32. Schülerwettbewerb Alte Sprachen Landessieger beweisen besonderes Sprachgefühl in Latein und Griechisch

Die Akropolis in Athen
Die Akropolis in Athen

Großes Engagement und Können: Die drei Landessieger im 32. Schülerwettbewerb Alte Sprachen haben ihre hervorragenden Kenntnisse in Latein und Griechisch unter Beweis gestellt und sich gegen über 1.000 andere Wettbewerbsteilnehmer durchgesetzt. Die Glückwunschschreiben des Kultusministeriums gehen dieses Jahr nach Friedberg, Memmingen und München.​

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Erneut haben sich in diesem Jahr rund 1.000 Oberstufenschülerinnen und -schüler in ganz Bayern den anspruchsvollen Aufgaben im 32. Landeswettbewerb Alte Sprachen gestellt. Nun stehen die drei Landessieger fest: Lea Kolb (Staatliches Gymnasium Friedberg), Nico Jörg (Vöhlin-Gymnasium Memmingen) und Carolin Gastberger (Karlsgymnasium München) haben sich über drei Runden hinweg durchgesetzt und erhielten nun das Glückwunschschreiben aus dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Die Gewinner werden zudem der Studienstiftung des Deutschen Volkes zur Aufnahme vorgeschlagen. Kultusminister Michael Piazolo gratulierte: „Mit großem Engagement und Können haben die drei Sieger die einzelnen Wettbewerbsrunden gemeistert, dabei ihre ausgezeichneten Kenntnisse in den Alten Sprachen ebenso wie besonderes Sprachgefühl bewiesen und wirklich hervorragende Leistungen erzielt. Herzlichen Glückwunsch!“

Kultusstaatssekretärin Anna Stolz
Kultusstaatssekretärin Anna Stolz

Das große Interesse an dem Wettbewerb und die hervorragenden Ergebnisse sind für Piazolo „ein Beleg für das hohe Niveau des Latein- und Griechischunterrichts an unseren Schulen in Bayern und belegen eindrucksvoll, dass Griechisch und Latein auch heute noch junge Menschen begeistern“. Das griechische und lateinische Erbe wirke weit in unsere Zeit hinein und biete den Menschen eine wichtige Orientierung. Bei der Lektüre antiker Literatur erhielten die Schülerinnen und Schüler wertvolle Einblicke in die Grundlagen des europäischen Denkens und der europäischen Kultur, wie der Minister erklärte.

Den Glückwünschen schloss sich auch Staatssekretärin Anna Stolz an: „Die klassischen Sprachen laden die Schülerinnen und Schüler zu faszinierenden Entdeckungsreisen in vergangene Kulturen ein. Zugleich öffnen sie das Tor zu unserer europäischen Geschichte und Kultur. Die Leistungen und der Einsatz unserer Landessieger zeigen, wie aktuell antike Texte doch sind und welchen Einfluss sie auf Gegenwart und Zukunft haben.“

Drei Runden im Landeswettbewerb Alte Sprachen

Am Landeswettbewerb Alte Sprachen können Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die in der Jahrgangsstufe 11 einen Kurs oder ein Seminar in Latein oder Griechisch belegen. In der ersten Runde stellten die rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre vertieften Sprachkenntnisse und ihre sprachliche Kreativität an lateinischen bzw. griechischen Übersetzungstexten unter Beweis.

Die 50 Besten traten dann in der zweiten Runde zu einer Interpretationsklausur an. Im Fach Latein war ein Auszug aus einer antiken „Hate Speech“ gegen Cicero zu interpretieren. In einer kreativen Zusatzaufgabe verfassten sie unter Einbeziehung eines modernen Zitats Victor Klemperers einen persönlichen Redebeitrag zum Thema „respektvolle Kommunikation auf Schulhöfen und in sozialen Netzwerken“. Im Fach Griechisch interpretierten die Schülerinnen und Schüler eine antike Fabel, um den Text anschließend als Gedicht in deutscher Sprache fortzuschreiben.

In der abschließenden dritten Runde wurden die besten zehn Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Kolloquium ins Bayerische Kultusministerium eingeladen, das corona-bedingt im Rahmen von Videokonferenzen durchgeführt wurde. Dort beeindruckten sie das Prüfergremium durch ihr breites Wissen und ihre selbstständige Auseinandersetzung nicht nur mit antiken Themen.

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