Landeswettbewerb Alte Sprachen Landessieger ausgezeichnet

Die Preisträger und Finalisten des Landeswettbewerbs Alte Sprachen mit den Wettbewerbsleitern OStD Manfred Röder (l.) und OStD Michael Hotz (r.) sowie Angelika Mack (2.v.l.) und OStD a.D. Dr. Wilhelm Pfaffel (2.v.r.) von der veranstaltenden Elisabteh J. Saal-Stiftung
Die Preisträger und Finalisten des Landeswettbewerbs Alte Sprachen mit den Wettbewerbsleitern OStD Manfred Röder (l.) und OStD Michael Hotz (r.) sowie Angelika Mack (2.v.l.) und OStD a.D. Dr. Wilhelm Pfaffel (2.v.r.) von der veranstaltenden Elisabteh J. Saal-Stiftung

Seneca und Herodot: Mit diesen und anderen antiken Autoren hatten sich die Teilnehmer am Landeswettbewerb Alte Sprachen auseinandergesetzt und dabei ausgezeichnete Sprachkenntnisse bewiesen. Nun wurden die Sieger des Wettbewerbs ausgezeichnet.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle mit Lara Neuhauser, einer der Landessiegerinnen
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle mit Lara Neuhauser, einer der Landessiegerinnen

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle sagte bei der Ehrung: „Die Gewinner im Landeswettbewerb Alte Sprachen haben mit ihrer erfolgreichen Teilnahme über die drei Wettbewerbsrunden hinweg beeindruckendes Engagement, Eigeninitiative und Durchhaltevermögen gezeigt. Damit haben sie nicht nur ausgezeichnete altsprachliche Kenntnisse nachgewiesen, sondern auch dokumentiert, auf welch hohem Niveau die alten Sprachen an den bayerischen Gymnasien unterrichtet werden.“

Als Landessieger 2015 wurden ausgezeichnet:

  • Jonathan Auer (Celtis-Gymnasium Schweinfurt)
  • Andreas Charisiadis (Maximiliansgymnasium München)
  • Lara Neuhauser (Deutschhaus-Gymnasium Würzburg)

Als weitere Teilnehmer der Finalrunde wurden ebenfalls ausgezeichnet:

  • Markus Böhme (Emil-von-Behring-Gymnasium Spardorf)
  • Stefanie Dumberger (Gymnasium Donauwörth)
  • Katja Heberlein (Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium Lauf)
  • Franziska Heintz (Gymnasium Bad Königshofen)
  • Lydia Lorenz (Albertus-Gymnasium Lauingen)
  • Miguel Salg (Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg)
  • Laura Simböck (Maristengymnasium Fürstenzell)

Die zehn Finalisten hatten sich in einem Bewerberfeld von weit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgesetzt. Die drei stärksten Kandidatinnen und Kandidaten werden nun als Gewinner des „Landeswettbewerbs Alte Sprachen“ der Studienstiftung des Deutschen Volkes zur Aufnahme vorgeschlagen.

Hohe Zahl an Teilnehmern zeigt Faszination der Alten Sprachen

Minister Spaenle, selbst promovierter Historiker und Absolvent eines humanistischen Gymnasiums, zeigte sich insbesondere über die bayernweit hohe Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Landeswettbewerbs erfreut: „Das zeigt: Die alten Sprachen sind lebendig und üben nach wie vor eine große Faszination auf die jungen Menschen aus – auch weil sie uns wertvolle und vielfältige Einblicke in unsere kulturelle Vergangenheit ermöglichen.“

Zum Hintergrund: Die drei Runden des Landeswettbewerbs Alte Sprachen

Am „Landeswettbewerb Alte Sprachen“ können Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die in der Jahrgangsstufe 11 einen Kurs oder ein Seminar in Latein oder Griechisch belegen. Im zurückliegenden Wettbewerb stellten die weit über 1.000 Schülerinnen und Schüler in der ersten Runde zunächst an schwierigen lateinischen bzw. griechischen Übersetzungstexten und herausfordernden Aufgaben ihre vertieften Sprachkenntnisse sowie sprachliche Kreativität unter Beweis.

Die 50 Besten traten dann in der zweiten Runde zu einer anspruchsvollen Interpretationsklausur an. Im Fach Latein war ein Brief Senecas zu analysieren, der sich mit der Bedeutung von Aufmerksamkeit und Konzentration beschäftigt und vor Gefahren der Reizüberflutung warnt. In einer kreativen Zusatzaufgabe sollten die Wettbewerbsteilnehmer einen kurzen Dialog zwischen Seneca und einem Anhänger der digitalen Medien verfassen. Im Fach Griechisch war eine Passage aus dem 7. Buch von Herodots Historien zu untersuchen und in der Zusatzaufgabe eine fiktive Rede des Perserkönigs Xerxes zu entwerfen.

In der abschließenden dritten Runde wurden die stärksten zehn Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Kolloquium ins Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst eingeladen. Dort beeindruckten sie das Prüfungsgremium durch ihr breites Wissen und ihre selbständige Auseinandersetzung mit antiken Themen.

Fotos der Preisträger zum Herunterladen

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