Abituraufgabenpool freigeschaltet Beispielaufgaben ermöglichen optimale Vorbereitung auf das Abitur

Ab 2017 gibt es längerübergreifende Abituraufgaben in einigen Fächern: Schon jetzt können sich Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler online Beispielaufgaben ansehen
Ab 2017 gibt es längerübergreifende Abituraufgaben in einigen Fächern: Schon jetzt können sich Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler online Beispielaufgaben ansehen

Auf der Webseite des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen können Lehrkräfte und Schüler Beispiele für die Aufgaben aus dem länderübergreifenden Aufgabenpool für das Jahr 2017 einsehen. Eine wertvolle Hilfe bei der Abiturvorbereitung!

Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle
Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle

„Die Beispielaufgaben für den gemeinsamen Abituraufgabenpool ermöglichen Schülern und Lehrkräften eine optimale Vorbereitung auf das Abitur 2017“, sagte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle anlässlich der Freischaltung der Beispielaufgaben auf den Seiten des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. Ab 2017 sollen nach Beschluss der Kultusministerkonferenz in allen Ländern vergleichbare Abituraufgaben bzw. Aufgabenteile in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch in die Abiturprüfungen eingefügt werden.

Hierzu wird derzeit auf der Basis gemeinsamer Bildungsstandards ein Pool an Aufgaben bzw. Aufgabenteilen erstellt, die von den Ländern entwickelt und allen Ländern zur Verfügung stehen werden. Die Schülerinnen und Schüler, die 2017 die Abiturprüfungen absolvieren, treten im kommenden Schuljahr in die Qualifikationsphase für das Abitur ein. Diese beginnt in Bayern mit der Jahrgangsstufe 11.

Aufgabentypen bereits bekannt

Damit sich Schüler und Lehrkräfte frühzeitig einen Überblick über Art und Umfang der Poolaufgaben verschaffen können, hat das Institut für Qualitätsentwicklung und Bildungsforschung, das den Aufgabenpool betreut, im Auftrag der Kultusministerkonferenz Beispielaufgaben in den vier Fächern freigeschaltet. Für die bayerischen Schülerinnen und Schüler sind dabei alle Aufgabentypen, die in der bayerischen Abiturprüfung 2017 zum Einsatz kommen können, aus der Unterrichts- und Prüfungspraxis bereits bekannt.

Kultusminister Spaenle betonte: „Die bayerischen Schülerinnen und Schüler werden gut auf das Abitur 2017 vorbereitet sein. Denn: In Bayern und sechs weiteren Bundesländern finden bereits seit 2014 Abiturprüfungen statt, bei denen gemeinsam entwickelte Aufgaben bzw. Aufgabenteile in die Abiturprüfungen der Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik eingebunden werden. In Bayern haben Schüler und Lehrkräfte damit schon zahlreiche Erfahrungen mit länderübergreifenden Aufgaben und Aufgabenteilen sammeln können. Diese haben gezeigt: Die bayerischen Schüler und Lehrkräfte sind darauf gut vorbereitet.“

Wichtiges Signal für mehr Vergleichbarkeit

Für Minister Spaenle ist der Beschluss der Kultusminister, ab 2017 vergleichbare Abituraufgaben bzw. Aufgabenteile in den vier Grundlagenfächern  Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch in die Abiturprüfungen einzubauen, ein „wichtiges Signal für mehr Vergleichbarkeit der Bildung in ganz Deutschland“. Das Vorhaben ist dabei in eine Gesamtstrategie der Länder eingebettet, deren Grundlage die Entwicklung gemeinsamer Bildungsstandards bildet. Auf dieser Basis werden derzeit gemeinsame Aufgaben- und Aufgabenteile entwickelt, die ab 2017 Bestandteil der Abiturprüfungen aller Bundesländer werden sollen.

Minister Spaenle hob weiterhin hervor: „Angesichts des großen Spektrums an Anforderungen an die Abiturienten in den einzelnen Ländern ist die Abstimmung von Prüfungsaufgaben für das Abitur auf der Basis gemeinsamer Bildungsstandards ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir realisieren Vergleichbarkeit, verbessern die Möglichkeiten, dass Familien von einem Bundesland in ein anderes umziehen können, zugleich aber bleiben den Ländern genügend Freiräume erhalten, um eigene Schwerpunkte in der schulischen Bildung – auch in Abschlussprüfungen – zu setzen. Die Qualität des bayerischen Abiturs bleibt daher umfassend erhalten.“

Bayerns Kultusminister Spaenle verwies in diesem Zusammenhang auch nochmals auf den Vorschlag Bayerns, die erfolgreiche Strategie zur Qualitätssicherung des Abiturs dauerhaft und noch stärker institutionell zu verankern – und zwar in einem Staatsvertrag. „Ein Staatsvertrag hat die höchste Bindewirkung“, betonte der Minister.

Link zu den Aufgaben

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