Medienbildung 15. SchulKinoWoche findet erfolgreiches Ende

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Zwei Wochen, in denen Filme im Mittelpunkt standen – das war die 15. SchulKinoWoche Bayern, die am Freitag, den 15. Juli 2022 zu Ende gegangen ist. Die Freude war groß, dass endlich wieder Filmbildung im Kino stattfinden kann. 

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Mehr als 122.000 Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte nahmen an der ersten SchulKinoWoche Bayern nach unfreiwilliger zweijähriger Pandemiepause teil. Insgesamt 1.915 Mal hieß es in 128 Kinos in 118 bayerischen Städten „Film ab!“.

„Eine abwechslungsreiche SchulKinoWoche geht zu Ende. Kino-Seminare, Themenworkshops oder Gespräche mit Filmexperten – bei der SchulKinoWoche erleben unsere Schülerinnen und Schüler Kino hautnah und bekommen tiefe Einblicke, was gutes Kino ausmacht. Danke an alle, die auch in diesem Jahr wieder zum Erfolg der Kinowoche beigetragen haben: Lehrkräften, die Referentinnen und Referenten, die örtlichen Kinobetreiber, das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung und alle interessierten jungen Cineasten“, erklärt Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo zum Abschluss der 15. SchulKinoWoche Bayern.

Die Höhepunkte und Publikumslieblinge

Ein auf Jahrgangsstufen, Unterrichtsfächer und lehrplanrelevante Inhalte abgestimmtes Filmprogramm begeisterte die jungen Besucherinnen und Besucher. Rund 80 künstlerisch und pädagogisch wertvolle Filme, darunter ausgezeichnete Kinderfilmproduktionen, beeindruckende Dokumentar- und spannende Animationsfilme sowie bewegende Literaturverfilmungen standen bei der bayernweit größten Filmbildungsinitiative zur Auswahl. Absoluter Publikumsliebling war in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 der Dokumentarfilm mit Spielfilmelementen „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“, gefolgt von der Komödie „Unheimlich perfekte Freunde“ und dem Animationsfilm „Die Olchis – Willkommen in Schmuddelfing“. Bei den höheren Jahrgängen gehörten die Literaturverfilmungen „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, „Schachnovelle“ und „Das schönste Mädchen der Welt“ sowie das Drama „Der Pfad“ und der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier“ zu den Favoriten. Wie schon in den Vorjahren sind drei große Kinos dabei die meistbesuchten Spielstätten der SchulKinoWoche Bayern: der Münchener Mathäser Filmpalast, das Kinopolis in Landshut und das neu dazu gekommene Cineplex in Neumarkt i. d. Oberpfalz.

In mehr als 40 KinoSeminaren wurden die gezeigten Filme von den anwesenden jungen Zuschauerinnen und Zuschauern analysiert, interpretiert und diskutiert. An einigen Orten nahmen Filmschaffende an den Veranstaltungen teil und lieferten spannende Einblicke hinter die Kulissen des Films. So waren Regisseur Norbert Lechner im KinoSeminar zu seinem Film Zwischen uns die Mauer, Produzent Fabian Lieb im Filmgespräch zum Film Dear Future Children, der bekannte Moderator Tobias Krell im KinoSeminar zum Film Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten sowie Schauspielerin und Kika-Reporterin Annika Preil zu Willi und die Wunderkröte dabei. Bereits zum Auftakt in Abensberg am 1. Juli konnten sich die anwesenden Schülerinnen und Schüler mit Produzent Ingo Fliess, Drehbuchautorin Sarah Wassermair, Kameramann Matthias Grunsky und Schauspieler Philipp Dornauer zum Eröffnungsfilm Geschichten vom Franz austauschen und mit den Filmschaffenden auf Tuchfühlung gehen.

Großartiger Startschuss in Abensberg mit den „Geschichten vom Franz“

Unter dem Motto „Endlich zurück ins Kino“ wurde am 1. Juli 2022 die 15. SchulKinoWoche im Roxy-Kino im niederbayerischen Abensberg eröffnet. Digital zugeschaltet gab Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo den offiziellen Startschuss. Als Eröffnungsfilm stand die Literaturverfilmung „Geschichten vom Franz“ auf dem Plan. Nach der Filmvorführung nahmen die Schülerinnen und Schüler an Workshops mit Drehbuchautorin Sarah Wassermair, Kameramann Matthias Grunsky, Schauspieler Philipp Dornauer sowie Produzent Ingo Fliess teil. Zuvor fand parallel zur Filmvorführung ein lebendiges Podiumsgespräch mit den Filmschaffenden sowie Gerhard Schebler, Stellvertretender Leiter des Referats Künstlerisch-Kulturelle Bildung im Bayerischen Kultusministerium, Leopold Grün, Geschäftsführer VISION KINO und Filmpädagoge Matthias Regl zum Thema Film macht Schule – Möglichkeiten und Chancen der Filmbildung statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Christina Wolf vom Bayerischen Rundfunk.

Endlich wieder zurück ins Kino

Barbara Winkler, Projektleiterin der SchulKinoWoche Bayern, erklärt zum Abschluss: „Wir sind sehr froh, dass die 15. SchulKinoWoche endlich wieder in den bayerischen Kinos stattfinden konnte und wir den teilnehmenden Schulen ein besonderes Gemeinschaftserlebnis im Kino bieten konnten. Die starke Nachfrage von Schulen bis zum letzten Tag bestärkt uns darin, das Angebot der SchulKino-Woche weiter auszubauen und die Lehrkräfte durch medienpädagogische Ansätze mitzunehmen und mit Arbeitsmaterialien für den Unterricht zu unterstützen.“

Die Anmeldungszahlen und die Resonanz der SchulKinoWochen Bayern zeigen, dass das Angebot bestehend aus Filmen, KinoSeminaren, pädagogischen Begleitmaterialien und Workshops für Lehrkräfte den Bedarf der Schulen trifft. Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation, die in Zeiten digitaler Transformation zunehmend an Bedeutung gewinnt. Hierbei unterstützt die SchulKinoWoche Bayern maßgeblich und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Film- und Medienbildung der Schülerinnen und Schüler.

Über die SchulKinoWochen

Die SchulKinoWochen sind ein bundesweites Filmbildungsangebot von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz. VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der „Kino macht Schule“ GbR, bestehend aus dem Verband der Filmverleiher e. V., dem HDF Kino e. V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e. V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e. V. Die Schirmherrschaft über VISION KINO hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.

Die SchulKinoWoche Bayern ist ein Projekt von VISION KINO, koordiniert und durchgeführt vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

Das Kultusministerium unterstützt die SchulKinoWoche als Bildungsmaßnahme zur Förderung von Film- und Medienkompetenz. Es begrüßt die Teilnahme der bayerischen Schulen und erkennt den Besuch der Filmvorstellungen als Unterrichtszeit an.

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