Bundesfinale „Jugend forscht“ Bayerische Forschungsprojekte überzeugen bundesweit

Im Rahmen der virtuellen Preisverleihung des Bundesfinales wurde Jonathan Hähne aus Garching bei München zum Bundessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik 2021 gekürt
Im Rahmen der virtuellen Preisverleihung des Bundesfinales wurde Jonathan Hähne aus Garching bei München zum Bundessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik 2021 gekürt

Bereits zum 56. Mal fand der Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ in diesem Jahr statt. Beim virtuellen Bundesfinale erreichten bayerische Jungforscherinnen und Jungforscher erneut Bestplatzierungen.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Beim diesjährigen Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ präsentierten 169 junge MINT-Talente über 100 Forschungsprojekte. Nun stehen die Sieger des diesjährigen Bundeswettbewerbs fest, der pandemiebedingt erstmals virtuell stattfand. Wie in den Vorjahren gehören auch bayerische Schülerinnen und Schüler zu den glücklichen Gewinnern.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo zeigte sich begeistert von den Schülerleistungen: „Die herausragenden Leistungen zeigen das wissenschaftliche Können und den großen Forschergeist der Schülerinnen und Schüler. Allen Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich herzlich zu ihren beeindruckenden Erfolgen. Ich finde es großartig, dass sich junge Menschen im Rahmen von ‚Jugend forscht’ so intensiv mit einem MINT-Thema auseinandersetzen können. Der Wettbewerb ergänzt das breite Repertoire an Maßnahmen zur MINT-Förderung an unseren Schulen und trägt dazu bei, Jugendliche fürs Tüfteln, Experimentieren und Forschen zu begeistern.“ Piazolo dankte auch den Lehrkräften für ihren Einsatz und ihre Unterstützung bei den Vorbereitungsarbeiten zum Wettbewerb.

Vielzahl an Einsendungen in Bayern

Bayernweit waren mehr als 1.300 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 853 Projekten dem Aufruf „Lass Zukunft da!“ der diesjährigen Wettbewerbsrunde von Jugend forscht gefolgt.

11 Projekte aus Bayern konnten sich für das Bundesfinale qualifizieren. Ihre Themen reichten von der Entwicklung eines autonomen Blindenführersystems mit KI bis hin zur Analyse eines Lebenserhaltungssystems für eine Mondbasis am lunaren Südpol. Zehn bayerische Projekte wurden nun am vergangenen Sonntag bei einer digitalen Preisverleihung mit einem der begehrten Preise ausgezeichnet.

Der bayerische Bundessieger

Der 18-jährige Jonathan Hähne von der Technischen Universität München entwarf den Prototyp einer neuartigen echtzeitfähigen Raytracing-Software zur Erstellung realistischer Computeranimationen. Die Jury war insbesondere von der Stringenz beeindruckt, mit der Jonathan Hähne die Aufgabenstellung anging und alle Probleme – von der Anwendung mathematischer Methoden bis zur effizienten Programmierung – hervorragend löste. Seine Arbeit trägt den Titel „Echtzeit-Raytracing auf Adaptively-Sampled Distance Fields“ und wurde mit dem ersten Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik ausgezeichnet. Die Höhe des Preisgeldes liegt bei 2.500 Euro.

Goethe-Gymnasium Regensburg als Jugend forscht Schule 2021 nominiert

Eine besondere Ehre wurde im Rahmen der Preisverleihung auch dem Goethe-Gymnasium Regensburg zuteil: Die Schule wurde für den begehrten Sonderpreis „Jugend forscht Schule 2021“ der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland nominiert und erhielt einen 2. Preis. Mit diesem Preis werden Schulen ausgezeichnet, denen es in besonderer Weise gelingt, Schülerinnen und Schüler in den MINT-Fächern zu fördern.

Die Erfolge der bayerischen Jungforscherinnen und Jungforscher im Überblick:

Jonathan Hähne
Technische Universität München, Garching b. München
Projekt: Echtzeit-Raytracing auf Adaptively-Sampled Distance Fields
1. Platz im Fachgebiet Mathematik/Informatik (2.500 €)

Samuel Fäßler, Cedric Steiert
Gymnasium Lindenberg
Projekt: Heustock und Heuballentemperaturüberwachung
3. Platz im Fachgebiet Arbeitswelt (1.500 €)

Lukas Dellermann
Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt
Projekt: Einfluss nanoskaliger Additive auf die Eigenschaften von Kunststoffkompositen
3. Platz im Fachgebiet Chemie (1.500 €)
Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der chemischen Nanotechnologie (1.000 €)

Julia Geuther
Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting
Projekt: Genetische Invalidation des SARS-CoV2-Rezeptors ACE2 mit Hilfe von CRISPR/ Cas9
4. Platz im Fachgebiet Biologie (1.000 €)

Lisa Schreyer
Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land
Projekt: Mikroplastik in Alpenseen – Detektion mittels Nilrot-Färbung
5. Platz im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften (500 €)

Tobias Wanierke, Josias Neumüller
Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Kulmbach
Projekt: EasyVision
5. Platz im Fachgebiet Technik (500 €)
Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Technik (500 €)

Samuel Nachtmann, Joshua Zilliox, Nelson Machado Teixeira
MAN Ausbildungszentrum Augsburg
Projekt: Magnetschraubstock
Preis für eine Arbeit von Auszubildenden auf dem Gebiet "Mensch – Arbeit – Technik" (1.000 €)

Lena Kahle
Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting
Projekt: Analyse eines Lebenserhaltungssystems für eine Mondbasis am lunaren Südpol
Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt (1.000 €)

Britt Besch
Gymnasium Olching
Projekt: Ermittlung des Normalized Difference Vegetation Index mit einer modifizierten RGB-Kamera
Preis für eine Arbeit auf den Gebieten der Naturwissenschaften und der Technik (1.500 €)

Tamas Nemes
Gymnasium der Regensburger Domspatzen Regensburg
Projekt: GUIDE-Walk 2.0 – Autonomes Blindenführersystem mit KI
Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Technik (1.000 €)

Wettbewerb „Jugend forscht 2021“: 113 Projekte im Bundesfinale

169 junge MINT-Talente präsentierten beim Bundesfinale insgesamt 113 Forschungsprojekte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bundeswettbewerb hatten sich zuvor bei den Regional- und Landeswettbewerben für die Bundesebene qualifiziert. Dabei messen sich Nachwuchsforscher im Alter von 15 bis 21 Jahren. In den sieben Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik können Einzel- oder Gruppenarbeiten von Teams mit maximal drei Mitgliedern eingereicht werden. Die Online-Preisverleihung fand am vergangenen Sonntag statt. Zu den Laudatoren gehörte u.a. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek.

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden.
Mehr Informationen und eine Möglichkeit zur Deaktivierung der Webanalyse finden Sie hier.