Internationales Lernprojekt Schüler tauschen sich weltweit über Ernährung aus

Das Slow-Food-Bildungsprojekt vernetzt Schülerinnen und Schüler weltweit
Das Slow-Food-Bildungsprojekt vernetzt Schülerinnen und Schüler weltweit

Ökologische, klimatische und soziale Fragestellungen: Beim Slow-Food-Bildungsprojekt „Edible Connections“ lernen bayerische Schulklassen von und mit Kindern aus dem globalen Süden. Jetzt mitmachen und Partner-Schule werden!

Im Rahmen des Projekts „Edible Connections“ begegnen Kinder und Jugendliche aus Deutschland virtuell Lernenden aus dem globalen Süden, um sich über ihre Ernährungsgewohnheiten und -traditionen auszutauschen. Ziel ist es, dass die Jugendlichen Ernährung im weltweiten Kontext sehen und verstehen lernen, um dann gemeinsam Lösungen für ein zukunftstaugliches Lebensmittelsystem zu entwickeln. Zur Weiterführung des Bildungsprojektes im Schuljahr 2020/21 sucht Slow Food Deutschland Schulklassen der Sekundarstufe 1 und 2, die daran mitarbeiten möchten.

Unsere zunehmend globalisierte Welt steht vor ökologischen, klimatischen und sozialen Herausforderungen, die nur durch gemeinsame Anstrengungen gelöst werden können. Das erfordert einen interkulturellen Austausch, den Slow Food mit dem Schulprojekt „Edible Connections“ vorantreibt. Die Teilnehmenden lernen, die internationalen Verflechtungen von Erzeugung, Handel und Konsum unserer Lebensmittel besser zu verstehen und mit biokultureller Vielfalt respektvoll umzugehen. Hierfür treten Schülerinnen und Schüler aus Bayern und ganz Deutschland in einen mehrmonatigen Dialog mit Schulklassen oder Lebensmittelerzeugerinnen und -erzeugern aus dem globalen Süden. Um dies in Echtzeit und unmittelbar tun zu können, nutzen sie Videokonferenzen und soziale Medien. Ausgetauscht werden u. a. Fotos und Videos von Exkursionen und Rezepten. In insgesamt drei Terminen reflektieren die Teilnehmenden die Zusammenhänge des globalen Handels, erkunden ihre lokale Einkaufsrealität, lernen die kulinarischen Traditionen ihres Partnerlandes kennen und erarbeiten gemeinsam Lösungen, unser Lebensmittelsystem nachhaltiger zu gestalten. Der kooperative Austausch lässt sie den Wert erkennen, globale Gemeinschaftsgüter zu sichern.

Dazu Stella Diettrich, Bildungskoordinatorin für „Edible Connections“: „Unsere interkulturelle Dialogreihe regt die Schülerinnen und Schüler dazu an, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Sie entwickeln ein Gespür für Ursache und Wirkung unserer Lebensmittelwirtschaft und unserer eigenen Kaufentscheidungen. Wir unterstützen sie dabei, zu erforschen, wie sich die Wahl ihrer Lebensmittel auf das Leben von Menschen auf Kontinenten wie beispielsweise Afrika auswirken kann. Unsere Erfahrung zeigt bislang, dass sie sich dadurch deutlich kritischer mit ihren eigenen Konsumgewohnheiten auseinandersetzen.“

Gesucht werden aktuell Schulklassen der Sekundarstufe 1 oder 2, die an dieser virtuellen Reise teilnehmen möchten. Gefördert wird das Projekt von Engagement Global und Brot für die Welt, so dass den teilnehmenden Schulen keine Kosten entstehen. Das Projekt inklusive der Live-Calls kann digital durchgeführt werden, sollte der Präsenzunterricht durch Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingeschränkt sein. Interessierte Lehrkräfte oder Schulen wenden sich bitte bis zum 31.10.2020 an s.diettrich@slowfood.de.

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden.
Mehr Informationen und eine Möglichkeit zur Deaktivierung der Webanalyse finden Sie hier.