Lernort Staatsregierung Schüler blicken hinter die Kulissen der Regierungsarbeit

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus befindet sich im Gebäude des ehemaligen Theatinerklosters
Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus befindet sich im Gebäude des ehemaligen Theatinerklosters

Kultusministerium live: Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Zolling verfolgten einen Tag lang vor Ort die Arbeit der bayerischen Staatsregierung. Im Rahmen des Programms „Lernort Staatsregierung“ waren sie der Einladung ins Kultusministerium gefolgt und erlebten hier hautnah die Politik im Freistaat.

An der Pforte des bayerischen Kultusministeriums herrscht großes Gedränge: 33 Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Zolling warten darauf, dass der Summer ertönt und sich die Glastüren für sie öffnen. Was sie wohl dahinter erwartet?

Zunächst einmal eine Mitarbeiterin der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, die sie durch die verwinkelten Gänge zur ersten Station ihres Besuchs im Kultusministerium begleitet. Sie dürfen nun dort Platz nehmen, wo sonst die Journalisten auf den Beginn der Pressekonferenzen warten. Bis die Schülerinnen und Schüler dem Kultusminister Fragen stellen können, müssen sie sich allerdings noch etwas gedulden. Sie beschäftigen sich zuerst einmal mit den Grundlagen des Freistaats Bayern und erhalten eine Einführung in Struktur und Aufgaben der Verfassungsorgane.

Kultusminister Bernd Sibler
Kultusminister Bernd Sibler

Anschließend ist es endlich so weit: Kultusminister Bernd Sibler begrüßt die Schülerinnen und Schüler in seinem Büro. Die anfängliche Zurückhaltung weicht schnell der Neugier: Die Chance, einem echten Minister Fragen zu stellen, muss man schließlich nutzen. Minister Sibler geht auf alle ihre Fragen ein und gibt den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in seinen Arbeitsalltag. Er betont: „Ich freue mich über das Interesse der Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Zolling. Hier im Ministerium können sie Landespolitik hautnah erleben und frühzeitig Einblick in die Arbeit der Staatsregierung erhalten. Umgekehrt bietet mir der offene Dialog die Möglichkeit, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, was sie beschäftigt.“

Weiter geht es in der Druckerei des Ministeriums: Beim Rattern der Maschinen geben die Mitarbeiter den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in ihre Arbeit.

Kultusminister Sibler (Mitte) mit den Besuchern aus der Mittelschule Zolling
Kultusminister Sibler (Mitte) mit den Besuchern aus der Mittelschule Zolling

Anschließend werden sie zurück in den Sitzungssaal begleitet. Nun dreht sich alles um die Zukunft der Jugendlichen. Ein Mitarbeiter aus dem Referat FOS/BOS zeigt ihnen ihre Möglichkeiten und Wege nach Abschluss der Mittelschule auf. Schulklassen, die den Lernort Staatsregierung besuchen, können im Vorfeld Themenwünsche äußern. Die Mittelschule Zolling hatte sich für die Themen „Lernmittel“ und „digitales Klassenzimmer“ entschieden. Zu diesem Thema steht den Schülerinnen und Schülern nun ein Referent für Mittelschulen und Digitale Bildung Rede und Antwort. Er informiert die Schülerinnen und Schüler zunächst über die analoge Schulbuchzulassung sowie die voranschreitende Digitalisierung an Bayerns Schulen und stellt sich im Anschluss den interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Nach dem Mittagessen macht sich die Klasse gestärkt auf zur nahe gelegenen Staatskanzlei. Auch hier heißt es kurz an der Glastür warten, bevor die Schülerinnen und Schüler staunend im Kuppelsaal stehen. Bei einem Rundgang erfahren sie mehr über die Geschichte des beeindruckenden Gebäudes und dürfen schließlich am Ministerratstisch Platz nehmen. Wer hier wohl normalerweise sitzt? Auch diese Fragen werden beantwortet und abschließend gibt es einen Einblick in den Ablauf einer Kabinettssitzung und die Arbeit der Staatskanzlei.

Der Lernort Staatsregierung

Seit 1989 haben Schülerinnen und Schüler im Freistaat die Möglichkeit, sich über die Aufgaben und Arbeitsweisen der Bayerischen Staatsregierung zu informieren. Die Jugendlichen bekommen vor Ort einen Einblick, wo Politik gemacht wird und wie der politische Entscheidungsprozess abläuft. In Gesprächen mit leitenden Beamten und nach Möglichkeit mit Mitgliedern des bayerischen Kabinetts wird ein Beitrag geleistet, das Interesse am Staat und an staatlichem Handeln zu fördern. Neben München zählen die Dienststelle des Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat in Nürnberg sowie die Vertretungen des Freistaats in Berlin und Brüssel und die Repräsentanz des Freistaates Bayern in der Tschechischen Republik in  Prag zu den Zielen.

Organisiert wird der Lernort Staatsregierung durch die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Für interessierte Schulen gilt: frühzeitig anmelden, da die Nachfrage nach diesem Angebot zur politischen Bildung groß ist.

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