Internationale Kooperation Bayern und Israel bauen Bildungszusammenarbeit aus

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (r.) und Generalkonsulin Sandra Simovich unterzeichnen den Kooperationsvertrag
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (r.) und Generalkonsulin Sandra Simovich unterzeichnen den Kooperationsvertrag

Den Austausch zwischen beiden Ländern beleben: Auf Basis einer Bildungskooperation wird die Zahl der Studienfahrten für Schüler und Lehrkräfte nach Israel deutlich gesteigert. Ziel ist eine Intensivierung der Demokratie- und Werteerziehung.

Die erfolgreiche Bildungskooperation zwischen Bayern und Israel wird nachhaltig gestärkt. Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo unterzeichnete dazu gemeinsam mit der Generalkonsulin des Staates Israel für Süddeutschland, Sandra Simovich, eine Vereinbarung und betonte: „Die bayerisch-israelische Bildungszusammenarbeit lebt vom Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Bildungsexperten beider Länder. Das wollen wir mit unserer heutigen Vereinbarung deutlich unterstreichen und mehr Studienfahrten nach Israel ermöglichen. Gerade persönliche Begegnungen verbinden unsere Länder und bauen Brücken in die Zukunft.“

Die bayerisch-israelische Bildungskooperation ist eingebettet in die schulische Demokratie- und Werteerziehung in Bayern mit ihren vielfältigen Projekten und Präventionsmaßnahmen aber auch in die bayerische Erinnerungskultur. Für Minister Piazolo ist die bayerisch-israelische Bildungskooperation „auch ein wichtiger Baustein, um Verständnis für Israel zu fördern und antisemitischen Einstellungen aktiv vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken“.

Neben Studienfahrten bayerischer Schülerinnen und Schüler nach Israel unterstützt der Freistaat mit 200.000 Euro jährlich im aktuellen Doppelhaushalt auch Exkursionen von Lehrkräften, Seminarlehrkräften und Schulleitungen nach Israel. Bereits 2011 haben Israel und Bayern eine erste Bildungskooperation geschlossen, um Verständnis für Israel zu fördern und die bayerisch-israelische Freundschaft zu vertiefen.

Generalkonsulin Sandra Simovich erklärte: „Zwei der wichtigsten Möglichkeiten, Antisemitismus und Rassismus zu bekämpfen sind Bildung und persönliche Begegnungen. Diese bauen Vorurteile ab, machen das Fremde vertraut und fördern Verständnis und Empathie. Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung haben wir die Gelegenheit weiter zusammenzuwachsen, gemeinsam Zivilcourage zu lehren und entschieden Antisemitismus und Rassismus entgegenzuwirken.“

Bei der Unterzeichnung der Vereinbarung stellte der Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR), Matthias Fack, den hohen Stellenwert der Kooperation heraus: „Die internationale Jugendarbeit mit Israel zu stärken, ist mein persönliches wie politisches Herzensthema. Tragen wir doch dazu bei, nachhaltige Freundschaften zu leben und so die aktuellen Herausforderungen unserer Gesellschaft anzugehen. Deswegen freut es mich, dass wir unser Förderprogramm Bayerisch-Israelische Bildungskooperation verstetigen können und damit jungen Menschen die Chance geben, auch im Rahmen der Jugendverbandsarbeit eine Bildungsfahrt nach Israel zu machen.“

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