Internationale Chemie-Olympiade (IChO) Angehende Naturwissenschaftler gesucht

Spaß am Experimentieren? Dann mach mit!
Spaß am Experimentieren? Dann mach mit!

Die Internationale Chemie-Olympiade (IChO) ist ein Wettbewerb, in dem Schüler und Schülerinnen ihre Leistungen bei der Bearbeitung theoretischer und experimenteller Aufgaben aus dem Bereich der Chemie miteinander messen. Durch diese Wettbewerbe werden die internationalen Beziehungen auf dem Gebiet der Schulchemie gefördert. Die Internationale Chemie-Olympiade dient auch zur Anknüpfung persönlicher Beziehungen zwischen angehenden Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern verschiedener Länder. Jeder Teilnehmerstaat entsendet eine Mannschaft, die aus maximal vier Schülerinnen und Schülern besteht.

Was wird angeboten und wie läuft der Wettbewerb in Bayern ab?

In Deutschland sind alle Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender sowie weiterführender Schulen teilnahmeberechtigt, die das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Teilnahme ist ab der 8. Klasse möglich. Eine frühe Teilnahme kann dazu beitragen, wichtige Erfahrungen zu sammeln. Die Aufgaben sind auf das Niveau der Oberstufe abgestimmt.

Das Auswahlverfahren erstreckt sich über insgesamt vier Runden:

In der ersten Runde werden einfache theoretische Aufgaben vom Leibniz Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel über die Kultusministerien und Bezirksregierungen verteilt und von den Teilnehmern in Heimarbeit bearbeitet.
Die Korrektur der Aufgaben der ersten Runde erfolgt von den Fachlehrern der teilnehmenden Schüler. Die korrigierten Arbeiten werden per Post an die Landesbeauftragte gesendet.

Für die zweite Runde werden von den Teilnehmern der ersten Runde einige hundert für die zweite Runde zugelassen. Auch in dieser gilt es wiederum theoretische Chemieaufgaben in Heimarbeit zu lösen. Diese Aufgaben können unter Einbeziehung verschiedenster Hilfsmittel und Materialien bearbeitet werden.
Die zweiten Runde wird in unkorrigierter Form an die Landesbeauftragte gesendet und von der bayerischen Jury bearbeitet. Zur Vorbereitung auf die dritte Runde und als Belohnung für die erfolgreiche Teilnahme an den ersten beiden Runden werden ausgewählte Schüler zum Landesseminar in einen chemischen Betrieb eingeladen.

In die dritte Runde kommen noch 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer . In einem achttägigen Auswahlseminar werden die Teilnehmer mit Vorträgen und Übungen im Fach Chemie weitergebildet. Die Lehrkräfte reichen von Studierenden bis hin zu Universitätsdozenten. Bestandteil der dritten Runde sind auch zwei Klausuren, deren Korrektur am IPN durchgeführt wird.

Die besten 15 Schülerinnen und Schülerkommen dann zur vierten Runde für etwa eine Woche nach Kiel. Hier werden gezielt theoretische Aufgaben geübt und im Labor verschiedene Experimente durchgeführt. Als Leistungsnachweis wird neben einer theoretischen Klausur nun auch eine praktische Prüfung durchgeführt. Die besten vier Schülerinnen und Schüler stellen dann die deutsche Mannschaft für die Internationale Chemie-Olympiade.


Landesbeauftragte:
StRin Marion Waldvogel
Gisela-Gymnasium
Arcisstraße 65
80801 München
marion.waldvogel@gmx.de

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