Stiftung art131 Gymnasiasten stellen Buch mit ihren Texten vor

Der Schriftsteller Nevfel Cumart mit Schülerinnen des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums Amberg
Der Schriftsteller Nevfel Cumart mit Schülerinnen des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums Amberg

Gedichte, klassische Erzählungen und experimentelle Literatur: Ganz unterschiedliche literarische Formen enthält das Buch "Die Worte aber bleiben", für das Gymnasiastinnen und Gymnasiasten Texte verfasst haben. Nun wurde das Buch vorgestellt.

Rund 60 Schülerinnen und Schüler aus Amberg, Augsburg, Bamberg, Ingolstadt und Nürnberg präsentierten gemeinsam mit dem deutsch-türkischen Schriftsteller und Dichter Nevfel Cumart in München die Anthologie „Die Worte aber bleiben“ und stellten selbst verfasste Texte daraus vor. Diese entstanden im Rahmen des Projekts „Die Worte aber bleiben“, das die Stiftung art131 im Schuljahr 2014/2015 an fünf bayerischen Gymnasien organisierte. Cumart leitete jeweils die zweitägigen Schreibworkshops und führte insgesamt rund 100 interessierte Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler an das Schreiben heran. Diese fanden dabei ihre ganz eigenen Wege: Das Spektrum der Texte reicht von Gedichten, Geschichten in klassischer Erzählform bis hin zu experimenteller Literatur über „Gefühle, Hoffnungen, ihr Leben und die Welt“. Auch die Sprachen sind vielfältig: Deutsche Texte stehen neben englischen und französischen.

Staatssekretär Bernd Sibler
Staatssekretär Bernd Sibler

Ziel des Projektes ist es, kreative Potenziale zu wecken und literarische Talente an bayerischen Gymnasien zu entdecken. Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher kultureller Herkunft und Nationalität sollen zum Schreiben motiviert werden, Freude daran finden und in ihr eigenes Können vertrauen. „Kulturelle Bildung ist ein wesentliches Bildungsziel in Bayern. Kreativität und Fantasie können sich besonders gut entwickeln, wenn man den Schülerinnen und Schülern Zeit, Raum und Anreize gibt, selbst tätig zu werden. Der Schreibworkshop schafft diese Atmosphäre: Im gegenseitigen Austausch und mit fachkundiger Unterstützung entdecken die Jugendlichen, was in ihnen steckt. So finden sie auch ein Stück weit zu sich selbst“, betonte Schirmherr Staatssekretär Bernd Sibler anlässlich der Veranstaltung. Er sei von den Ergebnissen „wirklich beeindruckt“.

Die Anthologie enthält Texte von Schülerinnen und Schülern folgender Gymnasien:

  • Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium, Amberg
  • Holbein-Gymnasium, Augsburg
  • Clavius-Gymnasium, Bamberg
  • Reuchlin-Gymnasium, Ingolstadt
  • Pirckheimer-Gymnasium, Nürnberg
Die jungen Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Anschluss an die Buchpräsentation
Die jungen Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Anschluss an die Buchpräsentation

Die Stiftung art131 veranstaltete mit Cumart, Preisträger des Bayerischen Förderpreises für Literatur, in den Jahren 2008 und 2011 ähnliche Projekte an Mittel- und Realschulen bzw. an beruflichen Schulen: 2008 entstand das Buch „Farben der Fremde“, 2011 wurden die Schülertexte unter dem Titel „Strandgut“ zusammengefasst.

Die Stiftung art131 möchte Kunst und Kultur in den Lebensraum bayerischer Schulen integrieren. Zusammen mit namhaften Künstlern initiiert sie an bayerischen Schulen verschiedene Projekte in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Literatur, Film, Theater und Neue Medien. Sie ist im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verankert und bildet so eine wertvolle Schnittstelle zwischen Kulturschaffenden und Schulen.

Das Buch ist im Handel erhältlich:
Nevfel Cumart (Hg.): Die Worte aber bleiben. Bayerische Schülerinnen und Schüler schreiben über Gefühle, Hoffnungen, ihr Leben und die Welt (edition hübscher). Bamberg 2015, 180 Seiten, 15 Euro.

Fotos von den beteiligten Schülerinnen und Schülern

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