Coronavirus aktuell PCR-Pooltests an Grund- und Förderschulen

Dr. Kasperl ist zurück: Die PCR-Pooltest-Anleitung

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Kinderleicht erklärt – so einfach funktionieren die PCR-Pooltests an Bayerns Grund- und Förderschulen: „Dr. Kasperl“ von der Augsburger Puppenkiste zeigt den Erdmännchen, worauf bei der Durchführung besonders zu achten ist (Den Film können Sie hier auf YouTube ansehen). Wenn Sie den Film auf Ihrer eigenen Webseite einbetten wollen, haben wir hier weitere Informationen zusammengestellt.)

Neues Testverfahren an Grund- und Förderschulen: Die sog. „Lollitests“​ sind für die Kleinen leicht durchzuführen und ermöglichen einen sicheren Präsenzunterricht. Hier stellen wir die wichtigsten Informationen zu den PCR-Pooltests zusammen und ergänzen diese Seite fortlaufend (Stand: 16.09.2021, 17:00 Uhr)

PCR-Pooltestungen ab dem Schuljahr 2021/22:

Schülerinnen und Schüler dürfen am Präsenzunterricht nur teilnehmen, wenn sie einen aktuellen, negativen Covid-19-Test haben.

Im Schuljahr 2021/22 wird das Testen für die jüngsten Mitglieder der Schulgemeinschaft sowie an ausgewählten Förderschwerpunkten noch einfacher: In den Jahrgangsstufen 1-4 sowie an Förderschulen mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen werden die Antigen-Selbsttests durch das PCR-Pooltestverfahren abgelöst. Der Projektstart ist noch im September nach einer Übergangszeit zu Beginn des Schuljahrs.

Wichtige Informationen zu den PCR-Pooltests im Überblick:

  • Was sind PCR-Pooltestungen?

    Bei einem PCR-Pooltest werden Speichelproben von mehreren Personen gemeinsam in einer Gesamtprobe (dem „Pool“) untersucht. Die Probenentnahme geschieht in Bayern durch einen „Lollitest“, einem gerade für jüngere Kinder sehr einfach anwendbaren Verfahren, bei dem die Schülerinnen und Schüler für 30 Sekunden an einem Abstrichtupfer lutschen wie an einem Lolli. Alle Abstrichtupfer einer Klasse kommen gemeinsam in einen Behälter. Es entsteht eine Sammelprobe.

    Die Auswertung erfolgt via PCR-Test, einer sehr zuverlässigen Testform zum Nachweis einer SARS-CoV-2-Infektion . Mittels PCR-Verfahren können Infektionen bereits sehr früh nachgewiesen werden, wenn ein Kind möglicherweise noch gar nicht ansteckend ist. Dafür müssen die Speichelproben an der Schule abgeholt und in einem Labor ausgewertet werden.

    Sollte ein Pool positiv auf eine Infektion mit Covid-19 getestet werden, muss zeitnah ermittelt werden, welches Kind betroffen ist. Dafür ist eine individuelle Nachtestung erforderlich. Damit so schnell wie möglich klar ist, welches Kind im Pool infiziert ist und in häusliche Quarantäne muss und welche Kinder den Unterricht ganz regulär weiter besuchen können, werden neben den Poolproben bei jeder Testung auch Rückstellproben („Einzelproben“) genommen, die gemeinsam mit den anderen Proben (dem Pool) abgeholt werden. Sollte ein Pool positiv sein, können diese Einzelproben noch über Nacht ausgewertet werden.

  • Was passiert bei einem negativen Poolergebnis?
    Wenn ein Pool negativ ist, wurde kein Kind der getesteten Schülergruppe positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Der Unterricht kann am nächsten Tag ganz regulär für alle Kinder stattfinden.

  • Was passiert bei einem „positiven“ Poolergebnis?
    Ist der Pool positiv, wurde mindestens ein Kind positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Anhand der Einzelproben stellt das Labor über Nacht fest, wer eine positiv und wer eine negativ getestete Probe abgegeben hat. Infizierte Kinder müssen in häusliche Quarantäne genommen werden. Das Gesundheitsamt setzt sich mit den Erziehungsberechtigten des infizierten Kindes in Verbindung und identifiziert nach Einzelfallprüfung gegebenenfalls weitere Kinder, die zunächst in Quarantäne gehen müssen. Von solch einer individuellen Anordnung des Gesundheitsamtes abgesehen dürfen die negativ getesteten Schülerinnen und Schüler am nächsten Tag weiter regulär in die Schule gehen.

  • Wie erfahren die Erziehungsberechtigten von den Befunden?
    Die Befundübermittlung wird ausschließlich auf elektronischem Weg erfolgen. Sobald die Labore die Proben ausgewertet haben, geht den Erziehungsberechtigten der am Verfahren teilnehmenden Kinder eine elektronische Mitteilung über die Befundergebnisse zu.
    Die Teilnahme am PCR-Pooltest-Verfahren ist grundsätzlich freiwillig. Nach wie vor kann ein Testnachweis auch durch einen Test erbracht werden, der außerhalb der Schule von medizinisch geschultem Personal durchgeführt wurde – also z. B. per PCR-Test oder POC-Antigen-Schnelltest in einer Teststation oder einer Apotheke.

Informationen zum PCR-Pooltest für Erziehungsberechtigte

Die Kurzinformationen haben wir auch in andere Sprachen übersetzt und stellen sie zudem in Leichter Sprache zur Verfügung:

Erklärvideo PCR-Pooltestungen

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Informationen zum PCR-Pooltest für Schulen und Lehrkräfte

FAQ - Häufig gestellte Fragen und Antworten zu Pooltests

Warum und an welchen Schularten werden PCR-Pooltests in Bayern eingeführt? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

An allen Schularten in Bayern finden auch im Schuljahr 2021/22 regelmäßige Testungen statt.

In den Grundschulen, in der Grundschulstufe der Förderzentren sowie in den weiteren Jahrgangsstufen der Förderzentren mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung und Sehen wird im neuen Schuljahr 2021/2022 auf sog. „PCR-Pooltestungen“ umgestellt. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass PCR-Pool-Tests mittels der Lolli-Methode gerade für jüngere Kinder einfacher anwendbar und angenehmer in der Handhabung sind.

PCR-Pooltestungen werden durch das hochsensitive PCR-Verfahren ausgewertet, das Infektionen sehr zuverlässig erkennt. Das Ergebnis der Testungen liegt zwar nicht unmittelbar vor, durch die hohe Sensitivität der Tests werden Infektionen jedoch bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt zuverlässig erkannt, wenn möglicherweise noch keine Ansteckungsgefahr von dem betroffenen Kind ausgeht.

An den weiterführenden Schulen bleibt es bei den bekannten und bewährten Selbsttests, die die Schülerinnen und Schüler kennen und die ein rasches Ergebnis liefern. Hier gleicht das sofortige Ergebnis die geringere Sensitivität aus. Für noch mehr Sicherheit erhöhen wir die Zahl der Testungen pro Woche von zwei auf drei – d. h. in aller Regel: Montag, Mittwoch und Freitag sind Testtage.

Wann beginnen die Pooltests? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Ein Start der Pooltestungen ist noch im September vorgesehen. Bis dahin kommen für eine kurze Übergangsphase noch die bekannten Selbsttests zum Einsatz (dreimal pro Woche).

Warum werden an den weiterführenden Schulen keine PCR-Pooltests eingeführt? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Ab der Jahrgangsstufe 5 bleibt es bei den Antigen-Selbsttests, die an der Schule unter Aufsicht durchgeführt werden. Das Verfahren hat sich bewährt, die Schülerinnen und Schüller sind damit vertraut. Ein Ergebnis der Tests ist unmittelbar einsehbar. Auf diese Weise können gegebenenfalls notwendige Maßnahmen des Infektionsschutzes sofort ergriffen werden.

Verschiedene Studien haben ergeben, dass das Verfahren der PCR-Pooltestungen durch den sogenannten Lolli-Test (Speichelprobe) gerade für jüngere Kinder einfacher anwendbar ist. Entsprechend empfiehlt das RKI in seinem 26. Epidemiologischen Bulletin vom 1. Juli 2021 die Einführung der PCR-Pooltestungen für die Grundschüler.

Was ist ein PCR-Pooltest? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Ein Polymerase-Ketten-Reaktions-Test (PCR-Test) ist eine sehr zuverlässige Testform zum Nachweis einer Coronavirus-Infektion. Bei der Auswertung werden die DNA bzw. RNA, also die Bestandteile, des Virus selbst nachgewiesen. Die Analyse ist aber auch komplexer als bei einem Selbst- oder Schnelltest und erfolgt in speziellen Laboren.

Bei einem Pooltest wird nicht eine einzelne Probe, sondern es werden die Proben mehrerer Personen gemeinsam untersucht (in Form einer Sammelprobe). So werden Zeit und Material gespart.

  • Fällt diese Poolprobe negativ aus, sind alle Personen, deren Probe entnommen worden ist, negativ.
  • Bei einer positiven Poolprobe werden alle Personen, deren Probe entnommen worden ist, einzeln auf eine Infektion hin untersucht.

Wie läuft der PCR-Pooltest ab? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Bei einem PCR-Pooltest werden Speichelproben von mehreren Personen gemeinsam in einer Gesamtprobe (dem „Pool“) untersucht. Dies geschieht, indem die Schülerinnen und Schüler für 30 Sekunden an einem Abstrichtupfer lutschen (wie an einem Lolli). Das Verfahren ist ungefährlich und sehr kindgerecht. Alle Abstrichtupfer einer Klasse kommen gemeinsam in einen Behälter. Es entsteht eine anonyme Sammelprobe.

Im Anschluss werden die Speichelproben in ein Labor transportiert und mithilfe des PCR-Verfahrens ausgewertet. Dadurch können Infektionen bereits in einem sehr frühen Stadium festgestellt werden. Die Ergebnisse sind sehr genau. In aller Regel wird das Poolergebnis negativ sein.

Zusätzlich zur Poolprobe wird in Bayern noch eine Einzelprobe genommen. Diese wird ausschließlich dann ausgewertet, sollte der Pool positiv getestet werden. In diesem Fall kann schnell ermittelt werden, welches Kind betroffen ist. Ist der Pool negativ, werden die Proben entsorgt.

Ein Merkblatt sowie ein Erklärvideo finden Sie weiter unten in dieser Meldung.

Wozu werden Einzelproben genommen und wie läuft das Verfahren ab? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Sollte der Pool positiv auf eine Infektion mit Covid-19 getestet werden, muss ermittelt werden, welches Kind betroffen ist. Dafür ist eine individuelle Nachtestung erforderlich. Damit so schnell wie möglich klar ist, welches Kind im Pool infiziert ist und in häusliche Quarantäne muss und welche Kinder den Unterricht ganz regulär weiter besuchen können, werden in Bayern Einzelproben („Rückstellproben“) genommen:

  • Nach jeder Poolprobe lutschen die Schülerinnen und Schüler noch einmal für 30 Sekunden auf einem Abstrichtupfer („Rückstellproben“). Die damit gewonnene Speichelprobe wird als Einzelprobe mit in das Labor gegeben.
  • Die Rückstellproben werden im Falle eines positiven Pools schnell ausgewertet, damit die gesunden Kinder am kommenden Tag bereits wieder die Schule besuchen können.

Ein Merkblatt sowie ein Erklärvideo finden Sie weiter unten in dieser Meldung.

Wie oft werden die Testungen durchgeführt? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Ist ein Pool positiv, werden über Nacht die Einzelproben ausgewertet. Das betroffene Kind wird in häusliche Quarantäne genommen, die negativ getesteten Kinder dürfen den Unterricht weiterhin regulär besuchen, sofern keine anderslautenden Quarantäneanordnungen des Gesundheitsamts vorliegen.

Was passiert, wenn ein Pool negativ ist? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Ist ein Pool negativ, können alle Kinder regulär am nächsten Tag wieder die Schule besuchen.

Wie und bis wann werden die Testergebnisse übermittelt? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

In der Regel liegt der Befund der Pooltestungen bis 19 Uhr am Testtag vor, im Falle eines positiven Pools liegen die Befunde der Einzeltestungen in der Regel bis 6 Uhr des Folgetags vor.

Die Testergebnisse werden ausschließlich auf elektronischem Weg übermittelt. Das bedeutet, dass bei Vorliegen des Befunds den Erziehungsberechtigten eine E-Mail mit einem Link zugeht, über den sie zu dem Befund ihres Kindes gelangen. Aus Sicherheitsgründen ist die Eingabe des Geburtsdatums des Kindes notwendig, um die Ergebnisse angezeigt zu bekommen.

Was ist, wenn ein Erziehungsberechtigter keinen E-Mail-Account oder Internetzugang besitzt? Kann das Kind dennoch an den Testungen teilnehmen? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Bitte wenden Sie sich in einem solchen Fall direkt an die Schule Ihres Kindes, um gegebenenfalls eine Lösung zu finden.

Was passiert, wenn ein Kind positiv getestet wurde? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Wurde ein Kind positiv getestet, muss es sich sofort in häusliche Isolation begeben. Das Labor ist gesetzlich verpflichtet, den Befund an das Gesundheitsamt zu melden. Dieses setzt sich dann mit den Erziehungsberechtigten in Verbindung. Die Kinder, die aus ihrer Einzelprobe ein negatives Testergebnis erhalten haben, besuchen in den folgenden Tagen weiter die Schule. Gegebenenfalls werden die Erziehungsberechtigten weiterer Kinder kontaktiert, für den Fall, dass Mitschülerinnen und Mitschüler direkten und unmittelbaren Kontakt hatten und sich ebenfalls in Quarantäne begeben müssen. Dafür wird durch das Gesundheitsamt jeder Einzelfall unter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort bewertet.

Ist eine Teilnahme an den PCR-Pooltestungen verpflichtend? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Nein, eine Teilnahme ist freiwillig. Bitte beachten Sie aber, dass eine Teilnahme am Präsenzunterricht nur mit einem aktuellen, negativen Testnachweis möglich ist. Alternativ zur Teilnahme am PCR-Pooltestverfahren kann Ihr Kind gemäß der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung auch die folgenden Nachweise vorlegen:

  • den negativen Testnachweis eines maximal vor 48 Stunden durchgeführten PCR-Tests, eines POC-PCR-Tests oder eines weiteren Tests nach Amplifikationstechnik (Vorlage zweimal die Woche)
  • den negativen Testnachweis eines maximal vor 24 Stunden durchgeführten POC-Antigentests (Vorlage dreimal die Woche)

Ist eine Teilnahme an den PCR-Pooltestungen verpflichtend? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Nein, eine Teilnahme ist freiwillig. Bitte beachten Sie aber, dass eine Teilnahme am Präsenzunterricht nur mit einem aktuellen, negativen Testnachweis möglich ist. Alternativ zur Teilnahme am PCR-Pooltestverfahren kann Ihr Kind gemäß der 14. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung auch die folgenden Nachweise vorlegen:

  • den negativen Testnachweis eines maximal vor 48 Stunden durchgeführten PCR-Tests, eines POC-PCR-Tests oder eines weiteren Tests nach Amplifikationstechnik (Vorlage zweimal die Woche)
  • den negativen Testnachweis eines maximal vor 24 Stunden durchgeführten POC-Antigentests (Vorlage dreimal die Woche)

Ich habe keine Testergebnisse erhalten. Wie verhalte ich mich? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Bitte nehmen Sie in einem solchen Fall mit der Schule Ihres Kindes Kontakt auf, um mögliche Fehlerquellen (bspw. fehlerhafte E-Mail-Adresse) auszuschließen. Bitte beachten Sie, dass Sie einmalig die E-Mail-Adresse aktivieren müssen. Hierfür klicken Sie bitte auf den Link, der Ihnen von noreply@pooltest-bayern.de zugegangen ist. Kontrollieren Sie bitte ggf. auch Ihren Spam-Ordner.

 

Warum ist bei den Pooltests – anders als bei den Selbsttests – eine Einwilligungserklärung notwendig? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Eine Einwilligungserklärung ist notwendig, da bei den Pooltests regelmäßig personenbezogene Daten (auch Gesundheitsdaten) verarbeitet werden.

Die Einwilligungserklärung samt Hinweisen zum Ablauf des Pooltestverfahrens und den Datenschutzhinweisen finden Sie im Abschnitt „Informationen zum PCR-Pooltest für Erziehungsberechtigte“ weiter unten in dieser Meldung .

Wie kann ich die Einwilligung zur Teilnahme an den PCR-Pooltestungen widerrufen? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Ihre Einwilligung zur Teilnahme können Sie jederzeit widerrufen. Wenden Sie sich in diesem Fall schriftlich an die Schule Ihres Kindes. Alle im Zusammenhang mit den Pooltestungen von Ihnen gespeicherte Daten werden dann so schnell wie möglich gelöscht. Bitte beachten Sie, dass Sie in diesem Fall selbständig einen aktuellen, negativen Testnachweis für Ihr Kind vorlegen müssen.

Können weiterhin die Selbsttests genutzt werden? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Die Selbsttests finden weiterhin Einsatz an den weiterführenden Schulen (mit Ausnahme bestimmter Förderschwerpunkte der Förderschulen). An den Grundschulen, in der Grundschulstufe der Förderzentren sowie an den Förderschulen mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen werden die Selbsttests flächendeckend nur noch für eine kurze Übergangszeit Anwendung finden. Nach Einführung der Pooltestungen ist ihr Einsatz regulär nicht mehr vorgesehen, Ausnahmen bestehen in folgenden Fällen:

  • Für den Fall, dass ein Kind in der Klasse positiv auf Covid-19 getestet wurde, wird die Testung der übrigen Schülerinnen und Schüler der Klasse mittels PCR-Pooling zweimal wöchentlich fortgesetzt. Wenn an Tag 5 nach dem letzten Kontakt (gezählt ab dem Folgetag) zum positiv getesteten Kind kein PCR-Pooltest vorgesehen ist, führt an diesem Tag die Klasse einen Antigen-Selbsttest durch. Fällt dieser Tag auf das Wochenende, findet am Montag ein Antigen-Selbsttest statt, sofern keine PCR-Testung vorgesehen ist.
  • In Ausnahmefällen ist nicht auszuschließen, dass kein Testergebnis für einen Pool ermittelt werden kann. In diesem Fall führen die Schülerinnen und Schüler am Tag nach der Pooltestung einen Antigen-Selbsttest durch, um dann wieder an der nächsten regulären Pooltestung teilzunehmen.

Wie lange sollen die Testungen gehen? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Die PCR-Pooltestungen sind zunächst bis zum Ende des Schulhalbjahres vorgesehen.

Erhöht die gleichzeitige Probenentnahme in einer Klasse die Ansteckungsgefahr? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Nein, es besteht keine erhöhte Ansteckungsgefahr, da bei einer so kurzen Dauer der Probeentnahme kein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Darf man vor der Entnahme der Proben gefrühstückt haben? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Die Lollitests sind sehr sensitiv. Es macht für das Testergebnis keinen Unterschied, ob die Proben vor dem Frühstück oder eine Stunde danach entnommen werden.

Sind die Materialien unbedenklich? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Ja. Es handelt sich ausnahmslos um Medizinprodukte mit den entsprechenden Zulassungen und/oder Zertifizierungen. Die verwendeten Abstrichtupfer enthalten keine schädlichen Substanzen. Durch das Lutschen an den Abstrichtupfern werden keinerlei Stoffe an die Anwenderin bzw. den Anwender abgegeben.

Enthalten die Abstrichröhrchen eine Flüssigkeit? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Nein. Es handelt sich ausschließlich um Sammelgefäße für den bzw. die Abstrichtupfer. Von dem Material geht keinerlei Gefahr für den Anwender aus.

Müssen sich die Schülerinnen und Schüler vor und nach der Durchführung des Tests die Hände desinfizieren? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Nein, eine Desinfektion der Hände ist nicht nötig. Vor der Durchführung der Testung sollten die Schülerinnen und Schüler jedoch die Hände waschen.

Nehmen auch Lehrkräfte an den PCR-Pooltestungen teil? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Nein, für Lehrkräfte wird das bestehende Verfahren unter Anpassung an die jeweils gültige Regelung zur Anzahl der Testungen pro Woche beibehalten.

Warum wird der PCR-Test als Speicheltest durchgeführt und nicht mittels Rachen- oder Nasenabstrich? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Der Speicheltest wird in der Durchführung als deutlich angenehmer wahrgenommen. Für die Aussagekraft des Testergebnisses spielt die Art der Probenentnahme – so die entsprechenden Vorgaben eingehalten werden – praktisch keine Rolle.

Entstehen den Eltern Kosten im Rahmen der schulischen Testung? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Nein, die Kosten trägt der Freistaat Bayern.

Müssen Geimpfte und Genesene an den PCR-Pooltestungen teilnehmen? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Nein, eine Teilnahme an den Testungen erfolgt nicht.

  • Der Testnachweis ist nicht notwendig bei vollständig geimpften Personen. Dazu muss die abschließende Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff mindestens 14 Tage zurückliegen.
  • Zudem muss kein Testnachweis von genesenen Personen erbracht werden. Eine Person gilt dabei als genesen, wenn sie über einen Nachweis verfügt, wonach eine vorherige Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mindestens 28 Tage, höchstens aber sechs Monate zurückliegt. Die zugrundeliegende Testung muss dabei mittels PCR-Verfahren erfolgt sein.

Was passiert, wenn eine Pooltestung kein gültiges Ergebnis erbracht hat? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

In Einzelfällen ist nicht auszuschließen, dass ein Pool nicht ausgewertet werden konnte (bspw. aufgrund nicht sachgerechter Handhabung der Materialien). In diesem Fall stellt die Schule für die Schülerinnen und Schüler, die im Pool getestet worden sind, am Folgetag einen Antigen-Selbsttest zur Verfügung. Die nächste Pooltestung findet wieder regulär statt.

Gibt es falsch positive oder falsch negative Testergebnisse? (akt. 10.09.2021, 17:00 Uhr)

Falsch positive Ergebnisse sind sehr selten. Die PCR-Testung hat eine Spezifität von fast 100 Prozent.

Infektionen mit einer sehr niedrigen Viruslast können unter Umständen nicht nachgewiesen werden. Niedrige Viruslasten lassen aber darauf schließen, dass zum Zeitpunkt der Probenentnahme keine Infektiösität vorliegt.

Von welchem Hersteller stammen die im Rahmen der PCR-Pooltestungen eingesetzten Abstrichtupfer („Lollis“)? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Der Hersteller der Abstrichtupfer ist die Jinan Babio Biotechnology Co., LTD. Zuständige Behörde im Rahmen des Medizinproduktanzeigeverfahrens ist die Regierung von Oberbayern, München. Die Fa. Synocura Healthcare GmbH in Leverkusen ist Vertreiber der Testmaterialien und EU-Bevollmächtigter ist die Fa. MedPath GmbH, Mies-van-der-Rohe-Straße 8, 80807 München. 
Die CE-zertifizierten Abstrichtupfer und Abstrichtupfer im Transportrohr sind sterilisierte Medizinprodukte.

Die Abstrichtupfer sowie die Abstrichtupfer im Transportrohr sind aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol), einem handelsüblichen Kunststoff, und sind am faserigen Ende mit 100 % medizinischem Nylon beflockt.

Enthalten die Abstrichtupfer Ethylenoxid oder andere gefährliche Stoffe? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Die Abstrichtupfer enthalten keine gefährlichen Stoffe. Sie wurden mittels des validierten und zugelassenen Gammastrahlensterilisationsverfahren behandelt, welches ein erprobtes und sicheres Verfahren für die Sterilisation von pharmazeutischen Produkten, Arzneimitteln und Medizinprodukten ist. Ein Sterilisationsprozess mittels Ethylenoxid-Sterilisation ist nicht zum Einsatz gekommen.

Über welche Zertifizierungen verfügen die Testmaterialien? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Die Pool-Abstrichtupfer und Einzel-Abstrichtupfer im Transportrohr sind zugelassene Medizinprodukte der Klasse 1s. Sie verfügen über folgende Zertifizierungen:

  • Medizinprodukt der Klasse 1s (steril)
  • CE-Kennzeichnung
  • Hersteller weist Qualitäts Management System nach ISO 13485 auf
  • Hersteller und Produkte registriert bei EUDAMED (European Databank on Medical Devices)

Was geschieht mit den Rückstellproben, wenn diese nicht mehr benötigt werden? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Diese werden von den Laboren entsorgt. Bitte beachten Sie hierfür die Informationen unter Coronavirus - LfU Bayern.

Ist ein Start der PCR-Pooltestungen ggf. auch nur mit bestimmten Klassen möglich? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Der Start der PCR-Pooltestungen ist bayernweit ab dem 20. September vorgesehen. In einer Übergangszeit bis zum 24. September können die Schulen – z. B. weil es aus technischen und logistischen Gründen erforderlich ist – noch Selbsttests ausgeben.

Vor diesem Hintergrund ist es grundsätzlich möglich, dass – soweit die Voraussetzungen dort bereits geschaffen sind – der Start der Pooltestungen zunächst in bestimmten Klassen bzw. Jahrgangsstufen erfolgt, übergangsweise aber noch die Selbsttests zum Einsatz kommen.

Können die Pooltests starten, auch wenn nicht alle Schülerinnen und Schülern die Einwilligungserklärung rechtzeitig abgegeben haben? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Dies ist mit Blick auf die o. g. Übergangsphase möglich; ersatzweise können Selbsttests an die betreffenden Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden. Schülerinnen und Schüler, die die Einwilligungserklärung erst verspätet abgeben, können in Schui (www.pooltest-bayern.de) nachträglich noch erfasst und zu einem Pool hinzugefügt werden.

Können nach Beginn der Pooltestungen alternativ auch noch die Selbsttests verwendet werden? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Die Übergangsphase endet am Freitag, 24. September. Danach sind die Pooltests der neue Teststandard an den o. g. Schularten. Selbsttests kommen dann nur noch im Ausnahmefall (z. B. nach einer bestätigen Covid-19-Infektion in einer Klasse als zusätzliche Maßnahme oder als Ersatz, falls eine Poolprobe im Labor aus technischen Gründen nicht ausgewertet werden konnte) zum Einsatz. Für Schülerinnen und Schüler, die nicht am Pooltest-Verfahren teilnehmen, ist dann ein externer Testnachweis zu erbringen. Eine Wahlmöglichkeit zwischen Pool- und Selbsttests ist nicht vorgesehen.

Was bedeutet der Hinweis in der Einwilligungserklärung, dass „das Labor die Daten […] anonymisiert […] an das Institut für Medizinische Informationsverarbeitung Biometrie und Epidemiologie (IBE) an der LMU München übermittelt“? (akt. 16.09.21, 17:00 Uhr)

Die Datenübermittlung an das Institut für Medizinische Informationsverarbeitung Biometrie und Epidemiologie (IBE) an der LMU München ist notwendig, um insbesondere die Sensibilität der PCR-Pool-Testungen laufend zu überprüfen. Hierzu erhält das IBE die Auswertungsergebnisse der Poolproben und ggf. der Einzelproben. Diese Daten werden vollständig anonymisiert an die IBE weitergegeben, eine Rückverfolgung hin zu den Pools bzw. den Poolteilnehmern ist dem IBE oder der LMU München nicht möglich. Eine Weitergabe von Proben an das IBE erfolgt nicht.

In der Einwilligungserklärung sind mehrere Felder zum Ankreuzen vorgesehen. Kann mein Kind an den Pooltestungen teilnehmen, wenn ich nur das erste Feld ankreuze? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Die Teilnahme an den Pooltestungen ist nur möglich, wenn beide Felder auf S. 1 der Einwilligungserklärung angekreuzt wurden (Schule und Labor).

Das „dritte Kreuzchen“ auf S. 2 der Einwilligungserklärung hingegen muss nur dann gesetzt werden, wenn bei einem positiven Einzelergebnis zusätzlich auch eine Benachrichtigung per SMS erfolgen soll – für die Teilnahme an den Pooltestungen ist dies jedoch nicht zwingend erforderlich.

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Welches Material erhalten die Schulen von wem geliefert? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Die Schulen erhalten in der Regel die Testmaterialien von den Laboren; einzelne Labore haben für den Versand an die Schulen allerdings auch Dritte beauftragt.

Die Etikettenbögen werden mit einer separaten Lieferung aus der Druckerei zugestellt.

Was ist mit Kindern, die am Tag der PCR-Pooltestung abwesend (z. B. krank) sind, aber am darauffolgenden Tag, an dem keine PCR-Pooltestung stattfindet, wieder zur Schule kommen? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Schülerinnen und Schüler ohne respiratorische Symptome führen an dem auf die PCR-Pooltestung folgenden Tag in der Schule unter Aufsicht einen Selbsttest durch und nehmen regulär wieder an der nächsten PCR-Pooltestung teil.

Für Schülerinnen und Schüler mit respiratorischen Symptomen gelten die Vorgaben des Rahmenhygieneplans Schule (vgl. Merkblatt zum Umgang mit Erkältungssymptomen)

In der ersten Stunde findet klassenübergreifender Religions-/Ethikunterricht statt, und zwar nicht bei der Klassenlehrkraft. Wie kann hier sichergestellt werden, dass die PCR-Testung bis zur Abholung der Proben abgeschlossen ist? (akt. 16.9.21, 17:00 Uhr)

Bei den PCR-Pooltestungen wird i. d. R. ein Pool pro Klasse gebildet bzw. in der Software Schui angelegt. Die Kinder einer Klasse sollten daher grundsätzlich im Klassenverband getestet werden.

PCR-Pooltestungen finden in einer Klasse entweder Montag/Mittwoch oder Dienstag/Donnerstag statt. Daher empfiehlt es sich, die Testungen in der betreffenden Jahrgangsstufe so zu legen, dass sie an den Tagen stattfinden, an denen in der ersten Stunde im Klassenverband unterrichtet wird. Ist dieses Vorgehen aus organisatorischen Gründen nicht möglich, führen die Schülerinnen und Schüler zunächst die Pooltestungen im Klassenverband durch und wechseln im Anschluss in ihre Religions- bzw. Ethikgruppen.

Muss zwingend die Klassenlehrkraft die Pooltestungen in ihrer Klasse durchführen?
Nein, die Testdurchführung und Testverwaltung kann auch von jeder anderen Lehrkraft begleitet werden, sofern sie einen Zugang zur Software Schui (www.pooltest-bayern.de) durch die Verwaltungsebene der Schule eingerichtet bekommen hat.

Testnachweise können auch außerhalb der Schule erbracht werden. Was bedeutet in diesem Zusammenhang „Test, der von medizinisch geschultem Personal durchgeführt wurde“? (akt. 16.09.2021, 17:00 Uhr)

Der Nachweis eines negativen Testergebnisses auf SARS-CoV-2 kann auch auf Grundlage eines PCR-Tests oder POC-Antigen-Schnelltests erfolgen, der auf eigene Veranlassung bei medizinisch geschultem Personal außerhalb der Schule durchgeführt wurde (vgl. § 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 3 Abs. 4 Nr. 1 und 2 der 14. Die Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung – 14. BayIfSMV). § 2 Nr. 7 c) COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) sieht vor, dass nur Testungen durch Leistungserbringer nach § 6 Abs. 1 Coronavirus-Testverordnung (TestV) anzuerkennen sind. Gemäß § 6 Abs. 1 TestV sind Leistungserbringer u. a. die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die von ihnen betriebenen Testzentren sowie Arztpraxen und die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren. Der öffentliche Gesundheitsdienst sowie die von ihnen betriebenen Testzentren können zudem Dritte als Leistungserbringer beauftragen (vgl. § 6 Abs. 2 TestV).

Im Rahmen des § 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 3 Abs. 4 Nr. 1 und 2 der 14. BayIfSMV ist daher grundsätzlich ein solcher Leistungserbringer aufzusuchen, falls die Möglichkeit der Selbsttests in den Schulen nicht genutzt werden soll. Fällt ein Elternteil persönlich unter die in § 6 Abs. 1 TestV genannten Leistungserbringer, so kann dieser den Test auch zuhause durchführen und entsprechend bescheinigen lassen. Diese Möglichkeit steht insbesondere den Elternteilen offen, die selbst als Ärzte oder Apotheker tätig sind. Als weitere Leistungserbringer beauftragte Dritte (vgl. § 6 Abs. 2 TestV) können ihre Beauftragung darüber hinaus beispielsweise durch die Korrespondenz mit dem jeweiligen Gesundheitsamt nachweisen. Mitarbeiter von Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Apotheken unterstehen ferner nur im Rahmen des Praxisbetriebs und somit gewissermaßen abgeleitet über den Arzt bzw. Apotheker den strengen berufsrechtlichen Regelungen und der Aufsicht und Verantwortung des jeweiligen Arztes bzw. Apothekers. Folglich können diese lediglich im Rahmen des Praxisbetriebs Testungen vornehmen, nicht jedoch zuhause, da hier gerade keine Aufsicht und Verantwortung des den berufsrechtlichen Regelungen unterstehenden Arztes oder Apothekers gewährleistet ist.

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