BundesUmweltWettbewerb Bayerische Schüler überzeugen mit ihren Ideen für eine grüne Zukunft

Preisträgerinnen und Preisträger sowie einige Verantwortliche des BundesUmweltWettbewerbs
Preisträgerinnen und Preisträger sowie einige Verantwortliche des BundesUmweltWettbewerbs

Zukunftsweisende Impulse für eine nachhaltige Lebensweise: Mehrere bayerische junge Naturforscher haben in Frankfurt ihre Konzepte vorgestellt und wurden für ihr Engagement ausgezeichnet.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

„Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ – so lautet das Motto des BundesUmwelt- Wettbewerbs (BUW), dessen innovativste Projekte in Frankfurt ausgezeichnet wurden. Dass sie Ideen zur Nachhaltigkeit und ökologischer Verantwortung auch in konkreten Anwendungsbeispielen umsetzen können, haben dabei auch einige Schülerinnen und Schüler aus Bayern unter Beweis gestellt: Zwei Hauptpreise, ein Sonderpreis und drei Förderpreise ist die bayerische Wettbewerbsbilanz.

„Ich gratuliere unseren jungen Umweltschützern zu diesem beachtlichen Erfolg. Sie setzen sich aktiv für eine nachhaltige Lebensweise ein und setzen zukunftsweisende Impulse für das Natur- und Ökosystem von morgen“, lobte Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo. Zukunftsthemen wie Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung seien in den Lehrplänen und im Schulleben fest verankert. „Ich freue mich, dass sich junge Menschen so engagiert in Unterrichts- und Forschungsprojekte einbringen.“ Für ihr Engagement wurden Leonie und Zoë Prillwitz vom Maria-Ward-Gymnasium Augsburg sowie Jonas Köhler vom Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach mit zwei Hauptpreisen in der Alterskategorie der 10- bis 16-Jährigen geehrt.

In ihrem Beitrag „Mikroplastik – Gefahr aus dem Haushalt?!“ ist es den beiden Schülerinnen gelungen, Mikrofaserfilter zu entwickeln, die Plastikteilchen bereits im Haushalt daran hindern sollen, in die Umwelt zu gelangen. Sie bauten dabei auf der ebenfalls ausgezeichneten Projektarbeit von Leonie Prillwitz aus dem Vorjahr auf.

Dr. Katrin Knickmeier, Leiterin der Kieler Forschungswerkstatt, Zoë und Leonie Prillwitz, Preisträgerinnen, Christine Strobel, Betreuungslehrerin, und Bonita Junge, BUW Landesbeauftragte Bayern (v. l.)
Dr. Katrin Knickmeier, Leiterin der Kieler Forschungswerkstatt, Zoë und Leonie Prillwitz, Preisträgerinnen, Christine Strobel, Betreuungslehrerin, und Bonita Junge, BUW Landesbeauftragte Bayern (v. l.)

Jonas Köhler, der letztes Jahr bereits mit einem Förderpreis gewürdigt wurde, sammelte in aufwändiger Feldarbeit Daten, um den Baumbestand des Spessarts genauer bestimmen zu können und damit dessen Schutzwürdigkeit zu belegen. Mit seiner Arbeit „Analyse von oben – Analyse des Spessartwaldes durch Fernerkundung anhand Art, Alter und Diversität mit Hilfe eines für den Spessart entwickelten Index“ macht er auf die Schutzwürdigkeit dieses Biotops aufmerksam. Die Jury lobte bei beiden Beiträgen die Auseinandersetzung mit hochaktuellen und umweltrelevanten Fragestellungen. Die Jungforscher würden die Idee des BUW in idealer Weise veranschaulichen und fundiertes Theoriewissen strukturiert in einen praktischen Anwendungsbezug übersetzen.

Von der Digitalisierung des Stromverbrauchs an Schulen bis zu Ideen zur Müllvermeidung – Weitere ausgezeichnete Forschungsarbeiten aus Bayern

Zu den Gewinnern in Frankfurt zählen weitere junge Umweltschützer aus dem Freistaat, die mit Sonder- und Förderpreisen ausgezeichnet wurden:

So setzte sich Ludwig Holl von der Berufsoberschule in Friedberg das Ziel, die Stromnutzung an seiner Schule künftig zu senken. Dafür hat er einen Monitor entwickelt, der im Eingangsbereich der Schule hängt und der Schulfamilie Auskunft über die aktuelle Elektroenergienutzung gibt. Für diesen stark praxisorientierten Beitrag zur „Digitalisierung des Stromverbrauchs sowie der Stromerzeugung an einer Schule“ wurde er mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Einen Förderpreis erhielt Noah Köhler vom Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach für sein Projekt „Feinstaub überall“. Weitere Förderpreise gingen an Arbeiten, die sich mit Ideen zur Müllvermeidung auseinandersetzten: Pius Johann Dischinger vom Willstätter-Gymnasium Nürnberg forschte zu der Frage „Plastikmüll: Retten (Öko-) Kunststoffe die Welt?“. Viktoria Köppl vom Johann-Michael-Fischer-Gymnasium in Burglengenfeld untersuchte in ihrem Beitrag „Biomüll vermeiden – Ernte steigern“ einen weiteren Aspekt der bewussten Müllreduzierung.

Jonas Köhler, Preisträger, Prof. Dr. Gerrit Schüürmann, Leiter des Departments Ökologische Chemie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig, Ludwig Holl, Preisträger (v. l.)
Jonas Köhler, Preisträger, Prof. Dr. Gerrit Schüürmann, Leiter des Departments Ökologische Chemie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig, Ludwig Holl, Preisträger (v. l.)

Der BundesUmweltWettbewerb

Der jährlich ausgeschriebene Wettbewerb wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) an der Universität Kiel durchgeführt. Er zeichnet Schülerinnen, Schüler und junge Erwachsene aus ganz Deutschland aus, die mit ihren Projekten Ursachen von Umweltproblemen auf den Grund gehen und diesen Problemen mit Kreativität und Engagement gemäß dem Wettbewerbsmotto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ entgegentreten. Zur 29. Wettbewerbsrunde wurden insgesamt 405 Projektarbeiten von mehr als 1.400 jungen, engagierten Menschen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren eingereicht.

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