Soziale Netzwerke: Staatssekretär Huber und Innenminister Herrmann diskutieren mit Schülern

Antworteten auf Schülerfragen: Kultusstaatssekretär Huber (links) und Innenminister Herrmann (vorne rechts)
Antworteten auf Schülerfragen: Kultusstaatssekretär Huber (links) und Innenminister Herrmann (vorne rechts)

Facebook, SchülerVZ oder Twitter sind bei Jugendlichen beliebt – und die Frage nach Datenschutz in sozialen Netzwerken wird immer wichtiger. Anlässlich des „Tags des europäischen Datenschutzes“ besuchten Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber und Innenminister Joachim Herrmann das Neue Gymnasium Nürnberg. Mit Schülern einer neunten Klasse sprachen sie über deren Erfahrungen mit sozialen Netzwerken und die Frage, welche Risiken und Chancen die Schüler bei dieser Form der Kommunikation sehen.

In der anschließend geführten Diskussion mit den Politikern kamen die Schüler zum Ergebnis, dass Datenschutz ein wichtiges Rechtsgut ist, für den sowohl der Staat als auch die Bürger selbst verantwortlich sind und dass Datenschutz letztlich dem Schutz der Menschenwürde dient.

Staatssekretär Huber und Innenminister Herrmann bekannten sich zur Verantwortung des Gesetzgebers dafür, dass Kinder und Jugendliche vor Gefahren im Internet geschützt werden. „Es muss aber die gemeinsame Aufgabe von Schule und Elternhaus sein, unsere Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zu einem kompetenten und verantwortlichen Umgang mit und im world-wide-web zu begleiten“, so Kultusstaatssekretär Huber. "Für unsere Arbeit in den Schulen steht die Vermittlung der Fähigkeit, diese sozialen Netzwerke verantwortlich zu nutzen, im Mittelpunkt," richtete der Staatssekretär den Blick auf die Medienpädagogik.

Auch zu Hause informiert: Die Schüler erhielten ein Informationsfaltblatt zum Datenschutz
Auch zu Hause informiert: Die Schüler erhielten ein Informationsfaltblatt zum Datenschutz

Der Bereich Medienbildung ist als fächerübergreifendes Bildungsziel in den Lehrplänen aller Schularten verankert. Das bayerische Kultusministerium hat seit 2002 insgesamt 120 Medienpädagogisch-informationstechnische Beratungslehrkräfte (MiBs) ausgebildet, die als Multiplikatoren die Lehrkräfte vor Ort in der Medien- und Kommunikationspädagogik unterstützen. "Mit dem Medienführerschein wollen wir junge Menschen bereits ab der Grundschule zu sachkundigen und kritischen Mediennutzern ausbilden," nannte Huber ein weiteres Mittel, mit dem Schulen aktiv mit Schülerinnen und Schülern den Weg durch den "Mediendschungel" gehen.
Eine dritte Maßnahme der Medienerziehung an den Schulen ist das Projekt "Referenzschulen für Medienbildung". Die teilnehmenden Schulen entwickeln ein eigenes Programm, um Medienerziehung entsprechend den Bedürfnissen vor Ort bestmöglich zu gestalten. Diese Programme tragen sie ihrerseits im Schneeballsystem an andere Schulen weiter. Jährlich dreißig Schulen können an dem Projekt teilnehmen. (28.01.2011)

Downloads

Internet und Datenschutz: Tipps vom Experten

Vorlese-Funktion