Digitale Schule Oskar-Maria-Graf-Gymnasium Neufahrn stellt digitalen Transformationsprozess vor

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (rechts) erhielt von Franz Vogl, Schulleiter des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums Neufahrn, ein ausführliches Medien-Konzept der Schule
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (rechts) erhielt von Franz Vogl, Schulleiter des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums Neufahrn, ein ausführliches Medien-Konzept der Schule

Das Oskar-Maria-Graf-Gymnasium (OMG) Neufahrn hat den Weg zur digitalen Schule gezielt eingeschlagen. Als Teil der Schulentwicklung hat die Digitalisierung Eingang in den Schulalltag gefunden. Jetzt stellte das OMG sein Digital-Konzept dem Kultusministerium vor.

Am Oskar-Maria-Graf-Gymnasium (OMG) wird in den modern ausgestatteten Klassenzimmern (WLAN, Laptop, Dokumentenkamera und Beamer) mit Hilfe von iPad-Koffern, die man stundenweise buchen kann, oder der Geräte im Rahmen des BYOD (Bring Your Own Device) in der Oberstufe vor allem mit der Lernplattform mebis gearbeitet. Die Schüler recherchieren, erstellen mit Hilfe verschiedener Apps digitale Produkte oder arbeiten in der Form des flipped classroom im Mathematikunterricht. „Das Oskar-Maria-Graf-Gymnasium Neufahrn hat frühzeitig den Weg zur digitalen Schule eingeschlagen und im Schulentwicklungsprozess verankert. Damit leistet das OMG vorbildliche Arbeit im Sinne einer verantwortungsvollen Digitalisierung des Schullebens", betonte Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo.

Mit einem Klick ins Bild geht es zur Präsentation des OMG über Möglichkeiten des Einsatzes von digitalen Medien in der Schule
Mit einem Klick ins Bild geht es zur Präsentation des OMG über Möglichkeiten des Einsatzes von digitalen Medien in der Schule

Masterplan Bayern Digital II

Mit dem Masterplan Bayern Digital II wird den Schulen im Freistaat ein Digitalbudget zur Verfügung gestellt, um didaktisch wertvolle Medienkonzepte zu unterstützen. Diese sollen

  • digitale Ausstattungspläne umfassen,
  • schulartgemäße Mediencurricula vorstellen und
  • geeignete Fortbildungsplanungen berücksichtigen.

Medienkompetenz der Lehrkräfte, die Förderung der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler sowie ein geeigneter Einsatz digitaler Medien im Unterricht sind hier die Zielvorgabe. „Dabei steht der Mehrwert beim Einsatz digitaler Medien stets im Vordergrund. Es muss immer um den pädagogisch-didaktischen Gewinn für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrerinnen und Lehrern gehen", so Kultusminister Piazolo.

Digitaler Transformationsprozess

Beim digitalen Transformationsprozess am OMG gab es einige Faktoren, die  zu einer weit entwickelten Digitalisierung geführt haben: „Einer der größten Schätze des OMG im Hinblick auf den digitalen Transformationsprozess ist die ausgezeichnete technische Infrastruktur, die wir in den letzten Jahren kontinuierlich in die Tat umgesetzt und weiterentwickelt haben“, hebt Franz Vogl, Leiter des OMG, hervor. Dabei wurden auch die Schüler im Administrationsteam in die Wartung der Technik eingebunden. „Nicht zuletzt spielt natürlich die Bereitschaft der Lehrer, sich für neue Möglichkeiten zu öffnen und diese in ihren Unterricht zu integrieren, eine außerordentlich wichtige Rolle“, so Vogl.

Kultusminister Piazolo im Gespräch mit Martina Weeber und Carina Geier vom IT-Team des OMG
Kultusminister Piazolo im Gespräch mit Martina Weeber und Carina Geier vom IT-Team des OMG

Langfristige Zielsetzungen

„Schon früh haben wir mit der gezielten Verwendung der damaligen Moodle-Plattform des Kultusministeriums in einzelnen Klassen mit interessierten Lehrkräften begonnen. Diesen Nukleus — interessierte, innovative und mutige Lehrerinnen und Lehrer — besitzt jede Schule und mit einer solchen 'Speerspitze' kann ein Wandel beginnen“, erklärte Vogl motivierend. Von diesem Lehrer-Kern wurde am OMG die erfolgreiche Bewerbung zum Modellprojekt „lernreich 2.0“ der Stiftung Bildungspakt Bayern gestartet, die den wesentlichen Anstoß zum Transformationsprozess brachte. Anfangs 6, später 14 Lehrkräfte konnten sich an den digitalen Unterricht herantasten und Vor- und Nachteile direkt erproben. „Es zeigte sich, dass jeder Veränderungsprozess mit solchen freiwilligen Kräften beginnen sollte. Sie testeten, verwarfen, lernten und berieten, was für die Schule möglich sein konnte.“ Dabei spielte das Angebot des Informationsportals mebis eine immer größere Rolle, das heute fester Bestandteil des digitalen Unterrichts am OMG ist.

Wichtig waren für den Transformationsprozess auch die Besuche bei innovativen Schulen (z.B. Digitalkongress in Schloss Neubeuern), Einladungen an Experten aus Schulen , die sich schon früh dem digitalen Wandel geöffnet hatten (z.B. Gymnasium Öttingen u.a.). Dabei wurden deren Erfahrungen genutzt, um auch in Bezug auf Technik und Geräte Entscheidungshilfen zu bekommen.

Digitaler Deutschunterricht am OMG mit Lehrerin Angelika Bach (ein Klick ins Bild leitet zu einem ausführlichen Portrait des OMG weiter)
Digitaler Deutschunterricht am OMG mit Lehrerin Angelika Bach (ein Klick ins Bild leitet zu einem ausführlichen Portrait des OMG weiter)

Strukturbildende Maßnahmen am OMG

Im Schuljahr 2016/17 wurden schulinterne Fortbildungskurse (SchiLFs), die ca. einmal im Monat am Freitagnachmittag stattgefunden haben, zu den verschiedenen Tools auf mebis und zu ausgewählten Apps durchgeführt. Mit ca. 15 Teilnehmern ging es in diesen Kursen v.a. um konkrete unterrichtsbezogene Möglichkeiten des Einsatzes von digitalen Materialien, die in Workshops erprobt werden konnten. Im Schuljahr 2017/18 wurde dann ein Fortbildungskonzept erarbeitet, das die bereits im Kollegium vorhandenen Kenntnisse und Kompetenzen im Bereich des digitalen Unterrichtens immer noch stärker im Kollegium verankerte.
Angelika Bach, Lehrerin für Deutsch und Religion am OMG und Mitstreiterin der ersten Stunde im IT-Team, erzählt über ihre Erfahrungen im Kollegium: „Wenn Kolleginnen und Kollegen erleben, wie begeistert Schülerinnen und Schüler digital arbeiten, lassen viele sich auch anstecken."

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