Coronavirus aktuell Beratungsangebote unterstützen Schüler während der Pandemie

YouTube-Integration

Datenschutzhinweis
Wenn Sie dieses YouTube-Video ansehen, werden Informationen über Ihre Nutzung an den Betreiber von YouTube übertragen und unter Umständen gespeichert.
Informationen zum Datenschutz


Keine sozialen Kontakte mehr, Distanzunterricht statt gemeinsamer Austausch mit Lehrern und Klassenkameraden: Die Corona-Krise trifft Jugendliche oft besonders hart. Ein Erklärvideo des Kultusministerium zeigt nun Beratungsangebote für junge Menschen auf, die unter den pandemiebedingten Einschränkungen leiden.

Vieles von dem, was noch vor einem Jahr für Jugendliche selbstverständlich und wichtig war, wird seit dem Beginn der Corona-Pandemie schmerzlich vermisst. Ob es nun Sport, der Besuch im Kino, das Feiern mit Freunden oder die gemeinsame Zeit im Kreis der Clique ist.

„Corona hat das Leben der Menschen verändert. Kinder und Jugendliche trifft das oft besonders hart“, sagt Kultusstaatssekretärin Anna Stolz. Sie betont: „In der Entwicklung von jungen Menschen spielt das soziale Miteinander eine wesentliche Rolle. Daher stellen die aktuellen Beschränkungen für alle eine große Herausforderung dar. Wichtig ist mir, dass niemand alleine gelassen wird, dafür steht an allen Schulen ein breites Unterstützungsangebot zur Verfügung. Ob der Unterricht im Klassenzimmer oder vor dem Laptop stattfindet, spielt dabei keine Rolle. Wir wollen alle im Blick behalten.“

Präsentation des neuen Videos vor Fachreferenten der SMV und Landesschülersprechern

Die bayerischen Schülerinnen und Schüler haben an ihren Schulen zahlreiche Anlaufstellen, an die sie sich vertrauensvoll wenden können. Um auf diese Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen, hat das Kultusministerium nun in Kooperation mit der Initiative Werte machen Schule und dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis das Demovideo #ZEITZUREDEN erstellt.

Staatssekretärin Anna Stolz nutzte nun eine Online-Tagung der bayerischen Fachreferenten für die SMV, um ihnen und den ebenfalls teilnehmenden Landesschülersprechern Tobias Fritz (FOSBOS), Moritz Meusel (Gymnasium) und Orcun Celik (Realschule) das neue Video zu präsentieren: „Die Fachreferenten beraten und begleiten die Schülersprecher und Bezirksschülersprecher. Sie sind damit besonders nah an den Schülerinnen und Schülern und sorgen dafür, dass dieses wichtige Thema bei denen ankommt, die es betrifft. Aus diesem Grund freut es mich besonders, dass beim heutigen Treffen auch drei Schülervertreter teilnehmen. Unser Angebot soll da ankommen, wo es gebraucht wird. Schülervertreter und Fachreferenten leisten hier auch in der aktuellen Krise wertvolle Arbeit.“

Zum Video selbst machte Anna Stolz deutlich: „Mit diesem Clip wollen wir den jungen Menschen zeigen, dass niemand frei von Sorgen, Ängsten oder Traurigkeit ist. Wenn diese Gefühle aber zu groß und zu bestimmend werden, ist es der erste und wichtigste Schritt, darüber zu reden. Das kann in der Familie, im Freundeskreis oder eben auch in der Schule sein.“

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz während der Online-Tagung der bayerischen Fachreferenten für die SMV, auf der das Video #ZEITZUREDEN vorgestellt wurde
Kultusstaatssekretärin Anna Stolz während der Online-Tagung der bayerischen Fachreferenten für die SMV, auf der das Video #ZEITZUREDEN vorgestellt wurde

Schulen im Freistaat bieten vielfältige Unterstützung an

An den Schulen im Freistaat stehen vielfältige psychologische und pädagogische Beratungs- und Unterstützungsangebote bereit. Bei Problemen, Sorgen und Ängsten sind grundsätzlich die in den Klassen unterrichtenden Lehrkräfte niederschwellige erste Ansprechpartner, da diese die Schülerinnen und Schüler aus dem Unterricht kennen und auch auf Grund der geschilderten Problemlagen entsprechend im Unterricht – auch im Distanzunterricht – geeignet reagieren können. Alle Lehrkräfte in Bayern sind auf diese Thematik sensibilisiert und halten auch in Corona-Zeiten intensiven Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern.

Zusätzliche Unterstützung steht in Form der Beratungslehrkräfte, der Schulpsychologinnen bzw. Schulpsychologen als Ansprechpartner der Staatlichen Schulberatung an den Schulen vor Ort und an den neun Staatlichen Schulberatungsstellen bereit. Sie bieten professionelle Hilfe bei Problemen wie depressiver Verstimmtheit, Angststörungen, Selbstzweifeln oder anderen psychischen Problemen.

 „Ich möchte es ganz klar sagen: Wir lassen niemanden alleine. Die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler steht an erster Stelle. Und dazu gehört natürlich auch, dass man keine Ängste hat, dass es einem gut geht und dass man sich wohl fühlt", verdeutlicht die Kultusstaatssekretärin.

Wertebildung macht Schule

Die Initiative Werte machen Schule stärkt die Werteerziehung an den Schulen im Freistaat und leistet einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen der Initiative wurden seit dem Schuljahr 2018/2019 rund 180 Schülerinnen und Schüler in allen bayerischen Regierungsbezirken zu Wertebotschafterinnen und -botschaftern ausgebildet. Mit ihren Ideen und Initiativen leisten sie einen wichtigen Beitrag für ein respektvolles und verantwortungsvolles Miteinander in unserer Gesellschaft.  In der Corona-Krise wollen sie ihre Mitschülerinnen und Mitschülermit eigenen Schulprojekten bei ihren Sorgen und Nöten unterstützen – sei es durch einen analogen oder virtuellen Kummerkasten oder einfach nur dadurch, dass sie die vorhandenen Hilfsstrukturen an der eigenen Schule vorstellen und so besser sichtbar machen. Darüber hinaus sind im Freistaat rund 100 Lehrkräfte als Wertemultiplikatorinnen und Wertemultiplikatoren aktiv und unterstützen unsere Schulen und Lehrkräfte bei Fragen der Wertebildung im Präsenz- und Distanzunterricht. So sind unter anderem neue Unterrichtsmodule zu den Themen Freundschaft und Solidarität unter www.wertebildung.bayern.de einsehbar.

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden.
Mehr Informationen und eine Möglichkeit zur Deaktivierung der Webanalyse finden Sie hier.