Berufliche Bildung Neue Pflegeausbildung startet erfolgreich

Die generalistische Pflegeausbildung bietet jungen Erwachsenen flexible Berufschancen
Die generalistische Pflegeausbildung bietet jungen Erwachsenen flexible Berufschancen

Erfolgreicher Auftakt für eine neue allgemeine Ausbildung im Pflegebereich: 7.800 junge Menschen in Bayern haben in diesem Jahr ihre Berufsausbildung zur Pflegefachkraft begonnen.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Die neue generalistische Pflegeausbildung in Bayern ist erfolgreich gestartet: Mehr als 7.800 Auszubildende haben im ersten Jahr mit der neuen Pflegeausbildung begonnen. Dies bedeutet eine Steigerung der Ausbildungszahl zum Vorjahr um rund 10 Prozent. Darauf haben Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo hingewiesen.

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres tritt an die Stelle der bisherigen unterschiedlichen Ausbildungen in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Altenpflege nun erstmals eine generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann. Mit dieser Neuerung wurde ein flexibles Berufsbild geschaffen, durch das die Fachkräfte nach erfolgreicher Ausbildung in den unterschiedlichsten Versorgungsbereichen arbeiten können.

Gesundheitsministerin Melanie Huml und Kultusminister Michael Piazolo freuen sich über das große Interesse an der neu geschaffenen Ausbildung. Kultusminister Piazolo: „Die Steigerung der Ausbildungszahlen ist ein hocherfreuliches Signal. Gerade während der Coronapandemie hat sich deutlich gezeigt, wie systemrelevant die Pflegeberufe sind. Mein Dank gilt den Leitungen und Kollegien der rund 190 bayerischen Berufsfachschulen für Pflege, die unter wirklich besonderen Umständen mit viel Arbeit und Engagement bei diesem weitreichenden Neuordnungsprozess einen wichtigen Beitrag leisten.“

Gesundheitsministerin Melanie Huml
Gesundheitsministerin Melanie Huml

Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Um mehr junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern, brauchen wir auch eine attraktive Ausbildung. Deshalb ist die generalistische Ausbildung ein wichtiger Fortschritt! Die Ausbildungsinhalte sind moderner und es gibt mehr Praxisanleitung.  Das Profil des Pflegeberufs als Gesundheitsfachberuf wird gestärkt - und es wird sogenannte vorbehaltene Tätigkeiten geben, die nur von Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern erbracht werden dürfen. Ferner wird die zusätzliche Möglichkeit einer generalistischen Pflegeausbildung an Hochschulen eröffnet."

Finanzierung neu geregelt

Teil dieser Rahmenbedingungen ist auch die neu aufgestellte Finanzierung der Pflegeausbildung. Nach den Vorgaben des Pflegeberufsgesetzes zahlen nun neben den Kranken- und Pflegekassen sowie dem Freistaat Bayern alle Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Dienste in einen Ausbildungsfonds ein, unabhängig davon, ob die Einrichtungen ausbilden oder nicht. Diese solidarische Verteilung sorgt dafür, dass die Kosten der Ausbildung gleichmäßig auf alle Schultern verteilt werden.

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