmen lassen. Mehr als 5.700 von ihnen haben einem/r Patient/in eine zweite Lebenschance geschenkt – darunter 1.080 Hilfswillige aus Bayern. „Vor allem in den Schulen erreichen wir engagierte junge Menschen, die etwas bewegen wollen“, erklärt Dr. Elke Neujahr. „Je mehr Schulen mitmachen, desto größer sind die Überlebenschancen für Patientinnen und Patienten weltweit. Denn Blutkrebs macht keine Corona-Pause.“

Die drei ausgezeichneten Schulen in Bayern setzen sich dafür seit Jahren ein: Die Ludwig-Bölkow-Schule in Donauwörth unterstützt seit 2003 die DKMS. 3.727 junge Menschen haben sich bisher bei 17 Aktionen an der Schule in die Datei aufnehmen lassen, 82 von ihnen spendeten bereits Stammzellen. Auch die Berufliche Oberschule Friedberg kann auf ihr Engagement stolz sein: Hier haben sich in den vergangenen Jahren 2.244 Schülerinnen und Schüler registrieren lassen, von denen 24 bereits Lebenschancen geschenkt haben.

Das neue Schulsiegel wird im Laufe des Schuljahres an alle Schulen verliehen, die mindestens drei Registrierungsaktionen durchgeführt haben. So wie das Städtische Berufsschulzentrum für das Bau- und Kunsthandwerk München mit bislang drei Aktionen, bei denen sich insgesamt 622 Schülerinnen und Schüler als neue potenzielle Stammzellspenderinnen und Stammzellspender in die DKMS aufnehmen ließen. Insgesamt konnten bereits 13 Schülerinnen und Schüler mit ihren Stammzellen Betroffenen eine zweite Chance auf Leben schenken.

Alles Wissenswerte zum DKMS-Schulprojekt erfahren Sie hier.

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