Pressemitteilung Nr. 192 vom 29.05.2015 Ab Juni Direktorentandem am Zentralinstitut für Kunstgeschichte

Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle bestellt Prof. Dr. Ulrich Pfisterer in die temporäre Doppelspitze des Instituts

MÜNCHEN. Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte München erhält zum 1. Juni eine personelle Doppelspitze: So soll das Institut sein Forschungsprofil stärken und sich noch besser als bisher mit anderen Einrichtungen vernetzen. Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte wird dann nach dem Modell der kunsthistorischen Max-Planck-Institute in Italien kollegial von zwei Direktoren geleitet – zunächst voraussichtlich für einen Zeitraum von vier Jahren. Der bisherige Direktor, Prof. Dr. Wolf Tegethoff, erhält einen Direktorenkollegen. Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle hat Prof. Dr. Ulrich Pfisterer, Lehrstuhl für Allgemeine Kunstgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Kunst Italiens am Institut für Kunstgeschichte der Universität München, in die Doppelspitze berufen.

Der Minister dankte Prof. Pfisterer für seinen großen Einsatz für das Fach Kunstgeschichte am Standort München. Ein Begutachtungsverfahren durch den Wissenschaftlichen Beirat des Instituts zur Besetzung der Doppelspitze habe eindrucksvoll den Erfolg des Kooperationsmodells hervorgehoben und bestätigt, dass Ulrich Pfisterer international zu den renommiertesten Vertretern seines Fachgebiets zählt. „Die Doppelspitze wird, davon bin ich überzeugt, das Zentralinstitut in den kommenden vier Jahren weiter stärken und die Chancen des Instituts für eine Aufnahme in die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz verbessern“, unterstrich der Minister. Zudem hob er die großen Chancen einer verstärkten Vernetzung des Zentralinstituts mit den Museumseinrichtungen im Kunstareal hervor.

Eine externe Gutachterkommission unter Leitung von Professorin Dr. Katharina Krause von der Universität Marburg hatte 2011 Empfehlungen für eine mögliche Weiterentwicklung des Zentralinstituts für Kunstgeschichte vorgelegt. Diese sahen unter anderem eine vorgezogene, gemeinsame Berufung für die Leitung der Einrichtung mit einer Universität vor. Im Vorfeld einer gemeinsamen Berufung des Direktors bzw. der Direktorin hatten beide Einrichtungen 2012 in einem ersten Schritt eine institutionelle Zusammenarbeit in der Forschung und Nachwuchsförderung vereinbart, für die das Ministerium zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt hat.

Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München ist das einzige außeruniversitäre kunsthistorische Forschungsinstitut in der Bundesrepublik Deutschland. Mit seinem dichten Programm öffentlicher wissenschaftlicher Veranstaltungen versteht sich das Institut als Forum des Austausches und der Diskussion aktueller methodischer Fragestellungen und Themen der Kunstgeschichte. Das Zentralinstitut ist mit einer der weltweit bedeutendsten kunsthistorischen Fachbibliotheken (über 560.000 Bände, knapp 1.100 laufend gehaltene Zeitschriften), den Bildbeständen seiner Photothek (ca. 900.000 Medieneinheiten) sowie mit zahlreichen international genutzten Online-Angeboten und Datenbanken auch eine zentrale Service-Institution für die kunsthistorische Recherche. Seit 1979 fungiert der Freistaat Bayern als alleiniger Träger.
 

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