Pressemitteilung Nr. 038 vom 22.02.2016 Pilotprojekt InGym startet an drei weiteren Standorten: in Regensburg, Augsburg und Würzburg

Staatssekretär Eisenreich bei Begrüßung von Schülern mit Flucht- und Migrationshintergrund am Regensburger Werner-von-Siemens-Gymnasium

REGENSBURG. „Wir wollen an unseren Schulen die nach Bayern eingewanderten jungen Menschen mit hoher Bleibeperspektive bestmöglich fördern. Für diejenigen, die eine mit dem Gymnasium vergleichbare Vorbildung, aber noch nicht die erforderlichen Deutschkenntnisse haben, gibt es mit den InGym-Klassen ein gutes Angebot: Ich freue mich, dass wir nun an drei weiteren Standorten besonders motivierte junge Menschen gezielt auf den Besuch der Regelklasse am Gymnasium vorbereiten können“, so Staatssekretär Eisenreich heute bei der offiziellen Begrüßung der Schülerinnen und Schüler der neuen InGym-Kurse am Werner-von-Siemens-Gymnasium Regensburg.

Das Pilotprojekt InGym (Integration am Gymnasium) ist zu Beginn des aktuellen Schuljahrs an zwei Standorten - am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium München und am Martin-Behaim-Gymnasium Nürnberg - gestartet. Es ist neben dem bereits fest etablierten Projekt „Sprachbegleitung“ für Schüler mit Migrationshintergrund das zweite große Integrationsprojekt an dieser Schulart.

Zum Schulhalbjahr 2016 kommen nun drei weitere InGym-Standorte hinzu: das Werner-von-Siemens-Gymnasium Regensburg, das Peutinger-Gymnasium Augsburg und das Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg.

Das Pilotprojekt InGym richtet sich an besonders leistungsfähige und leistungsbereite Schüler mit Flucht- oder Migrationshintergrund, die über eine gymnasiale Vorbildung, aber nicht über die erforderlichen Kenntnisse in der deutschen Sprache verfügen.

Staatssekretär Eisenreich erklärte: „Ab heute erhalten die Schülerinnen und Schüler an den drei neuen Pilotgymnasien in eigenen Kursen intensive Förderung in der deutschen Sprache und Unterricht in verschiedenen Fächern, z. B. in Mathematik, Englisch, Geschichte/Sozialkunde. Dabei liegt auch in diesen Fächern ein Fokus auf der Sprache beziehungsweise der Fachsprache. Zum neuen Schuljahr kehren sie an ihre wohnortnahe Stammschule zurück, wo sie am regulären Unterricht teilnehmen. Begleitend werden sie dort, u. a. in Blockseminaren, weiter sprachlich gefördert.“

Ergänzende Information:
Die InGym-Klassen sind Teil eines Gesamtkonzepts, mit dem Schülerinnen und Schüler mit Fluchthintergrund an den Schulen unterstützt werden. Erst vergangene Woche hat Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle den Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags über dieses Gesamtkonzept informiert. So wurde beispielsweise die Anzahl der Übergangsklassen von 309 zu Beginn des Schuljahres 2014/15 zum Schulhalbjahr 2016 auf 580 ausgeweitet; ein Ausbau der Übergangsklassen im weiteren Jahresverlauf bis auf etwa 1.600 ist möglich. An den bayerischen Berufsschulen wird die Zahl der Berufsintegrationsklassen zum Schulhalbjahr von 500 auf 670 gesteigert. Ein weiterer Ausbau kann hier im weiteren Jahresverlauf bis auf 1.200 Klassen erfolgen. Daneben werden an Bayerns Schulen vielfältige weitere Formen der Förderung, insbesondere auch im Hinblick auf die Sprache, für junge Flüchtlinge und Asylbewerber angeboten – beispielsweise Vorkurse in Kooperation zwischen Grundschulen und Kindergärten, Deutschförderklassen und -kurse, die SPRINT-Klassen an Realschulen sowie die Sprachbegleitungskurse und InGym-Angebote an Gymnasien.


Carolin Völk, Sprecherin, Tel. 089-2186 2526

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