Gymnasium: Staatsregierung beschließt Paket zur Optimierung

Optimierung des achtjährigen Gymnasiums - weitere Verbesserung der Lernchancen
Optimierung des achtjährigen Gymnasiums - weitere Verbesserung der Lernchancen

Der Ministerrat hat in der Kabinettssitzung ein Paket zur Optimierung des achtjährigen Gymnasiums verabschiedet. Es wurden Maßnahmen gegen Unterrichtsausfall, die Überarbeitung des Lehrplans, der Ausbau der Förderung und das Flexibilisierungsjahr in der Mittelstufe beschlossen. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle betonte: „Das bayerische Gymnasium steht für Qualität und wird mit weniger Stoff und mehr individueller Förderung noch weiter verbessert.“

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle

Der Ministerrat hat in der heutigen Kabinettssitzung ein Paket zur Optimierung des achtjährigen Gymnasiums verabschiedet. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle betonte, dass sich das bayerische Gymnasium in seiner achtjährigen Form in seiner Grundstruktur bewährt hat und mit den beschlossenen Maßnahmen zusätzlich verbessert wird: „Das achtjährige Gymnasium steht für Qualität. Es ist uns gemeinsam mit Eltern- und Schülervertretern sowie Lehrerverbänden gelungen, das qualitativ hochwertige Bildungsangebot am Gymnasium noch weiter zu entwickeln und mit konkreten Maßnahmen für weniger Unterrichtsausfall und weniger Stoff sowie für mehr individuelle Förderung zu optimieren. Die beschlossene Verbesserung des bayerischen Gymnasiums unterstützt den einzelnen Schüler, entsprechend seiner individuellen Bedürfnisse, sich noch intensiver auf die Oberstufe und das Abitur vorzubereiten. Das bayerische Gymnasium ist damit für die Zukunft gut aufgestellt.“

Folgende Maßnahmen wurden vereinbart:

1. Weniger Unterrichtsausfall:
Durch die Bereitstellung von 250 Stellen ab September 2012 und Mitteln in Höhe von 4,5 Millionen Euro wird der Unterrichtsausfall an Gymnasien weiter abgesenkt. Bis zum Schuljahr 2014/15 wird an allen staatlichen Gymnasien eine integrierte Lehrereserve zum kommenden Schuljahr eingerichtet - vorbehaltlich der Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2013/14.

2. Weniger Stoff:
Der Lehrplan wurde unter Federführung von Staatssekretär Bernd Sibler auf der Grundlage der Rückmeldungen aus den Lehrerkollegien überarbeitet mit dem Ziel der Stoffreduzierung in einzelnen Fächern und Jahrgangsstufen. Die Lehrplaninhalte werden zwischen den Fächern besser abgestimmt. Bereits für das kommende Schuljahr 2012/2013 werden Stoffkürzungen insbesondere in der Oberstufe vorgenommen. Kürzungen gibt es in insgesamt 11 von 25 Fächern, darunter in den Oberstufenlehrplänen von Geschichte und den modernen Fremdsprachen.

3. Mehr Förderung:
Die Förderung der Schülerinnen und Schüler soll ausgebaut werden - verbunden mit einem grundlegenden Blickwechsel auf den persönlichen Bildungsweg des einzelnen Schülers. Die intensive Beratung von Schülern und deren Eltern ("Frühwarnsystem") bildet die Grundlage für umfassende Förderangebote wie Intensivierungsstunden, Intensivierungsgruppen, Blockseminare und eine Stärkung der Kernfächer Mathematik und Deutsch in der Mittelstufe.
Die Entscheidung über die Förderinstrumente trifft die Schule vor Ort. Die Gymnasien entwickeln eigenverantwortlich bedarfsgerechte und schulspezifische Konzepte für eine noch effizientere individuelle Förderung.

Für Schüler, die persönlich mehr Lernzeit brauchen, bietet künftig das Flexilibisierungsjahr an jedem staatlichen Gymnasium in der Mittelstufe ein Angebot zusätzlicher Lernzeit von einem Jahr mit pädagogischem Mehrwert und entsprechenden Förderangeboten für einzelne Schüler, die entsprechenden Bedarf haben - nach Beratung bzw. Empfehlung durch die Klassenkonferenz. Nötige Ressourcen stehen unter dem Vorbehalt der Beschlussfassung im Doppelhaushalt 2013/14.

Am 13. und am 30. Juli 2012 hatten sich Ministerpräsident Horst Seehofer, der stellvertretende Ministerpräsident Martin Zeil und Kultusminister Ludwig Spaenle zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden von CSU, Georg Schmid, und FDP, Thomas Hacker, sowie mit den bildungspolitischen Sprechern von CSU und FDP mit Vertretern des Landesschülerrats, der Bayerischen Direktorenvereinigung, des Deutschen und Bayerischen Philologenverbandes und der Landes- Eltern- Vereinigung (LEV) an Gymnasien zu einem runden Tisch getroffen.
Die gemeinsamen Gespräche waren Basis des Optimierungspaketes, das im Kabinett beschlossen wurde.

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