Landeswettbewerb „Alte Sprachen“ Schüler imponieren mit Kenntnissen in Latein und Griechisch

Einige der geehrten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Preisverleihung: Christoph Kroha, Katharina von Sprenger, Jonathan Roller (Landessieger), Annika Schnappinger, Lukas Geßl (Landessieger), Sissi Kupf, Jana Bopp, Juna Wilfert (Landessiegerin; v. li. n. re.)
Einige der geehrten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Preisverleihung: Christoph Kroha, Katharina von Sprenger, Jonathan Roller (Landessieger), Annika Schnappinger, Lukas Geßl (Landessieger), Sissi Kupf, Jana Bopp, Juna Wilfert (Landessiegerin; v. li. n. re.)

Etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe beteiligten sich insgesamt an der Wettbewerbsrunde 2017/19 des Landeswettbewerbs „Alte Sprachen“. Nun wurden die Landessieger und Finalisten in München ausgezeichnet.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Kultusminister Michael Piazolo zeichnete die drei Sieger aus München, Landshut und Nürnberg sowie weitere sieben Finalisten des Landeswettbewerbs „Alte Sprachen“ aus. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich gegen rund 1.000 Mitbewerber durchgesetzt. Die drei Landessieger wurden der Studienstiftung des deutschen Volkes zur Aufnahme vorgeschlagen.

Bei der Festveranstaltung betonte der Minister: „In allen drei Wettbewerbsrunden haben die Schülerinnen und Schüler beeindruckende Kenntnisse der Alten Sprachen und besonderes Sprachgefühl bewiesen. Die Leistungen der Gewinner zeugen zudem von einem bemerkenswerten Einsatz der Jugendlichen und der hohen Qualität des Latein- und Griechisch-Unterrichts an unseren Schulen.“ Piazolo freute sich über das große Interesse an dem Wettbewerb und stellte dessen Bedeutung heraus: „Griechisch und Latein haben das Potenzial, uns mit den Anfängen unserer Kultur zu konfrontieren. Sie eröffnen uns gerade bei der Lektüre von antiken Originaltexten wertvolle Einblicke in unsere kulturelle Vergangenheit und sind gleichzeitig ungebrochen aktuell. Deshalb üben sie auch heute noch eine große Faszination auf die jungen Menschen aus.“

Als Landessieger 2019 wurden geehrt:

  • Juna Icaza Wilfert, Maximiliansgymnasium München
  • Lukas Geßl, Hans-Carossa-Gymnasium Landshut
  • Jonathan Roller, Neues Gymnasium Nürnberg

Als Teilnehmer der Finalrunde wurden ebenfalls ausgezeichnet:

  • Jana Bopp, Hans-Leinberger-Gymnasium Landshut
  • Alina Kordick, Wilhelmsgymnasium München
  • Christoph Kroha, Melanchthon-Gymnasium Nürnberg
  • Sissi Kupf, Albertus-Magnus-Gymnasium Regensburg
  • Jenny Liu, Maria-Theresia-Gymnasium München
  • Annika Schnappinger, Augustinus-Gymnasium Weiden
  • Katharina von Sprenger, Wilhelmsgymnasium München

Preisträger meisterten drei Wettbewerbsrunden

Am Landeswettbewerb „Alte Sprachen“ können Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die in Jahrgangsstufe 11 einen Kurs oder ein Seminar in Latein oder Griechisch belegen. In der ersten Runde stellten die rund 1.000 Teilnehmer ihre vertieften Sprachkenntnisse und ihre sprachliche Kreativität an lateinischen bzw. griechischen Übersetzungstexten und herausfordernden Aufgaben unter Beweis.

Die 50 erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler erwartete in der zweiten Runde eine Interpretationsklausur. Im Fach Latein erörterten sie einen Auszug aus der „Aeneis“. Vor dem Hintergrund eines modernen Textes der amerikanischen Schriftstellerin Susan Sontag gestalteten die Schülerinnen und Schüler anschließend eine Diskussion zwischen den beiden Autoren über Funktion und Wirkung bildlicher Darstellungen und bezogen dabei auch die aktuelle Bedeutung digitaler Medien und von Social Media mit ein. Im Fach Griechisch interpretierten die Wettbewerbsteilnehmer einen Auszug aus den „Göttergesprächen“ des Satirikers Lukian. In einer kreativen Zusatzaufgabe verfassten sie unter Einbeziehung eines Textes von Johann Wolfgang von Goethe einen Dialog zwischen Zeus und Prometheus.

Für die abschließende dritte Runde wurden die besten zehn Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Kolloquium ins Kultusministerium eingeladen. Dort überzeugten sie die Jury mit ihrem umfassenden Wissen und der selbstständigen Auseinandersetzung nicht nur mit antiken Themen.

Der Landeswettbewerb„Alte Sprachen“ wird seit 1988 von der Stiftung Humanistische Bildung in Bayern (Elisabeth-J.-Saal-Stiftung) und der Eleonora-Schamberger-Stiftung in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus ausgerichtet.

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