Gymnasium Abiturientinnen erhalten Preis für Seminararbeiten

Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner (4. v. li.) ehrte gemeinsam mit dem Präsidenten des Bayerischen Clubs Prof. Dr. h.c. Albert Scharf, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet (v. li.) die Abiturientinnen für ihre herausragenden Seminararbeiten
Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner (4. v. li.) ehrte gemeinsam mit dem Präsidenten des Bayerischen Clubs Prof. Dr. h.c. Albert Scharf, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet (v. li.) die Abiturientinnen für ihre herausragenden Seminararbeiten

Bei einer Feierstunde im Bayerischen Landtag sind sieben bayerische Abiturientinnen aus allen Regierungsbezirken für ihre hervorragenden Seminararbeiten mit dem Preis des Bayerischen Clubs geehrt worden. Die behandelten Themen reichen von den Anfängen des Frauenstudiums an der Universität Erlangen-Nürnberg über die Fischereiwirtschaft am Ammersee bis hin zu den amerikanischen Einflüssen auf die deutsche Medienlandschaft nach 1945.

Sieben Abiturientinnen des Jahres 2018 erhielten aus den Händen von Prof. Dr. h. c. Albert Scharf, Präsident des Bayerischen Clubs, eine Auszeichnung für ihre hervorragenden Seminararbeiten zu Themen der bayerischen Geschichte, Kultur und Natur. Als Landessiegerin wurde Lilith Reithmann vom Rainer-Maria-Rilke Gymnasium Icking prämiert, die im Fach Biologie die Fischereiwirtschaft am Ammersee am Beispiel der Renke untersucht hatte. Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner gratulierten den Preisträgerinnen im Rahmen der Festveranstaltung.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm
Landtagspräsidentin Barbara Stamm

Die Verleihung der Preise findet traditionsgemäß im Maximilianeum statt, das König Maximilian II. für die klügsten jungen Menschen seiner Zeit erbauen ließ. Landtagspräsidentin Barbara Stamm erklärte: „Die Preisträgerinnen haben sich – unterstützt von ihren Lehrern – mit Themen auseinandergesetzt, die sie selbst ganz besonders spannend fanden. Themen, die für sie und ihre Heimat von Bedeutung sind. Das war natürlich harte Arbeit. Aber ich bin davon überzeugt: Wenn Arbeiten so gut sind, dass sie ausgezeichnet werden, dann muss es auch Spaß gemacht haben. Denn nur dann steckt man auch wirklich Herzblut und Leidenschaft in eine Sache. Besonders freut mich, dass es heuer einmal ausschließlich junge Schülerinnen sind, die ausgezeichnet werden – das spricht auch noch einmal dafür, dass wir es in diesem Jahr mit einer ganz exklusiven Preisverleihung zu tun haben.“

Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner
Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner

Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner betonte: „Die sieben Abiturientinnen haben sich mit großem Interesse und in intensiver Recherche mit der bayerischen Geschichte, Gegenwart und Kultur beschäftigt. Ihre Arbeiten liefern beeindruckende Ergebnisse und eröffnen einen neuen Blick auf unsere Heimat!“ Dabei dankte sie auch dem Bayerischen Club für sein Engagement: „Der Preis des Bayerischen Clubs fördert das Interesse junger Menschen an ihrer Herkunft und stärkt sie auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.“

Preis des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur

Der Preis des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur wird seit dem Jahr 2000 an Abiturientinnen und Abiturienten für herausragende schriftliche Seminararbeiten vergeben, die sich aus dem breiten gymnasialen Fächerspektrum heraus mit Themen zur bayerischen Geschichte, Gegenwart und Kultur befassen. Die Dienststellen der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Bayern unterbreiten einer Landesjury Vorschläge aus dem ganzen Freistaat. Diese Jury, der Vertreter des Bayerischen Kultusministeriums und des Bayerischen Clubs angehören, entscheidet über die Auszeichnung.

Die Seminararbeitsthemen der Preisträgerinnen 2018 (in alphabetischer Reihenfolge)

Miriam Baumgartner, Gymnasium Vilshofen: „Das Kriegsende 1945 in den Donaupfarreien Künzing, Pleinting und Vilshofen“ (Leitfach Geschichte)

Sophie Behrendt, Asam-Gymnasium München: „Demokratie-Erziehung? Amerikanische Einflüsse auf die deutsche Medienlandschaft nach 1945 am Beispiel der Süddeutschen Zeitung“ (Leitfach Deutsch)

Charlotte Dorneich, Gymnasium Fridericianum Erlangen: „Frauen an der FAU – Die Anfänge des Frauenstudiums am Beispiel der Friedrich-Alexander-Universität“ (Leitfach Geschichte)

Lina Kegel, E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg: „Fremde, Feinde oder Freunde? Beziehungen amerikanischer Soldaten zur Bamberger Gesellschaft“ (Leitfach Geschichte)

Serafina Zaina Meßmer, Jakob-Brucker-Gymnasium Kaufbeuren: „Schutz der Agrobiodiversität – eine mögliche Strategie für die zukünftige Landwirtschaft?“ (Leitfach Biologie)

Amelie Oheim, Elly-Heuss-Gymnasium Weiden: „Die Justiz als Machtapparat – Sophie Scholl als Opfer der nationalsozialistischen Rechtsprechung“ (Leitfach Geschichte)

Lilith Reithmann, Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking: „Fischereiwirtschaft am Ammersee am Beispiel der Renke“ (Leitfach Biologie)

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