Pressemitteilung Nr. 359 vom 18.09.2015 Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle bestellt Professorin Bettina Reitz zur ersten hauptberuflichen Präsidentin der Hochschule für Fernsehen und Film München

MÜNCHEN. Professorin Bettina Reitz übernimmt als erste hauptberufliche Präsidentin die Leitung der Hochschule für Fernsehen und Film München. Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle hat Bettina Reitz am Freitag in München für eine vierjährige Amtszeit in diese Funktion bestellt. Reitz tritt ihr Amt am 1. Oktober 2015 an. Sie war vom Hochschulrat der HFF am 18.6.2015 mit großer Mehrheit zur Präsidentin gewählt worden.

„Ich freue mich sehr, dass mit Bettina Reitz eine höchst profilierte und erfahrene Persönlichkeit für die Präsidentschaft gewonnen werden konnte, die sowohl die kreativen Prozesse des filmischen Schaffens als auch den Medienmarkt bestens kennt und auch administrative Verantwortung in der Medienarbeit getragen hat“, so Spaenle. Aufgabe sei es, die Hochschule und die Ausbildung in einer sich ändernden Medienumgebung strategisch weiterzuentwickeln, sagte der Minister mit Blick auf die Ergebnisse der jüngsten Begutachtung der Hochschule durch eine externe Kommission. Bettina Reitz habe hierfür hohe Kompetenz, sie verfüge über eine breit gefächerte berufliche Erfahrung, die sie hier einbringen werde. „Für die Erfüllung der verantwortungsvollen Aufgabe an der Spitze der Hochschule für Fernsehen und Film München wünsche ich Prof. Bettina Reitz viel Erfolg“, sagte der Minister.  Zugleich dankte Spaenle Prof. Dr. Gerhard Fuchs, der die Hochschule seit 2003 in einer nebenberuflichen Präsidentschaft leitete und in dessen Amtszeit wichtige Weichenstellungen für die Hochschule fallen.

„Meine Wahl durch den Hochschulrat war für mich eine besondere Anerkennung, meine Bestellung durch Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle unterstreicht nun offiziell den Weg der HFF München in eine neue Zukunft“, sagt Bettina Reitz. „Ich freue mich sehr darauf, ab Oktober gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen sowie den Studierenden die Zukunft der HFF zu gestalten. Aufbauend auf dem guten Ruf der HFF möchte ich ihren Wert für die kreative Ausbildung in Bayern weiterentwickeln und ihre internationale Bedeutung steigern.“

Bettina Reitz wird die erste hauptberufliche Präsidentin der Hochschule. Der Einführung einer hauptberuflichen Präsidentschaft war eine externe Begutachtung im Auftrag von Kunstminister Dr. Spaenle vorausgegangen. Die Gutachterkommission unter Vorsitz von Prof. Hans-Jürgen Drescher hatte Ende letzten Jahres eine Reihe von Maßnahmen empfohlen, unter anderem eine Weiterentwicklung der Leitungsstruktur und eine Stärkung der Hochschulleitung.


Eine Biographie von Bettina Reitz ist dieser Meldung beigefügt; Fotos des Termins sind ab dem 18. September 2015 um ca. 16.30 Uhr unter http://steffen-leiprecht.de/download/ (Kennwort: kumpr) abrufbar.



Biografie Bettina Reitz
Während des Studiums der Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie Psychologie arbeitete Bettina Reitz zunächst als Produzentin, Autorin und Regisseurin von Dokumentationen. Nach dem Magisterabschluss (1987) übernahm sie eine Redakteursstelle in der Fernsehredaktion des Hessischen Rundfunks. Von 1991 bis 1997 arbeitete sie zuerst als Redakteurin und später als stellvertretende Redaktionsleiterin in der Fernseh- und Kinoredaktion beim ZDF. Danach war sie bis 2002 Produzentin der teamWorx Produktion für Kino und Fernsehen GmbH. Von 2003 bis April 2011 leitete sie beim Bayerischen Rundfunk den Programmbereich Spiel – Film - Serie. Von Mai 2011 bis Mai 2012 war sie Geschäftsführerin bei der Degeto Film GmbH. Seit 1. Juni 2012 ist Bettina Reitz Fernsehdirektorin des Bayerischen Rundfunks. Sie ist Mitglied der Deutschen und Europäischen Filmakademie. Sie ist Kuratoriumsmitglied der Technischen Universität München und Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2009 wurde sie mit dem Hans Abich Preis für besondere Verdienste im Bereich Fernsehfilm ausgezeichnet. Zahlreiche von ihr verantwortete Film- und Fernsehproduktionen erhielten national und international renommierteste Auszeichnungen bis hin zum Oscar für „Das Leben der Anderen“ (2007), „Amour“ (2013) und Citizenfour (2015).

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