Bundesfinale „Jugend debattiert" Bayerische Schüler präsentieren stichhaltige Argumente

Im laufenden Schuljahr haben sich rund 1.300 Schulen bundesweit an „Jugend debattiert
Im laufenden Schuljahr haben sich rund 1.300 Schulen bundesweit an „Jugend debattiert" beteiligt

Köpfchen, Klarheit und gute Argumente: Damit überzeugten erneut Schüler beim Bundesfinale von „​Jugend debattiert". Denn hierbei geht es darum, gesellschaftlich relevante Themen mit klarer Meinung und stichhaltigen Argumenten zu vertreten. Drei der acht Bundessieger kommen aus Bayern.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Zwei Schülerinnen und ein Schüler aus Bayern haben beim Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“ Spitzenplatzierungen erreicht. Kultusminister Michael Piazolo gratuliert den Nachwuchsrednern zu ihren rhetorischen Erfolgen: „Es freut mich, dass drei Jugendliche aus Bayern das Finale erreicht haben und deutschlandweit zu den acht besten, jungen Rhetoriktalenten zählen. Alle drei haben die Jury durch ihre schlagfertigen Argumente und ihre eloquente Ausdrucksweise beeindruckt.“
In der Altersgruppe der 8. bis 10. Jahrgangsstufe belegte Anabel Wächter vom Gymnasium Herzogenaurach den 3. Platz und überzeugte die Jury mit ihrer klaren und strukturierten Redeweise bei der Erörterung der hochaktuellen Frage: „Sollen Medien mit hoher Reichweite kurz vor Wahlen auf Wahlempfehlungen verzichten? “Der kontrovers zu diskutierenden Frage „Sollen unsere Museen Kulturgüter aus der Kolonialzeit an die Ursprungsländer zurückgeben?“ stellte sich die Altersgruppe der 10. bis 13. Jahrgangstufe. Hier konnte Miriam Witt vom Gregor-Mendel-Gymnasium in Amberg laut Jury die Debatte inhaltlich entscheidend bereichern und holte dafür den 3. Platz. Sein breites Ausdrucksvermögen sicherte Joshua Steib vom Humboldt-Gymnasium Vaterstetten den 4. Platz.

Alle drei Finalisten punkteten außerdem durch ihr souveränes Auftreten, als sie am Samstag in Berlin vor rund 500 Zuhörern gemeinsam mit den fünf anderen Schülerinnen und Schülern debattierten.

Am Tag zuvor hatten sich die Bundesfinalisten in den Qualifikationsrunden behauptet, an denen insgesamt 64 Schülerinnen und Schüler aus den 16 Bundesländern teilnahmen. Neben den drei Bundessiegern hatte sich auch Moritz Riker vom Viscardi Gymnasium Fürstenfeldbruck auf Schul-, Regional- und Landesebene für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Zur Vorbereitung auf das Bundesfinale wurden die vier bayerischen Landessieger zu einem fünftägigen professionellen Rhetorik-Training auf der Burg Rothenfels am Main eingeladen, an dem auch die Gewinner der anderen Bundesländer teilnahmen.

Struktur des Wettbewerbs

Der Wettbewerb „Jugend debattiert“ findet auf Schul-, Regional-, Landes- und Bundesebene statt. Die Vorbereitung der Jugendlichen auf den Wettbewerb erfolgt an den Schulen im Unterricht oder in Arbeitsgemeinschaften.

Bei den Debatten treten jeweils zwei Pro- und Contra-Redner gegeneinander an. Jede Debatte dauert insgesamt 24 Minuten. In der Eröffnungsrunde hat jeder der vier Teilnehmer zwei Minuten Zeit, um seinen Standpunkt deutlich zu machen. Einer freien Aussprache von insgesamt zwölf Minuten Dauer schließen sich vier Schlussworte von je einer Minute an. Die Jury achtet bei ihrer Bewertung auf die Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit und die Überzeugungskraft der Redner. Rund 200.000 Schülerinnen und Schüler an über 1.300 Schulen beteiligten sich in diesem Jahr bundesweit bei „Jugend debattiert“. In Bayern tauschten etwa 26.000 Schülerinnen und Schüler an rund 122 Schulen im Rahmen des Wettbewerbs ihre Argumente zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen aus.

„Jugend debattiert“ ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Der Landeswettbewerb in Bayern wird durch Mittel des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus finanziert und maßgeblich durch den Bayerischen Landtag unterstützt. 

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