Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Schüler erleben Politik vor Ort

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo im Gespräch mit den Schülern der Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule Meitingen
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo im Gespräch mit den Schülern der Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule Meitingen

Blick hinter die Kulissen: Einen Tag lang erlebten Schülerinnen und Schüler der Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule die Arbeit der bayerischen Staatsregierung vor Ort und nutzten die Möglichkeit, dem Kultusminister Fragen zu stellen.

Schon auf der Busfahrt von Meitingen nach München ist die Spannung unter den 28 Schülerinnen und Schülern spürbar: Wie es im Kultusministerium wohl aussieht? Und was sie hier alles zu sehen bekommen werden? Die Schüler der Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule dürfen einen Tag lang in München hinter die Kulissen der Regierungsarbeit blicken. Ihre erste Station führt sie ins Zentrum der bayerischen Bildungspolitik. Gespannt stehen sie schließlich vor der Pforte des Kultusministeriums und warten darauf, eingelassen zu werden.

Der Summer ertönt und eine Mitarbeiterin der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit begrüßt die Gruppe und führt sie durch die verwinkelten Gänge des Ministeriums. Wem man wohl auf den Gängen alles begegnen kann? Vielleicht sogar dem Minister? Doch zunächst dürfen die Schülerinnen und Schüler dort Platz nehmen, wo sonst die Journalisten auf den Beginn der Pressekonferenz warten.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Nach einer kurzen Begrüßung geht es weiter - direkt ins Ministerbüro. Hier erwartet die Schüler bereits der Persönliche Referent des Kultusministers, der den Schülern von seinen Aufgaben berichtet und die zahlreichen Fragen zum Arbeitsalltag des Ministers und eines Ministeriums beantwortet: Wie kommt der Minister zu seinen Terminen? Hat jeder Mitarbeiter im Ministerium eine eigene Farbe beim Unterschreiben? Und wie wird man eigentlich Mitarbeiter im Kultusministerium?

Zurück im Presseraum ist es dann endlich so weit: Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo kommt direkt aus einer Sitzung im Landtag, um sich mit den Schülern der Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule zu treffen. Die anfängliche Zurückhaltung weicht schnell der Neugier: Die Chance, einem echten Minister Fragen zu stellen, muss man schließlich nutzen. Neben persönlichen Fragen nach seinem Berufswunsch als Jugendlicher interessieren sich die Schüler vor allem für die Digitalisierung und Methodik an Bayerns Schulen. "Ich bin begeistert vom regen Interesse der Schülerinnen und Schüler aus Meitingen. Ihre Fragen zeigen, dass sie sich intensiv mit diesen Themen beschäftigen und sich Gedanken dazu machen. Hier im Ministerium haben sie die Möglichkeit, Politik einmal live zu erleben und ihre Fragen direkt den Verantwortlichen zu stellen. Ich bin überzeugt, dass sie mit lebhaften Eindrücken nach Hause fahren werden",  betont Kultusminister Prof. Dr. Piazolo.

Im Ministerbüro informierten sich die Schülerinnen und Schüler über den Arbeitsalltag des Kultusministers
Im Ministerbüro informierten sich die Schülerinnen und Schüler über den Arbeitsalltag des Kultusministers

Nach diesem angeregten Gespräch mit dem Minister dreht sich nun alles um das Thema Realschule und die Zukunft der Jugendlichen. Zu diesen Themen steht den Schülern ein Referent für Realschulen Rede und Antwort. Doch auch die Schüler selbst haben etwas vorbereitet: Ausgestattet mit Laptops halten sie Präsentationen zu den Themen Lernen durch Lehren und Bürgerbeteiligung, um anschließend darüber zu diskutieren.

Nach dem Mittagessen macht sich die Klasse gestärkt auf zur nahe gelegenen Staatskanzlei. Auch hier heißt es kurz an der Glastür warten, bevor die Schülerinnen und Schüler staunend im Kuppelsaal stehen. Bei einem Rundgang erfahren sie mehr über die Geschichte des beeindruckenden Gebäudes und dürfen schließlich am Ministerratstisch Platz nehmen. Wer hier wohl normalerweise sitzt? Auch diese Fragen werden beantwortet und abschließend gibt es einen Einblick in den Ablauf einer Kabinettssitzung und die Arbeit der Staatskanzlei.

Der Lernort Staatsregierung

Seit 1989 haben Schülerinnen und Schüler im Freistaat die Möglichkeit, sich beim Lernort Staatsregierung über die Aufgaben und Arbeitsweisen der Bayerischen Staatsregierung zu informieren. Die Jugendlichen bekommen vor Ort einen Einblick, wo Politik gemacht wird und wie der politische Entscheidungsprozess abläuft. In Gesprächen mit leitenden Beamten und nach Möglichkeit mit Mitgliedern des bayerischen Kabinetts wird ein Beitrag geleistet, das Interesse am Staat und an staatlichem Handeln zu fördern. Neben München zählen die Dienststelle des Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat in Nürnberg sowie die Vertretungen des Freistaats in Berlin und Brüssel und die Repräsentanz des Freistaates Bayern in der Tschechischen Republik in  Prag zu den Zielen.

Organisiert wird der Lernort Staatsregierung durch die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Für interessierte Schulen gilt: frühzeitig anmelden, da die Nachfrage nach diesem Angebot zur politischen Bildung groß ist.

Ab 2019 bietet die Landeszentrale zusätzlich das Pilotprojekt "Schule trifft Rathaus" an. Schülerinnen und Schüler aus Schwaben und Unterfranken erhalten bei diesem Lernort Kommunalpolitik die Möglichkeit, bei einem Besuch im Rathaus das politische Handeln vor Ort in ihrem Heimatort kennenzulernen.

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